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4 Tricks, mit denen du es schaffst, dass die Kinder im Haushalt helfen

von Inga Back Veröffentlicht am 13. August 2018
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So lange sie klein sind, können Kinder noch nicht viel im Haushalt helfen und wenn sie älter werden, wollen sie es meist nicht mehr. Doch man kann dieses Dilemma mit ein paar einfachen Tricks umgehen.

Die einen versuchen ihre Kinder zur Hausarbeit zu bewegen, in dem sie sie dafür bezahlen. Für die anderen ist das ein absolutes No-Go. Sie setzen stattdessen lieber auf Haushaltspläne. Egal, wie man es macht, eins haben alle Eltern gemeinsam: Alle möchten, dass ihre Kindern lernen, im Haushalt mitzuhelfen.

Das hat auch gute Gründe. Kinder, die im Haushalt mit anpacken, entwickeln schon früh einen Sinn dafür, dass auch sie etwas zu einer Gemeinschaft beitragen können. Sie entwickeln mehr Selbstvertrauen und lernen Verantwortung für etwas zu übernehmen. Sie entwickeln sogar ein Gespür für die Bedürfnisse anderer Menschen. Alles wundervolle Eigenschaften, mit denen wir allerdings nicht geboren werden, sondern die wir erst noch lernen müssen. Abhängig vom Alter des Kindes können die Wege, wie wir diese Werte vermitteln, jedoch variieren.

Das oberste Gebot: Lasst sie helfen, solange sie es möchten

Was wäre, wenn wir selbst daran Schuld wären, wenn unsere Kinder nicht im Haushalt helfen möchten? Der Gedanke klingt etwas absurd, denn wer räumt schon gerne alleine auf? Doch diese Theorie ist gar nicht so abwegig.
Denken wir zum Beispiel an Kleinkinder, fällt schnell auf, dass sie sehr wohl Spaß am Aufräumen haben. Sie möchten Mama liebend gerne helfen, wenn sie die Spülmaschine ausräumt, staubsaugt oder die Wäsche faltet.

Das Problem dabei ist, dass sie noch nicht wirklich helfen können. Sie sorgen eher dafür, dass wir drei Mal so lange für die Aufgabe brauchen. Dass dabei ein paar Teller zu Bruch gehen oder auch dafür, dass es nachher schlimmer aussieht als vorher. Deshalb neigen die meisten Eltern dazu, den Haushalt dann zu erledigen, wenn die Kinder nicht da sind oder schlafen. Sie wollen in Ruhe aufräumen, ohne ihre hilfsbereiten Lieblinge.

Doch genau da liegt das Problem: Wer seinen kleinen Kindern nicht zeigt, dass auch sie zum Haushalt beitragen können, wird seine großen davon nicht mehr überzeugen können.

Nutzt also den kindlichen Enthusiasmus. Lasst sie helfen und zeigt ihnen, dass Hausarbeit Spaß machen kann und dass auch sie schon gebraucht werden. Auch die Kleinen können schon zu einer Gemeinschaft beitragen. Sie werden anschließend mächtig stolz auf sich sein und diesen Enthusiasmus bei der Hausarbeit mit etwas Glück beibehalten.

Denkt dran: Der Weg ist das Ziel

Nicht nur Kleinkinder, sondern auch Grundschüler sind noch nicht dazu in der Lage, das worum wir sie bitten, in Perfektion durchzuführen. Hausarbeit wird auch bei älteren Kindern noch lange dauern und das Endergebnis wird alles andere als perfekt sein. Aber darum geht es nicht: Wichtig ist, dass die Kinder es selbst machen und zwar so, wie sie möchten und können.

Kindern macht es keinen Spaß, wenn wir jeden ihrer Handgriffe kontrollieren und ihnen erklären, wie es vermeintlich besser geht. Damit würden wir das genaue Gegenteil von dem erreichen, was wir möchten. Sie würden Hausarbeit in Zukunft meiden.

Das nächste Mal, wenn die Kinder also beim Putzen helfen möchten, gib ihnen einen Eimer mit Wasser und etwas Reinigungsmittel darin und lass sie sich in einem gefliesten Raum austoben. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Raum nachher etwas sauberer sein wird als vorher. Und so lange der Boden nicht von zu viel Wasser kaputt gehen kann, ist es auch nicht schlimm, wenn gewaltige Schaumberge auf dem Boden landen. Es gibt sogar Kulturen, in denen der Raum beim Putzen immer geflutet wird. Also: Freu dich, dass du ein To-do weniger auf deiner Liste hast und dass deine Kinder jetzt Hausarbeit mit Spaß in Verbindung bringen.

Sagt ihnen nicht immer, was sie tun sollen

Statt euren Kindern immer eine vorgeschriebene To-do-Liste zu geben, auf denen ihr ihnen genau sagt, was sie tun sollen, helft ihnen dabei, selber zu erkennen, was getan werden muss. Zeigt zum Beispiel auf den überquellenden Mülleimer und fragt sie, was ihr tun könntet, damit dieser in Zukunft nicht mehr überquillt. Sucht anschließend gemeinsam nach Lösungen.

Damit erzieht ihr nicht nur Kinder, die gute Helfer im Haushalt sind, sondern ihr ebnet euren Kindern auch den Weg für schulischen und sogar beruflichen Erfolg. Denn sie werden lernen mitzudenken. Sie werden also nicht erst warten, bis ihnen ihre Lehrer oder später ihre Chefs sagen, was sie tun sollen, sondern sie werden proaktiv handeln.

Vertraut ihnen auch bei wichtigen Aufgaben

Wer seine Kinder also helfen gelassen hat, als sie klein waren, sie nicht übermäßig kontrolliert hat, als sie älter wurden und ihnen beigebracht hat mitzudenken, der hat mit etwas Glück kompetente Teenies aufgezogen. Jetzt können sie schon ganz selbstständig die Spülmaschine ausräumen, staubsaugen und so ziemlich jede andere Aufgabe erledigen, die wir Erwachsenen auch machen. Trotzdem gibt es viele Eltern, die ihre Teenager vor bestimmter Hausarbeit schonen. Dabei ist das gar nicht nötig. Es bewirkt sogar Wunder für ihr Selbstbewusstsein, wenn sie merken, dass ihr ihnen auch wichtige Aufgaben zutraut und ihnen dabei sogar freie Hand lasst.

Überlasst ihnen also ruhig auch größere Aufgaben. Auch Teenager können den Rasen mähen oder bügeln. Ihr könnt sie sogar in große Projekte mit einbeziehen. Wenn ihr zum Beispiel schon länger vorhattet, den Flur neu zu tapezieren, dann bittet eure Teenies einfach um Hilfe. Es ist wichtig für Kinder zu sehen, dass ihr gemeinsam Projekte als Familie stemmt. Anschließend könnt ihr auch alle zusammen stolz auf das sein, was ihr geleistet habt.

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