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Von der Stadt aufs Land: 7 Dinge, an denen ich gemerkt habe, dass ich keine Großstadt-Mama (mehr) bin

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 21. August 2015

Frauen, die sich im Laufe ihres Mutter-Daseins bewusst dazu entscheiden, aus der Großstadt wegzuziehen, merken bei einem Besuch in der alten Heimat schnell, wie sehr sie sich verändert haben ...

Ich wohne in einer kleinen Stadt. Das habe ich mir irgendwann ganz bewusst so ausgesucht. Denn nach dem zweiten Kind wurde die Wohnung in der Großstadt zu klein und eine größere zu teuer. Also Sachen und Kisten gepackt und raus aufs Land. Dort angekommen fühlte ich mich wohl und - das Wichtigste - die Kinder auch. Außerdem bin ich irgendwie immer noch Teil der Großstadt, da ich täglich für die Arbeit dorthin pendele.

Als einstige hippe Großstadt-Mama genieße ich das Landleben: Tür auf, Kinder in den Garten (oder in den Garten der Nachbarn) und der Tag läuft für alle bombastisch. Am Abend fallen die Kinder ausgepowert und glücklich ins Bett. Stimmt natürlich auch nicht immer. Sie verbringen jetzt aber auf jeden Fall mehr Zeit an der frischen Luft.

Sei es drum, ab und zu zieht es einen trotz des Idylls für einen Ausflug in die Großstadt zurück. Man trifft sich mit Freunden, hat Besorgungen zu machen oder will einfach noch mal gucken, was so los ist. Habe ich auch kürzlich gemacht, mit beiden Kindern. Und als einstige Großstadt-Mama - die sich problemlos mit Kind und Kegel durch den hektischen Alltag manövrieren kann - gehöre ich ja auch noch ein bisschen dazu.

​Das dachte ich zumindest - doch auf einmal schien alles so anders ...

1. Anreise

Die Mütter, die Schaukel und Rutsche gerade erst erreichen, sehen unfassbar abgehetzt aus.

2. Rudel-Bildung

Es war mir vorher gar nicht so bewusst, aber Mütter in der Stadt verabreden sich für ihre Spielplatzbesuche. Scheinbar treffen sie sich zum Trotz der Anonymität ihres Alltags gern zwischen Rutsche und Sandkasten. Auf mich wirkt es beinah wie ein konspiratives Treffen.

3. Zu spät kommen ist auch keine Sünde

Während ich mich in den ländlichen Gefilden daran gewöhnen musste, möglichst immer pünktlich zu sein (schließlich kennen sich die meisten untereinander und niemand gilt gern als chronische Zuspätkommerin), sieht man das in der Stadt nicht so eng. Dickem Verkehr und ausgefallenen Bahnen sei Dank. Und so trudeln die Mütter erst nach und nach für ihr Treffen im Sandkasten ein.

4. Bekannte Unbekannte

Während die Mütter angeregt miteinander quatschen, scheinen sich die Kinder kaum füreinander zu interessieren. Sie spielen (meist) friedlich aneinander vorbei.

5. Picknick-Korb im Handtäschchen

Was ziehen die Mütter vor Ort nicht alles aus ihren Designer-Taschen. Von Thermoskannen voller Kaffee inklusive der Plastik-Kaffeetassen bis hin zu geschmierten Broten und Apfelspalten. Es gibt einfach alles!

6. Styling ist auch auf dem Spielplatz wichtig

Ein bisschen neidisch muss ich zugeben: Die Mütter sehen alle unfassbar gut aus. Lässiges Oberteil, Skinny Jeans und Ballerinas. (Den Laden muss ich bei meinem nächsten Besuch in der Stadt auch finden!)

7. Kontrolle

Die Kletterversuche der Kinder werden mit Argusaugen beobachtet. Jeder Schritt wird kontrolliert.

von Anne Walkowiak