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Treuer Hundeblick: Darum können wir den Vierbeinern nicht widerstehen

Video von Laura Dillschneider Veröffentlicht am 12. Juli 2019

Hast du dich jemals gefragt, warum der Blick deines Hundes eine so fesselnde Wirkung auf dich hat? Große Augen, hochgezogene Brauen - wer kann da widerstehen? Einer Studie zufolge könnte dieser Effekt evolutionäre Gründe haben.

von Laura Dillschneider

Zwischen Menschen und Hunden herrscht eine ganz besondere Verbindung. Seit über 33.000 Jahren leben Mensch und Hund Seite an Seite - mit evolutionären Folgen, wie eine Studie nun belegt.

Forscher der britischen Universität von Portsmouth haben herausgefunden, dass es sich bei dem typischen Hundeblick um eine evolutionäre Annäherung des Hundes an die menschliche Mimik handelt. Für die Studie, die im Fachmagazin „PNAS“ veröffentlicht wurde, wurde unter anderem die Gesichtsmuskulatur vor vier Wölfen mit der von sechs Hunden verglichen.

Studie liefert überraschende Ergebnisse

Das Ergebnis: Die Muskulatur ist weitestgehend gleich - außer im Bereich der Augen. Im Gegensatz zu ihren nächsten lebenden Verwandten verfügen Hunde über besondere Muskeln, die es ihnen erlauben, ihre inneren Augenbrauen anzuheben. Bei den Wölfen waren in diesem Bereich lediglich spärliche Muskelfasern und Bindegewebe vorhanden.

Die Forscher führen die Entwicklung dieser Muskeln auf das Zusammenleben mit dem Menschen zurück. Das Anheben der inneren Augenbrauen vergrößert die Augen und verleiht dem Hund ein kindliches, trauriges Aussehen. Beim Menschen löst das einen Betreuungs- und Schutzrelfex aus. Forscher gehen davon aus, dass Hunde, die über diese Fähigkeit verfügten, im Laufe der Evolution vom Menschen bevorzugt wurden, sodass sich dieses Merkmal über die Jahre manifestieren konnte.

Wesentliche Unterschiede zum Wolf

Bei der Studie wurden außerdem Unterschiede bei der Interaktion zwischen Mensch und Hund und Mensch und Wolf untersucht. Hunde heben beim Kontakt mit Menschen demnach häufiger die Augenbrauen, als Wölfe. Zurückzuführen sei das auf die Domestizierung des Hundes.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen 2015 Wissenschaftler der Azabu-Universität in Japan. Sie konnten nachweisen, dass bei dem Blickkontakt zwischen Mensch und Hund dasselbe Hormon freigesetzt wird, das auch für die emotionale Bindung zwischen Menschen verantwortlich ist: Oxytozin. Bei dem Blickkontakt zwischen Wölfen und Menschen konnte das Hormon dagegen nicht nachgewiesen werden.

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