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Empathie fördern: So entwickeln Kinder Mitgefühl

von gofeminin Veröffentlicht am 29. Juli 2019

Empathische Menschen haben ein besseres Verständnis ihrer Mitmenschen, starke soziale Bindungen und sogar mehr Erfolg im Berufsleben. Sie können also rundum ein erfülltes Leben leben. Ganz zu schweigen davon, dass sie mit ihren sozialen Kompetenzen auch ihre Mitmenschen glücklich machen. Wir verraten euch, wie ihr eurem Kind dabei helft, ebenfalls Empathie zu entwickeln.

Die meisten Eltern wünschen sich nichts sehnlicher für ihre Kinder, als dass diese eines Tages glückliche Erwachsene mit einem erfüllten Leben werden. Dass Empathie dabei eine wichtige Rolle spielt, machen sich jedoch die wenigsten wirklich bewusst. Auch wenn Eltern ihren Kindern diese Fähigkeit natürlich trotzdem vermitteln wollen. Dabei tappen aber einige unbewusst in Fallen, die es ihren Kindern eher schwerer machen – auch wenn sie dabei die besten Absichten hatten.

Lasst alle Emotionen zu

Wenn Eltern sehen, dass ihre Kinder traurig sind und weinen, ist ihre erste Reaktion oft, in den Rettungsmodus zu wechseln. Intuitiv möchten sie das Problem lösen und ihre Kinder glücklich machen. Einem Kind zu sagen, dass es keinen Grund gibt, um traurig zu sein, ist eine verständliche Reaktion der Eltern, aber leider nicht hilfreich für das Kind. Was ein trauriges, wütendes oder verzweifeltes Kind braucht, ist, dass die Eltern seine Gefühle anerkennen und bestätigen.

Nehmen wir an, dass ein anderes Kind etwas Gemeines zu eurem Kind gesagt hat. Euer erster Impuls ist vielleicht, zu widerlegen, was das andere Kind gesagt hat. Ihr wollt, dass euer Kind versteht, dass es wundervoll ist und die Perspektive des anderen Kindes falsch war.

Das ändert jedoch nichts daran, dass euer Kind verletzt ist. Benennt also stattdessen die Emotion, die ihr seht. Zeigt eurem Kind, dass ihr verstehen könnt, warum es traurig ist. Dass es sich in dem Moment anders und alleine gefühlt hat, und dass das ganz schön traurig macht. Nehmt es in den Arm, sagt eurem Kind, dass ihr es lieb habt und zeigt ihm so, dass ihr da seid.

So helft ihr eurem Kind seine eigenen Emotionen zu verstehen. Das ist ein wichtiger Schritt, um Emotionen auch bei anderen erkennen und vorhersehen zu können. Außerdem gebt ihr eurem Kind so auch die Kraft, um das Problem alleine zu lösen und das wiederum stärkt sein Selbstvertrauen.

Erklärt ihnen nonverbale Signale

Auch ganz kleine Kinder haben von Natur aus den Hang zur Empathie. Selbst Kleinkinder kann man dabei beobachten, wie sie versuchen, jemanden zu trösten, der offensichtlich traurig ist. Kleine Kinder sind von Natur aus aber auch noch sehr egozentrisch. Sie brauchen also unsere Hilfe, um subtile Hinweise auf die Gefühle anderer Menschen erkennen zu können.

Wenn sie kleine Geschwister haben, die noch Babys sind, könnt ihr sie zum Beispiel mit überlegen lassen, warum das Baby gerade weint. Hat es Hunger? Ist es müde? Zeigt ihnen, woran ihr erkennt, was das Baby braucht. Weist sie zum Beispiel darauf hin, dass das Baby sich die Augen reibt, wenn es müde ist. Auch Haustiere kommunizieren eine ganze Menge, ohne je ein Wort zu sagen.

Ihr könnt diese Empathiefähigkeit durch Rollenspiele mit Figuren weiter schulen. Mit dem 'Little People Bauernhof' von Fisher-Price können schon Kinder ab einem Jahr nachspielen, wie es ist, sich um Tiere zu kümmern. Die verschiedenen Sätze, die sich hinter den bunten Knöpfen verstecken, laden dein Kind dazu ein, dem Bauern zu helfen und gemeinsam mit ihm die Tiere zu versorgen. Dein Kind ist angehalten sie zu füttern, wenn sie hungrig sind. Es kann sie sich wieder vertragen lassen, wenn sie gezankt haben. Oder es kann sie zusammen spielen und Spaß haben lassen.

Hier könnt ihr den 'Little People Bauernhof' von Fisher-Price direkt bei Amazon kaufen.

All das erhöht nicht nur das Verständnis deines Kindes für Gefühle und Sorgen anderer und fördert damit seine Empathiefähigkeit, außerdem wird das Verständnis von Ursache und Wirkung verstärkt. Öffnen Kinder das Scheunentor, wird gemuht und gewiehert. Das Huhn gackert und es ertönen auch Lieder. Kinder verstehen also, dass ihr Verhalten etwas auslöst.

Zeigt gutes und schlechtes Verhalten auf

Eine der Techniken, die die meisten Eltern instinktiv anwenden, wenn es um die Entwicklung von Empathie geht, ist, ihre Kinder zu ermutigen, sich in andere hineinzuversetzen. Wenn sie sich schlecht benommen haben, folgt schnell die Frage: Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand mit dir so umgegangen wäre?

Diese Frage kann jedoch noch so viel mehr. Nutzt sie, um eure Kinder auch durch das Verhalten anderer lernen zu lassen. Wenn ihr beobachtet, wie jemand Fremdes sich positiv oder negativ benimmt, könnt ihr diese Frage auch stellen. Das kann sogar eine fikitve Situation im Fernsehen sein. Ihr könnt sie trotzdem nutzen, um mit euren Kindern zu besprechen, welches Verhalten anderen ein gutes Gefühl gibt und mit welchem Verhalten man einer anderen Person eher schadet.

Fördert Rollenspiele mit anderen Kindern

So schön das Spielen mit Mama und Papa auch ist, für die kindliche Entwicklung, vor allem auch für die Entwicklung von Empathie, ist es wichtig, dass die Kleinen mit anderen Kindern spielen können. Dadurch lernen sie, sich auf ein anderes Kind einzulassen. Gemeinsam eine Spielidee oder Geschichte zu entwickeln, sich abzuwechseln und auch mal einen Kompromiss zu machen, damit am Ende beide glücklich sind.

Mit einem Spielzeug, wie zum Beispiel dem Arztkoffer von Fisher-Price, lernen Kinder spielerisch auf die Bedürfnisse anderer einzugehen. Sie lernen abwechselnd der Arzt oder der Patient zu sein. Sie lernen nicht zu fest mit der Spritze zu pieksen. Außerdem lernen sie auch auf das zu hören, was der andere von sich erzählt und sich um den anderen zu kümmern.

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