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Wie du mit einem Visionboard deine Ziele erreichst

von Inga Back Veröffentlicht am 14. Dezember 2019
© Getty Images

Viele Menschen schwören darauf, dass ein Visionboard ihnen dabei geholfen hat, all ihre Träume wahr werden zu lassen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier.

Man hört immer wieder wie Visionboards und das Prinzip der Visualisierung generell in den Himmel gelobt werden. Laut Prominenten wie Oprah Winfrey ist ein Visionboard eine echte Wunderwaffe. Es hilft dabei, die eigenen Träume, Wünsche und Ziele ständig vor Augen zu haben. Das soll motivieren und schließlich dabei helfen, Träume in Ziele umzuwandeln und zu verwirklichen.

Wie genau das funktioniert und wie ihr das nachmachen könnt, verraten wir euch hier – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Was ist ein Visionboard?

Ein Visionboard ist im Prinzip eine Collage aus Bildern und Sprüchen, manchmal auch einzelnen Wörtern. Diese Collage bildet dann im gesamten eure Träume, Wünsche und Ziele für die Zukunft ab. Das Visionboard soll dabei helfen, die eigene Zukunft zu visualisieren. Hintergrund des Ganzen ist der Glaube, dass man seine Ziele einfacher verwirklichen kann, je klarer man diese vor Augen hat.

Wie genau das Visionboard aussieht, ist jedem selbst überlassen. Der Fantasie und Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Manche packen das Visionboard in ihren Terminplaner oder ihr Tagebuch, andere nutzen eine Pinnwand, manche basteln ein Plakat, und einige funktionieren eine ganze Wand zum Visionboard um.

Auch ein digitales Visionboard als PC-Bildschirmschoner ist absolut möglich. Manche nutzen sogar nur Pinterest dafür und legen ihr Visionboard als geheime Pinnwand in der App an. Man kann aber natürlich auch eine Kombination daraus machen und ein analoges Visionboard zusätzlich zum digitalen basteln.

Wichtig ist lediglich, dass ihr das Visionboard oft vor Augen habt, damit es den gewünschten Effekt hat. Am besten täglich, oder sogar mehrmals am Tag. Wenn ihr das Visionboard einmal bastelt und danach nie wiederseht, ist der Sinn des Ganzen etwas verfehlt. Das Visionboard soll euch schließlich dabei helfen, eure Ziele immer vor Augen zu haben, damit sie nicht mehr im Alltagstrubel untergehen können.

So schaffst du es mit einem Visionboard deine Träume zu verwirklichen

Das Visionboard funktioniert nach dem Prinzip der Visualisierung. Soll heißen: Wenn man klar vor seinem inneren Auge sehen kann, wie man seine Ziele erreicht, dann schafft man es auch tatsächlich. Das Prinzip beruht darauf, dass unsere Gedanken unsere Handlungen beeinflussen. Wenn wir mit Hilfe des Visionboards unsere Ziele immer vor Augen haben, dann kreisen unsere Gedanken darum. Das wiederum motiviert uns zur Handlung und durch die Handlung erfüllt man seine Ziele letztlich.

Das Visionboard funktioniert also als täglicher Reminder und tägliche Motivation.

Ein anderer Vorteil des Visionboards ist, dass es uns dazu zwingt, uns darüber klar zu werden, was wir erreichen möchten. Je klarer unsere Vorstellungen und Ziele sind, umso fokussierter können wir daraufhin arbeiten.

Wenn im Alltag viele Dinge gleichzeitig anfallen, dient das Visionbaord auch als Entscheidungshilfe: Es erinnert uns daran, was uns wirklich wichtig ist, und was wir dementsprechend zur Priorität machen sollten.

Durch das Visionboard haben wir folglich nicht nur ein klares Ziel vor Augen, wir lassen uns auch seltener ablenken.

Visionboard erstellen: 1# Mach dir klar, welche Wünsche du hast

Wer kein Ziel vor Augen hat, kann es auch nicht treffen. Im ersten Schritt ist es daher wichtig, alle seine Wünsche zu notieren. Man glaubt es kaum, aber die meisten Menschen wissen gar nicht, was sie wirklich wollen. Sie haben vage Vorstellungen von einem "glücklicheren Leben", wie das aussehen soll, wissen sie aber gar nicht so genau.

Sie glauben dann zum Beispiel, sie würden gerne in ihrem Beruf aufsteigen. Wenn sie befördert werden, merken sie aber, dass sie gar keine Zeit mehr für die Aufgaben haben, die sie eigentlich so gerne gemacht haben, und dass ihr Privatleben zu kurz kommt. Ihr eigentlicher Wunsch war vielleicht einfach ein höheres Einkommen und sie dachten, dass die Beförderung der richtige Weg dorthin wäre.

