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Kindergetränke: Was und wie viel sollte mein Kind täglich trinken?

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 13. Oktober 2016

Genau wie Erwachsene müssen auch Kinder genug trinken. Nur, was und wie viel davon? Wir klären über Kindergetränke auf!

Viele Erwachsene nehmen häufig zu wenig Flüssigkeit zu sich. Ebenso sieht es bei Kindern aus, allerdings haben diese im Vergleich zu Erwachsenen noch kein ausgeprägtes Durstgefühl. Wie vieles andere müssen sie auch das erst kennenlernen.

Darüber hinaus vergessen Kinder häufig zu trinken, weil sie durch Spielen und Toben völlig abgelenkt sind und eben andere Prioritäten setzen.

Haben Kinder jedoch zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen, werden sie schnell unkonzentriert und genauso flott wird das liebe Kleine dann auch unleidig – wie manch ein Erwachsener übrigens auch. Umso wichtiger ist es, dass Eltern den Flüssigkeitsbedarf ihrer Kids genau im Blick haben und ihnen genug zu trinken anbieten.

Trinkmengen für Kinder im Überblick

Diese Referenzwerte hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gemeinsam mit den Gesellschaften für Ernährung in Österreich und der Schweiz (D-A-CH) veröffentlicht. Die Menge wird pro kg Körpergewicht gerechnet.

Säuglingen könnt ihr, wenn es im Sommer besonders heiß ist oder bei Erkrankungen wie Durchfall oder Fieber zusätzlich zu Mutter- oder Flaschenmilch etwas Wasser anbieten. Wichtig dabei: Achtet bei stillem Mineralwasser darauf, dass das Wasser zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist. Aufschluss darüber gibt das Etikett auf der Flasche.

Gewöhnt ihr euer Kind schon an Nahrung, so sollten zusätzlich zur Beikost auch regelmäßig Getränke auf dem Speiseplan stehen.

Kindergetränke: Wasser

Grundsätzlich gilt: Kindergetränke sollten möglichst immer ungesüßt sein. Daher ist Wasser, egal ob Leitungswasser oder Mineralwasser, ideal für Kinder.

Übrigens: Das deutsche Leitungswasser zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Wenn ihr genau wissen möchtet, wie es um die Trinkwasserqualität in eurer Gemeinde bestellt ist, könnt ihr beim Gesundheitsamt oder bei den Wasserwerken nachfragen.

Daher muss Leitungswasser heutzutage auch nicht mehr zwingend abgekocht werden, allerdings sollte das Wasser immer eine Weile laufen, wenn es, beispielsweise über Nacht, in der Leitung stand.

Bei Sprudel solltet ihr zum einen beachten, dass die Kohlensäure schnell zu einem Blähbauch und damit verbundenen Bauchschmerzen kommen kann. Hat euer Kind Schäden an den Zähnen, so kann die Kohlensäure diese verschlimmern.

Kindergetränke: Tee

Als Alternative zu Wasser könnt ihr eurem Kind ungesüßte Kräutertees wie Kamille, Fenchel, Melisse und Lindenblüte anbieten. Auch ungesüßte Früchtetees wie Hagebutte oder Apfel eignen sich als Kindergetränke.

​Inzwischen gibt es auch immer häufiger Kindertees wie von Teekanne, Milford, Hipp, Alete & Co. hier müsst ihr allerdings unbedingt drauf achten, dass die Produkte keinerlei Zucker enthalten. Neuerdings gibt es auch Tees, die mit beispielsweise Stevia gesüßt werden, wie von TeeFee.

Kindergetränke: Frucht- & Gemüsesäfte

Ganz hoch im Kurs stehen bei Kindern auch Frucht- und Gemüsesaft. An sich super, schließlich sind sie lecker und liefern auch noch eine Menge Vitamine. Aber gerade Fruchtsäfte bringen auch eine Menge Zucker mit ins Spiel, der schädigt vor allem die Zähne.

Daher sollten Fruchtsäfte möglichst nur mit Wasser verdünnt angeboten werden: 1 Teil Saft vermischt mit 2, besser 3 Teilen Wasser. Gemüsesäfte können bei Kindern, die "schlechte Esser" sind auch unverdünnt als zusätzliche Mahlzeit angeboten werden.

Milch zählt nicht zu Getränken

Milch ist übrigens eher ein sättigendes Lebensmittel und weniger ein Getränk. Dennoch deckt auch Milch einen Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs. Übrigens solltet ihr eurem Kind im ersten Lebensjahr besser keine Kuhmilch geben, da diese nicht so gut verträglich ist.

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