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4 Tipps, um Kindern Dankbarkeit beizubringen

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 8. Juni 2019

Danke sagen ist höflich, wenn jemand einem beispielsweise etwas schenkt. Kinder werden oft mit dem Satz animiert: "Na, was sagt man da?" Das Danke kommt ihnen dann zwar zögerlich über die Lippen, aber so richtig dahinter stehen sie oft nicht. Wie bringt man Kindern also Dankbarkeit bei?

Eigentlich kann man Dankbarkeit niemandem beibringen. Schließlich ist es ein Gefühl, das wir empfinden, wenn uns jemand hilft, zur Seite steht oder uns beschenkt. Wir können unseren Kindern aber dabei helfen, dieses Gefühl in sich zu entdecken und ihnen erklären, was es heißt, dankbar zu sein und warum es so wichtig ist.

1. Leb ihnen Dankbarkeit vor

Kinder orientieren sich in allen Bereichen des Lebens an ihren Eltern, auch was den Umgang mit anderen Menschen angeht. Sehen sie also täglich, wie Mama und Papa mit anderen umgehen, wie sie mit ihnen sprechen, ihnen die Hand schütteln oder sich bei ihnen bedanken, dann hinterlässt das Spuren.

Wichtig für Kinder ist also, um eine Idee von Dankbarkeit zu bekommen, Dankbarkeit zu sehen, zu hören und zu erleben. Und dazu gehört auch, dass Mama und Papa ihnen am Anfang sagen, in welchen Situationen man sich bedankt. Ein plattes: "Na, was sagt man da?" ist dabei allerdings nicht ausreichend. Es ist wichtig, dass das Kind versteht, warum und wofür man Danke sagt.

Erklärt eurem Kind beispielsweise, dass es toll ist, dass Oma bei ihrem Besuch eine Kleinigkeit mitbringt, weil es zeigt, dass sie an ihren Enkel gedacht hat, sich auf ihn gefreut hat und dass es ihr Spaß macht, ihm eine Freude zu machen. Und mit einem Danke widerrum, kann man Oma ganz leicht eine Freude und sie glücklich machen.

2. 'Übt' dankbar sein in Rollenspielen

Kinder lernen Dinge am besten, wenn sie diese selbst machen. Das gilt auch für die Dankbarkeit. Spielt mit eurem Kind deshalb gemeinsame Rollenspiele. Im Kinder-Kaufmannsladen lassen sich viele Situationen spielen, in denen Dankbarkeit gezeigt und erklärt werden kann. Beim Puppentheater können sich die Figuren, gespielt von dir und deinem Kind, gegenseitig Dankbarkeit zeigen. Und zwar nicht nur beim Austausch von Dingen.

Es ist wichtig, dass Kinder lernen, dass man sich nicht nur bedankt, wenn man etwas Materielles bekommt. Auch Hilfe von Mama und Papa oder einem Freund in einer schwierigen Situation verdient Dankbarkeit, genauso wie andere Gesten.

3. Helft ihnen, dankbar sein zu können

Etwas, das wir täglich erleben, verliert für uns an Besonderheit. Wir sehen es dann als gegeben an. Bei Geschenken und Kindern ist das ein bisschen ähnlich. Bekommen Kinder häufig und viel geschenkt, verlieren diese Dinge an Besonderheit und auch Wert. Es sind nur einige unter vielen. Für Kinder kann es so zur Selbstverständlichkeit werden, immer neue Dinge zu bekommen. Dankbarkeit werden sie vermutlich nicht empfinden.

Das heißt nicht, dass man seinem Kind nicht auch einen Wunsch 'außer der Reihe' erfüllen darf. Ganz und gar nicht. Als Eltern sollte man nur darauf achten, dass es nicht zur Gewohnheit wird.

Wie haltet ihr das eigentlich mit dem Schenken? Gibt's bei euch öfter mal was außer der Reihe? Oder schenkt ihr nur zu Geburtstagen und anderen Feiertagen? Das wollen wir in unserer großen Geschenke-Umfrage von euch wissen. Nehmt daran Teil und gewinnt mit ein bisschen Glück eines von 4 Gewinnpaketen von Fisher-Price im Wert von ca. 100 Euro. Hier geht's zur Umfrage.

4. Nicht nur Erwachsenen danken

Für Kinder wird es recht schnell zur Routine, Erwachsenen zu danken. Bei Gleichaltrigen hingegen machen sie das oft nicht. Lasst sie also wissen, dass sich jeder über ein Dankeschön freut. Erwachsene genauso wie andere Kinder.

Dankbar sein und Dankbarkeit erfahren machen schließlich auch glücklich.

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