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Kampf um den Hambacher Forst: Worum geht es da eigentlich?

Video von Jutta Eliks Veröffentlicht am 28. Juni 2019

Der Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen ist zu einem Symbol für den Klimaschutz geworden. Aktivisten kämpfen seit Jahren mit Demonstrationen, Blockaden und Baumhäusern für den Erhalt des Waldgebietes - mit Erfolg.

von Laura Dillschneider

Der Hambacher Forst in der Nähe von Köln ist ein etwa 200 Hektar großer Wald in NRW und das letzte Stück des ehemals 4100 Hektar umfassenden Bürgewaldes. Seit den 1970er Jahren fördert der Energieriese RWE, ehemals Rheinbraun, in dem Gebiet Braunkohle - und rodet dafür immer größere Teile des Waldes. Widerstand regt sich seit Jahren. Zuletzt mit Erfolg.

Besetzungen, Barrikaden, Baumhäuser

Bis heute beteiligen sich eine Vielzahl an Aktivistengruppen an den Demonstrationen rund um den Hambacher Forst. Mit Sitzblockaden an den Gleisen zu den Braunkohlekraftwerken oder durch die Besetzungen von Waldgebieten mit Camps und Baumhäusern versuchen die Aktivisten Widerstand zu leisten. Dabei kommt es immer wieder auch zu unschönen Ausschreitungen durch gewaltbereite Gruppen und Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Neben vielen kleineren Gruppierungen beteiligen sich auch größere Naturschutzverbände, wie Greenpeace oder der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an den Aktionen. Der BUND konnte zuletzt einen entscheidenden Sieg erringen: Nach einer Klage verhängte das Oberverwaltungsgericht Münster im Oktober 2018 einen vorläufigen Rodungsstopp. Bis 2020 stehen die Abholzarbeiten still.

Aktivisten kämpfen weiter

Auch nach dem vorläufigen Rodungsstopp geht der Kampf für die Aktivisten weiter. Sie besetzen weiterhin Bagger und Baugruben oder bauen neue Baumhäuser, mit dem Ziel, den Tagebau am Hambacher Forst zu stoppen.

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