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Bank wechseln: Auf DIESE Dinge solltest du achten

von Tanja Koch Veröffentlicht am 9. Januar 2019

Die Bank zu wechseln kann große Unsicherheit auslösen. Wann sollte ich mein altes Konto kündigen? Woran muss ich denken? Und was kann alles schief gehen? Wir verraten euch, wie der Bankwechsel reibungslos klappt.

Kontoführungskosten, Filialschließungen, geringe Zinsen - viele Menschen sind mit den Konditionen ihrer Bank nicht mehr zufrieden und möchten wechseln. Doch zwischen Kündigen des alten und Eröffnen des neuen Girokontos - beziehungsweise umgekehrt kann so einiges schief gehen. Damit der Bankwechsel bei euch schnell und ohne Probleme klappt, haben wir die besten Tipps gesammelt.

1. Die richtige Bank wählen

Um dich für die richtige Bank zu entscheiden, solltest du dich fragen, warum du eigentlich wechseln möchtest. Sind dir die Kontoführungskosten zu teuer? Ist der Kundenservice schlecht? Oder möchtest du mit Girokonto, Tagesgeld und Aktiendepot von verschiedenen Banken zu einem einzigen Anbieter umziehen?

Je nachdem, was dir besonders wichtig ist, ist eher die eine oder andere Bank besser für dich geeignet. Lies dir am besten alle Konditionen durch, auch, wenn es mühsam ist. Du triffst eine Entscheidung für längere Zeit, die also nicht unbedacht geschehen sollte.

​Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Direktbanken bei der Kundenzufriedenheit besser abschneiden. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey. Den größten Vorsprung im Vergleich zur Konkurrenz erreichten sie mit 65 Prozent bei den Girokonten. Schrecke also nicht davor zurück, auch Banken ohne stationäre Filialen eine Chance zu geben.

2. Umzugs-Service nutzen oder Aufträge manuell ändern

Seit 2016 ist es Gesetz: Banken sind verpflichtet, ihren Kunden beim Umzug zu einem anderen Finanzinstitut zu helfen. Dafür dürfen sie zwar Gebühren erheben, der Wechsel wird dadurch aber enorm erleichtert.

Bei der alten Bank kannst du folgendes einfordern: eine Liste aller Daueraufträge und Lastschriftmandate und eine Liste über eingehende Überweisungen und Lastschriften aus den vergangenen 13 Monaten. Die alte Bank schickt diese zur neuen Bank. Ab einem vom Kunden bestimmten Zeitpunkt lehnt die alte Bank Lastschriften und Überweisungen ab, beendet Daueraufträge und überweist restliches Guthaben auf das neue Konto.

Die neue Bank muss parallel die gewünschten Daueraufträge einrichten, Lastschriften akzeptieren und Einzahlern die neuen Kontodaten mitteilen.

3. Kontodaten in Online-Shops ändern

Wenn du alle Lastschriftverfahren, Daueraufträge und ähnliches umgestellt hast, hast du das Gröbste bereits hinter dir.

Als nächsten Schritt solltest du dir überlegen, wo überall du deine Kontodaten angegeben hast - unabhängig von fortwährenden Transaktionen.

Bestellst du regelmäßig bei Online-Shops? Oder schaust du kostenpflichtige Filme bei Amazon Prime? Benutzt du Apps, innerhalb derer du ab und an Zahlungen tätigst? Um nichts zu vergessen, solltest du dir Abbuchungen in deinen Kontoauszügen der letzten 12 Monate ansehen und dann eine Liste erstellen. Anschließend solltest du bei diesen Shops, Apps & Co. deine Kontodaten ändern.

4. Arbeitgeber und andere Einkommensquellen informieren

Trotz Umzugs-Service der Banken, trotz sorgfältig geführter Listen: Beim Kontowechsel geht nicht immer alles gut. Möglicherweise bist du in der Zeile verrutscht oder das System hat einen Fehler gemacht.

Um kleine und größere Finanz-Katastrophen zu vermeiden, solltest du deinem Arbeitgeber zusätzlich die neue Bankverbindung mitteilen. Auch Behörden, die dir Geld überweisen, solltest du informieren - zum Beispiel die Arbeitsagentur, die Kindergeldstelle oder die Rentenbehörde.

5. Zur Sicherheit zwei Konten parallel laufen lassen

Das alte Konto kündigen, ein neues eröffnen - diese Reihenfolge klingt logisch. Doch viel sinnvoller ist es, anders herum vorzugehen: Erst das neue Konto eröffnen und das alte Konto noch 3 Monate parallel weiterführen. Erst dann das bisherige Konto kündigen und die Bank somit endgültig wechseln.

So gehst du sicher, dass definitiv keine Transaktionen mehr über das alte Konto laufen. Falls jemand versucht, von deinem gekündigten Konto Beträge einzuziehen, musst du nämlich Gebühren zahlen. Checke einfach regelmäßig die Kontoumsätze bei der alten Bank.

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