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"Hilf mir, Mama!" 6 Tipps, die deinem Kind Hausaufgaben erleichtern

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 8. März 2019

Kaum ein Kind macht gerne Hausaufgaben. Dabei sind die nützlich, das bereits gelernte Wissen richtig anzuwenden und zu vertiefen. Damit deinem Kind die Hausaufgaben zukünftig leichter fallen, haben wir ein paar Tipps.

Das Schönste am Schultag ist für Kinder das Klingeln nach der letzten Stunde, wenn sie endlich frei haben. Wenn da nur nicht die Hausaufgaben wären. Denn Kinder empfinden die Aufgaben zu Hause nur als lästig.​ Auch Eltern schütteln gerne den Kopf über die Schulaufgaben des Kindes. Tatsächlich sind Hausaufgaben aber notwendig und sehr nützlich, weil sie Dinge, die die Kinder in der Schule gelernt haben, noch einmal vertiefen.

Was der Lehrer am Vormittag theoretisch an die Tafel gekritzelt hat, sollen Kinder am Nachmittag selbst anwenden. Denn wer selber macht, versteht besser. Damit Hausaufgaben den schulischen Erfolg unterstützen, sollten sie also ganz in Ruhe und mit der richtigen Einstellung erledigt werden. Aber wie sorgt man dafür, dass das Kind nicht gefrustet über den Mathehausaufgaben hockt?

Wir verraten euch sechs Tipps und Tricks, mit denen ihr eurem Kind die Hausaufgaben erleichtern könnt.

1. Pause vor den Hausaufgaben

Niemand kann einen ganzen Tag durchpowern. Nach fünf, sechs oder mehr Schulstunden müssen Kinder erst einmal durchatmen dürfen. Vor den Hausaufgaben sollten sie also etwas essen und trinken und sich ausruhen dürfen, nach draußen gehen oder den Kopf anderweitig abschalten können. Am besten nicht vorm Fernseher, dem Handy oder der Konsole.

2. Der richtige Platz für die Hausaufgaben

In der Schule sitzen die Kinder den ganzen Tag an ihren Tischen und sind in ihrer Bewegungsfreiheit begrenzt. Da ist es doch sehr verständlich, dass sie zu Hause nicht weiter starr am Tisch sitzen wollen, wenn sie ihre Hausaufgaben erledigen. Gerade wenn es darum geht, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen oder mal ein bisschen über den Tellerrand zu schauen, kann auch das Sofa, Bett oder sogar der Fußboden zum Platz für die Hausaufgaben werden. Hauptsache, das Kind kann sich auf seine Aufgabe konzentrieren.

Nur wenn sich dein Kind schnell ablenken lässt, kann es helfen, einen Ort zu haben, der ausschließlich für die Hausaufgaben gedacht ist. Das kann der Schreibtisch im Kinderzimmer sein, aber auch der Küchentisch. Wichtig ist, dass es wirklich keinerlei Ablenkungen wie Radio, TV, Spielsachen oder auch Geschwister gibt.

3. Unbeliebteste Hausaufgaben zuerst

Die meisten Menschen neigen dazu, schwierige Aufgaben hinten anzustellen. Das machen Kinder mit ihren Hausaufgaben auch oft. Dabei lohnt es sich wirklich, die fiesesten, kniffligsten oder auch aufwendigsten Aufgaben als erstes anzugehen. Denn es gibt einem ein großartiges Gefühl, wenn man die durchgeackert hat.

Mit Hausaufgaben bei Kindern verhält es sich genauso. Ist die schwerste erstmal erledigt, können Kinder mit Leichtigkeit, stolz geschwellter Brust und einer großen Portion Motivation auch die anderen schaffen.

4. Kleine Pausen während der Hausaufgaben

Kinder sollten nicht an ihren Hausaufgaben kleben, bis diese beendet sind. Vor allem dann nicht, wenn sie mal nicht weiterwissen. Denn das Starren auf die Aufgabe allein löst sie nicht. Animiere dein Kind stattdessen, ruhig mal aufzustehen, wenn es bei einer Aufgabe nicht weiter kommt. Der Gang zur Toilette, in die Küche oder einfach eine Runde durchs Zimmer kann helfen, neue und andere Lösungsansätze zu finden.

5. Hausaufgaben sollten nie eine Strafe sein

Hausaufgaben gehören einfach zur Schule dazu. Kinder lernen dadurch, sich Dinge allein zu erarbeiten, ihren Tag zu strukturieren und festigen dabei Unterrichtsinhalte. Sie sind also vielmehr eine Verlängerung der Schule und ein Hilfsmittel für Kinder beim Lernen.

Eltern, die ihre Kinder mit Hausaufgaben bestrafen, nehmen ihnen diese Lernhilfe. Denn das Kind wird Hausaufgaben von dem Zeitpunkt an immer mit etwas Negativem verbinden. Es spürt lediglich den Zwang, nicht jedoch den Nutzen von Hausaufgaben.

6. Hausaufgaben belohnen ist der falsche Weg

Hat man einen kleinen Hausaufgaben-Verweigerer zu Hause, kann man sich als Eltern schnell verleiten lassen, ihn bei erledigten Hausaufgaben mit einem kleinen Geschenk positiv bestärken zu wollen. Oder ihm gar eine kleine Belohnung in Aussicht zu stellen, wenn er denn seine Hausaufgaben macht. Schließlich will man das Kind dazu animieren, die Hausaufgaben regelmäßig zu machen. Aber das ist der falsche Weg.

Kinder müssen lernen oder vielmehr verstehen, dass sie Hausaufgaben nicht für die Eltern oder den Lehrer machen. Sondern sie machen sie einzig für sich. Für ihren schulischen Erfolg. Das heißt nicht, dass sich das Kind nicht etwas gönnen kann, nachdem es intensiv und hart an einer Aufgabe gearbeitet hat. Das kann es durchaus. Aber es ist wichtig, dass es sich selbst belohnt, selbst stolz auf seine Leistung ist und sich so weiter motiviert.

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