Es ist also wichtig, dass ihr euch im ersten Schritt nicht dazu verleiten lasst, darüber nachzudenken, wie ihr eure Träume erfüllt. Sonst tappt ihr in die 'falsche Rückschlüsse'-Falle. Nur weil ihr mehr Geld wollt, wollt ihr vielleicht noch keine Beförderung.
Beim Visionboard geht es erst einmal nur darum zu wissen, was man überhaupt erreichen möchte.

Also: Träumt groß und notiert alles. Das können auch ruhig Träume sein, die im ersten Moment vielleicht unrealistisch wirken. Das Visionboard soll motivieren. Dafür braucht es große Träume, die euch morgens aus dem Bett springen lassen. Je größer, desto besser!

Wir sind sehr schnell dabei, unsere Träume als unrealistisch einzustufen. Dabei ist das oft gar nicht der Fall! Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können, sie unterschätzen aber dramatisch, was sie in fünf oder zehn Jahren erreichen können.

Visionboard erstellen: #2 Lebensbereiche definieren

Im nächsten Schritt geht es darum, all diese Träume verschiedenen Lebensbereichen zuzuordnen. Sinn des Ganzen ist, dass man am Ende ein rundes Gesamtbild hat, bei dem kein Lebensbereich vergessen wird.

Manchmal merkt man auch erst bei diesem Schritt, was man wirklich möchte. Wenn man sich die verschiedenen Lebensbereiche genau ansieht, merkt man nämlich auch, in welchen man unzufrieden ist. Dann kann man überlegen, was man sich stattdessen wünscht.

Diese Lebensbereiche könnt ihr für euch selbst definieren. Ein paar Beispiele sind:

  • Beruf
  • Partnerschaft
  • Familie und/oder Kinder
  • Freundschaften
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Hobbys/ Projekte
  • Reisen
  • Persönlichkeitsentwicklung

Visionboard erstellen: #3 Die Anordnung der Lebensbereiche (optional)

Beim Visionboard gibt es wie gesagt keine Vorschriften. So wie es euch gefällt, funktioniert es auch für euch. Einige Leute teilen ihr Visionboard jedoch nach den Grundlagen des Feng Shui Bagua ein. Das heißt: Die verschiedenen Lebensbereiche bekommen einen ganz bestimmten Platz auf dem Visionboard.

Das Feng Shui Bagua ist sozusagen die Grundlage des Feng Shui. Laut der Lehre haben alle Objekte eine bestimmte Energie, die durch sie fließt. Im Bagua werden die Objekte so angeordnet, dass die Energie optimal fließen kann. Mit dem Feng Shui Bagua soll also der Effekt des Visionboards durch einen optimalen Energiefluss verstärkt werden.

Die Lebensbereiche nach dem Feng Shui Bagua sind:

1. Reichtum & Fülle
2. Anerkennung & Ruhm
3. Partnerschaft & Beziehungen
4. Familie & Gesundheit
5. Thai Chi/ die Mitte
6. Kinder & Kreativität
7. Wissen & Weisheit
8. Karriere & Lebensweg
9. Hilfreiche Freunde

Die richtige Anordnung der Lebensbereiche fürs Visionboard ist wie folgt: Teilt gedanklich euer Visionboard in neun gleichgroße Teile. Ordnet die aufgelisteten Bereiche dann der Reihe nach auf dem Visionboard an. Beginnt dabei oben links und endet unten rechts. Die Mitte (das Thai Chi), das euer selbst spiegelt, sollte dann tatsächlich in der Mitte des Visionboards liegen.

Visionboard erstellen: #4 Sammelt Inspirationen und bastelt

Jetzt kommt der angenehme Teil, der vor allem kreativen Leuten viel Spaß macht. Ihr könnt Bilder sammeln, die eure Träume und Ziele wiederspiegeln. Dafür könnt ihr Pinterest nutzen und die Bilder ausdrucken, oder ihr kauft Zeitschriften und schneidet bestimmte Bilder aus. Wichtig ist nur, dass die Bilder euch persönlich gefallen und in euch schöne Emotionen wecken. Wenn ihr eure Collage nachher betrachtet, soll sie euch motivieren und zeigen, wie euer Leben später einmal aussehen soll.

Wer möchte kann auch starke Wörter, aussagekräftige Zitate oder Sprüche hinzufügen und auf der Collage verteilen. Auch hier ist wichtig, dass die Sprüche/ Wörter euch motivieren.

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