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Zu freizügig? Wegen DIESES Outfits wurde sie aus dem Fitnessstudio geworfen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 24. April 2017

"Ich muss dich bitten, ein Shirt anzuziehen."

Eine Studentin der Charleston Universität im US-Bundesstaat South Carolina sorgt mit einem wütenden Facebook-Beitrag aktuell für Gesprächsstoff mit Netz. Sarah Villafañe machte ihrem Ärger Luft, nachdem sie wegen ihres Outfits aus dem Fitnessstudio ihrer Uni geworfen wurde. Angeblich sei es "zu freizügig."

Das dazugehörige Foto zeigt Sarahs Outfit: Schwarze Leggings und ein schwarzes Crop-Top, das einige Zentimeter ihres Bauches zeigt. Ein völlig normales Sport-Outfit für eine junge Frau, würde man meinen. Doch die Betreiber des Sportcenters von Sarahs Uni waren offenbar anderer Meinung. Sie sagten ihr, sie solle sich umziehen, ansonsten müsse sie gehen.

Lest hier Sarahs Beitrag:

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Ich wurde gerade aus dem Fitnessstudio der Charleston Universität geworfen, weil ich dieses Outfit getragen habe. Ich durfte also keinen Sport machen. Ich durfte nicht, weil ich ein Outfit getragen habe, was ich speziell gekauft habe, um darin Sport zu machen.

Ich habe dieses Outfit schon den ganzen Tag getragen. Ich habe drei Vorlesungen besucht und mit jedem meiner Professoren persönlich gesprochen und sie hatten kein Problem damit. Aber kaum betrat ich das Fitnessstudio, wurde ich gebeten, ein anderes Shirt anzuziehen. Natürlich habe ich kein zusätzliches Shirt dabei gehabt und ich wollte auch nicht noch mein Hemd überziehen, um Sport zu machen. Also sagte ich einfach, "Okay", und machte weiter Sport - wenn auch ziemlich sauer darüber, dass ich gebeten wurde, mich umzuziehen.

​Dann, als ich in der HINTERSTEN ECKE des Fitnessstudios trainierte, kam eine andere Angestellte und sagte, ich solle mein "Shirt wieder anziehen." Ich erwiderte: "Ich habe ein Shirt an." Sie sagte: "Nein, das ist kein Shirt. Du musst ein ganzes Shirt tragen." Ich fragte: "Wieso ist das kein Shirt?" Und sie sagte: "Du musst komplett bedeckt sein. Wenn du damit ein Problem hast, haben wir auch unseren Boss hier." Ich lachte und sagte: "Okay, dann bring ihn rüber, wenn er Problem hat."

Ein paar Minuten später kam dieser "Boss" zu mir. Er sagte: "Ich muss dich bitten, ein Shirt anzuziehen." Wieder sagte ich zu ihm: "Ich trage ein Shirt." Er sagte: "Du musst ein Shirt anziehen, sonst muss ich dich bitten zu gehen." Ich sagte: "Aber ich HABE ein Shirt an." Er sagte: "Wirst du dir ein Shirt anziehen?" Und ich sagte: "Wenn das kein Shirt ist, dann werde ich keins anziehen, nein."

WTF?! Ich habe dieses Outfit zum Sporttreiben gekauft, weil es bequem ist. Wo ist das Problem? Warum kann ich darin keinen Sport machen? Lenkt mein Bauchnabel die anderen Besucher des Fitnessstudios, die zu 85% Männer sind, ab? Ich werde rausgeworfen - warum? Ich bin wirklich einfach geschockt, dass ich dafür rausgeworfen wurde. Das muss besser werden, Charleston Universität!

Nachdem Sarahs Post so viel Aufmerksamkeit auf sich zog und etliche Diskussionen auslöste, hat sich nun auch die Universität selbst noch einmal zu Wort gemeldet. Sie teilten der Studentin mit, sie sei aus "hygienischen Gründen" gebeten worden, sich umzuziehen.

Die Verantwortlichen liefern eine Erklärung

"Aber sie haben nie irgendwas von Hygiene gesagt, als sie mich baten, mich umzuziehen. Sie sagten lediglich, ich sollte mich 'bedecken'", erklärt Sarah selbst. "Außerdem steht auf ihrer Webseite nichts von einem Dresscode. Im Fitnessstudio selbst steht nur, dass 'Sportkleidung' getragen werden muss."

Die Studentin sagt nun, dass sie hofft, dass andere Fitnessstudios oder Universitäten ihr Erlebnis aufgreifen und erkennen, wie sexistisch und falsch solche Regeln und Verbote sind.

Was meint ihr: War Sarah wirklich zu freizügig angezogen oder hat die Universität überreagiert?

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von Maike Schwinum

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