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Hausaufgaben richtig organisieren

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 13. Juni 2008
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Hausaufgaben sind meistens für alle Beteiligten ein unangenehmes Thema: Die Kinder haben nie Lust dazu und die Eltern wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Mit der richtigen Organisation wird das häusliche Pflichtprogramm zum Kinderspiel!

Die Rolle der Eltern
Versuchen Sie einen Kompromiss zwischen der flüchtigen Kontrollfrage ("Hast Du Deine Hausaufgaben gemacht ?“) und einer zu starken Präsenz (Sie machen die Übungen anstelle Ihres Kindes) zu finden. Die Aufgabe der Eltern besteht darin, die Arbeit ihres Kindes zu betreuen und bei Bedarf zu helfen. Dabei sollte man sich immer wieder vor Augen führen, dass die Hausaufgaben dazu da sind, den gelernten Stoff aus der Schule im Gedächtnis zu verankern und zu Hause in die Praxis umzusetzen.

Gewohnheiten schaffen
Legen Sie für den Beginn der Hausaufgaben wenn möglich immer die gleiche Uhrzeit fest. Gönnen Sie Ihrem Kind nach der Schule eine kleine Erholungspause (denn der Schultag war sicherlich sehr anstrengend!) aber bleiben Sie konsequent: Ein regelmäßiger Rhythmus ist der Schlüssel zum Erfolg!

Ausstattung
Ihr Kind benötigt die richtigen Hilfsmittel, um gut arbeiten zu können. Achten
Sie darauf, dass Ihr Schüler-Schützling auf seinem Schreibtisch alle nötigen Arbeitsutensilien in greifbarer Nähe hat: Stifte, Taschenrechner, Federmäppchen,
Wörterbuch, Lineal, Textmarker, Radiergummi...

Für ideale Rahmenbedingungen sorgen
- Beseitigen Sie sämtliche Lärm- und Störquellen! Schalten Sie den Fernseher aus (selbst wenn der Bruder oder die Schwester gerade einen Film ansehen möchte. Die Hausaufgabenstunde muss allen heilig sein!). Als erstes wird alles ausgepackt und zurechtgelegt: das Hausaufgabenheft, die Hefte, Bücher und alle sonstigen Schulmaterialien. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, eine gute Organisation zu finden:

- Die Hausaufgaben, die für den nächsten Tag fertig sein müssen, werden zuerst gemacht. Ansonsten spielt die Reihenfolge keine Rolle. Fangen Sie mit der Aufgabe an, die Ihrem Kind am meisten liegt.

- Bleiben Sie ruhig und zuhörbereit. Regen Sie sich nicht auf, sondern machen Sie Ihr Kind in einem behutsamen Ton auf seine Fehler aufmerksam und helfen Sie ihm dabei, die Schwierigkeiten zu bewältigen.

- Übernehmen Sie nicht die Lehrer-Rolle. Das übersteigt Ihren Kompetenzbereich! Sie können einen Begriff erklären, Ihrem Kind dabei helfen, ein Kapitel zu lernen, aber Sie sollten aus den Hausaufgaben keine Wiederholung der Schulstunde machen! Das könnte Ihr Kind unnötig verwirren, denn schließlich ist es an die Unterrichtsmethode seines Lehrers oder seiner Lehrerin gewöhnt.

- Sie müssen nicht die ganze Zeit neben Ihrem Kind sitzen! Manchmal ist es besser, einer anderen Beschäftigung nachzugehen und eine gewisse Distanz zum Schüler zu schaffen. Dadurch lernt Ihr Sohn oder Ihre Tochter selbstständig zu arbeiten ohne sich ganz alleine und auf sich selbst gestellt zu fühlen.

Eine gewisse Zeit... aber nicht zu lange
Wenn Ihr Kind noch in der Grundschule ist fragen Sie am besten seinen Klassenlehrer, wie viel Zeit für die Hausaufgaben aufgewendet werden sollen. Versuchen Sie sich ungefähr an diese Vorgabe zu halten. Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf darüber, wie Sie Ihrem Liebling einen Stoff beibringen können, den er nicht verstanden hat.

Gehen Sie stattdessen zum Klassenlehrer in die Sprechstunde und bitten Sie ihn darum, Ihrem Kind den unverstandenen Stoff oder einen unklaren Punkt noch einmal zu erklären. Es gibt nichts Schlimmeres als nicht enden wollende, fruchtlose Hausaufgaben, die zum Drama werden.

Es ist auch kein Weltuntergang, wenn die Hausaufgaben ausnahmsweise einmal nicht fertig werden. Schreiben Sie dem Lehrer eine kurze Mitteilung ins Heft, damit er die Umstände versteht.

Aufräumen
Sobald Ihr Kind mit den Hausaufgaben fertig ist, sollte es seinen Schreibtisch aufräumen und die Schultasche für den nächsten Tag packen. Das hilft dem kleinen ABC-Schützen gleichzeitig, seine Gedanken zu ordnen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Außerdem ist diese letzte Etappe die Voraussetzung dafür, dass Ihr Kind danach ausgeglichen ist, einen schönen Abend verbringen kann und bestens für den nächsten Schultag vorbereitet ist.

von Linda Chevreuil

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