Home / Mama / Kind & Familie / Knallharte Regeln für den Kindergeburtstag: Diese Eltern kennen bei Geschenken keinen Spaß

© iStock
Mama

Knallharte Regeln für den Kindergeburtstag: Diese Eltern kennen bei Geschenken keinen Spaß

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 20. April 2015

Eltern wollen immer nur das Beste für den eigenen Nachwuchs. Dieses Paar ist bei der Planung zum 1. Geburtstag ihres Kindes aber doch zu weit gegangen.

Nach einem Jahr Windeln wechseln, unzähligen schlaflosen Nächten und sämtlichen Körperflüssigkeiten auf dem eigenen Körper sehen Eltern endlich Licht am Ende des Tunnels. Der Nachwuchs feiert seinen ersten Geburtstag und alle sollen es wissen! Klar, dass junge Eltern bei der Partyplanung für das erste Jubiläum gerne mal über die Stränge schlagen.

Allerdings gibt es bei allem Verständnis über die Freude dieses speziellen Tags doch auch Grenzen. Das musste nun ein Paar aus den USA auf sehr schmerzliche Weise erfahren. Damit ihr Sprössling an seinem Jahrestag nicht mit unzähligen und vor allem überflüssigen Geschenken bombadiert wird, haben die besorgten Eltern noch vor der offiziellen Partyeinladung eine E-Mail mit Geschenketipps - oder sollten wir besser sagen, mit Geschenkaufforderungen - versandt.

An und für sich keine schlechte Idee, wollt ihr jetzt sagen​. Ist es auch nicht. Die Art und Weise, wie das Paar die Geschenke fordert, ist jedoch wirklich, hm, besonders. So besonders, dass sich ein Empfänger der Mail dazu bewogen sah, sie im Netz zu veröffentlichen.

"Mit ???s bevorstehendem Geburtstag, dachten wir, wir fragen nach 4 Geschenken, von denen wir glauben, dass er sie in den kommenden Monaten wirklich nutzen wird. Meine Mutter und Schwiegermutter haben eine separate Liste mit 4 anderen Geschenkhinweisen bekommen, die sie kaufen können, damit Dopplungen ausgeschlossen sind. Wir bitten nur Großeltern und direkte Onkel und Tanten um Geschenke für ??? Geburtstagsparty und genau wie an Weihnachten möchten wir es auf 2 Geschenke pro Haushalt beschränken."

Sehen wir das nur so, oder ist der Ton in der Mail schon ziemlich streng? Damit ist es aber noch nicht genug. Anschließend folgt die Liste der 4 Gegenständen, die sich die Eltern für ihr Kind wünschen, inklusive der Links zu dem jeweiligen Artikel. Und der Bitte, dass wenn es jemand nicht schaffen sollte, den gewünschten Gegenstand zu besorgen, die Eltern doch bitte darüber informiert werden, denn dann würden sie das Geschenk selbst besorgen.

Und es gibt noch mehr, dass alle Partygäste wissen sollten! Wenn es tatsächlich jemanden geben sollte, der sich ein individuelles Geschenk für das Kind überlegt hat, so möge er oder sie doch bitte den Kassenbon mit beifügen. Denn bei Nichtgefallen oder Dopplung möchten die Eltern das gern problemlos und ohne Verluste umtauschen können​. Schließlich seien die Kosten für den Muttermilchersatz mit 80 US-Dollar die Woche ziemlich hoch und da wäre es doch schade, wenn man nicht den vollen Geschenkpreis erstattet bekäme.

Und, um Himmels Willen, es sollten auf gar keinen Fall Bücher dabei sein (abgesehen von dem auf der Geschenke-Liste). Denn das Kind hat schon so viele Bücher und vorlesen lassen will sich der 1-jährige Spross ja gerade sowieso nicht.

Weil das an Absurdität noch nicht genug ist, bitten die Eltern darum, dem Kind bitte keine personalisierten Geschenke zu machen, die es draußen tragen könnte. Denn schließlich sei Kleidung mit dem Namen drauf der Nummer eins Grund für eine Entführung.

Na, da hat man doch richtig Lust auf einen fröhlichen und zwanglosen Kindergeburtstag, oder? Bei aller Liebe und Besorgnis der Eltern über das Wohl des Kindes, manchmal sollte man auch das Wohl der anderen nicht vergessen. Und nach dieser E-Mail, so vermuten wir, freut sich wohl kaum ein Partygast auf das bevorstehende Event. Vielleicht sollten die Eltern beim nächsten Mal eine 'Keine Geschenke'-Regel aufstellen und dafür einfach ein Sparschwein neben die Tür stellen.

Wie habt ihr das denn mit den Verwandten und Bergen von Geschenken geregelt?​

von Anne Walkowiak