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"Mama, ich muss mal!" 15 Anti-Stress-Tipps für lange Autofahrten mit Kindern

von Redaktion Veröffentlicht am 11. August 2018
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Endlich Urlaub: Das Auto ist bis unters Dach vollgepackt mit Kinderspielzeug, Strandklamotten und aufblasbaren Schwimmtieren. Die Kühlbox ist randvoll, Bügeleisen und Herd aus, Kinder an Bord - endlich kann es losgehen. Doch was dann kommt, ist so vorhersehbar wie unvermeidlich: Kaum ist man zehn Minuten auf der Autobahn, schon geht es los: "Mama, wie lange noch?"

Egal wie nett und wohlerzogen die lieben Kleinen auch sein mögen: Auf einer Autofahrt in den Urlaub mutiert jedes Kind früher oder später zum Mini-Motzkopf. Doch wer auf den Terror von der Rückbank eingestellt ist und weiß, was zu tun ist, der ist bestens gegen die kleinen Dickköpfe gewappnet. Hier sind deshalb die klassischen 15 Sätze, die alle Eltern auf jeder Urlaubsfahrt zu hören bekommen, und die passenden Rettungsmaßnahmen für gestresste Eltern. Wir wünschen gute Fahrt!

1. "Ich hab Bauchweh!"

Am besten erst mal ein Pfefferminzbonbon anbieten. Bauchweh ist der erste Vorbote der Übelkeit und das wäre jetzt gerade der Worst Case. Was auch gut funktioniert: Ablenkung! Auch, wenn es bei vielen Eltern nicht gern gesehen ist, ein iPad kann Wunder wirken. Am besten ladet ihr vor der Autofahrt noch pädagogisch wertvolle Spiele runter, wie zum Beispiel "DieMaus".

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2. "Wie lange noch?"

Jetzt auf keinen Fall zu einer ehrlichen Stundenangabe hinreißen lassen. Niemals! Besser diplomatisch antworten: "Es ist weiter als in den Supermarkt, aber weniger weit als zu Onkel Anton." Die Langweile könnt ihr auch mit einem Spieleklassiker fürs Auto wie "Ich sehe was, was du nicht siehst" oder bei größeren Kindern mit "Autokennzeichen raten" überbrücken.

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Wem das zu öde ist, oder wer als Elternteil auf dem Beifahrersitz auch mitspielen möchte, dem empfehlen wir eine Partie Autofahrt-Bingo! Statt Zahlen müssen vorher festgelegte Gegenstände "gesammelt" werden. Erstellt schon vor der langen Autofahrt mit euren Kindern Bingo-Listen, eine für jeden Mitspieler. Auf diesen Listen stehen 10-20 Gegenstände wie "Grünes Auto", "Kennzeichen aus Hamburg (HH)" oder "Gelbes Nummernschild". Jeder, der mitmachen möchte, bekommt vor der Fahrt eine der Listen. So sind die Kinder die ganze Autofahrt damit beschäftigt, aus dem Fenster zu schauen und die Gegenstände zu suchen, um als erster "Bingo!" zu rufen. Wer gewinnt, bekommt einen kleinen Preis.

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3. "Mir ist zu warm."

Ah ah, hier will jemand nur was maulen! Dank der Klimaanlage ist es absolut nicht zu warm. Am besten mal kurz die Sitzheizung anmachen, damit die lieben Kleinen merken, was wirklich warm ist ...

Aber Vorsicht: "Mir ist warm" ist in der Kindersprache oft Synonym für: "Mir ist gleich schlecht". Deshalb unbedingt in Alarmstellung bleiben. Wenn das Kind jetzt auch kein Spielzeug oder ein Bonbon möchte, dann schon mal die Tüte bereithalten oder die nächste Raststätte anpeilen ...

4. "Die XY macht sich total breit."

Kinder, die auf dem Rücksitz streiten sind der Klassiker bei langen Autofahrten. Doch wenn es um die Platzansprüche geht, kann eine Grenzpolitik helfen. Dafür einfach ein Handtuch einrollen und es als sichtbare Grenze genau zwischen die Streithähne legen. Jetzt ist klar: Jeder hat gleich viel Platz zur Verfügung.

5. "Ich muss mal Pipi."

Jetzt ist jedes Ablenkungsmanöver erlaubt, um die kleinen Plagegeister ein wenig von der vollen Blase abzulenken, bis die nächste Toilette in Sicht ist. Gebt alles und greift gerne auf Tipp 1 und 2 zurück. Zu viel Zeit solltet ihr euch bei der Suche nach einer Rastmöglichkeit aber nicht lassen, denn die Spanne zwischen "Ich muss Pipi" und "Uuups" kann winzig klein sein.

6. "Mir ist langweilig!"

Versucht es erst mal mit einem der vorgestellten Spiele für lange Autofahrten mit Kindern. Wenn die erschöpft sind, solltet ihr es mit einem spannenden Hörbuch versuchen.

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7. "Ich hab Durst!"

Am besten stellt ihr schon vor Fahrtantritt kleine Getränkeflaschen bereit. Am praktischsten sind welche mit Sportlerverschluss, da die Kinder daraus ganz ohne Malheur trinken können. Tipp: Mit stillem Wasser oder Saftschorlen ohne viel Kohlensäure befüllen. Tee sorgt nämlich dafür, dass das Pipi-Problem beschleunigt wird, zu viel Kohlensäure kann zu Bauchweh und dem folgenden Punkt führen...

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8. "Die Sonne blendet mich."

Wer keinen professionellen Sonnenschutz zur Hand hat, kann Tücher in die Fenster klemmen. Doch damit das Problem gar nicht erst aufkommt, solltet ihr schon vor der Autofahrt Sonnenblenden an den Innenseiten der Scheiben anbringen. Dann hat sich Problem 3 auch erledigt.

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9. "Mir ist schlecht"

Jetzt heißt es: Keine Panik und erst mal alle Fenster ganz weit auf. Gebt dem grün gewordenen Nachwuchs Anweisungen geben, ruhig durch die Nase ein- und auszuatmen. Im besten Fall ist auch eine Spucktüte parat. Für Eltern gilt: Augen auf, wo die nächste Haltemöglichkeit ist und schnellstmöglich ansteuern. Bei Kindern kann zwischen "Mir ist schlecht" und dem Brechvorgang nämlich nur eine Millisekunde liegen.

10. "Aber hier darf man doch nur 110 fahren ..." "Hier ist Überholen verboten." "Du hast den Blinker vergessen!"

Wer so einen kleinen Besserwisser auf dem Rücksitz hat, der kann sich auf eine extrem anstrengende Fahrt gefasst machen. Deshalb am besten auf die anderen Autofahrer abwälzen: "Du bist jetzt hier der Polizist und musst aufpassen, dass die anderen Autos auch bloß alles richtig machen!"

11. "Ich habe Hunger."

Hier hilft nur akribische Vorbereitung: Apfelstücke, Möhren, Salzstangen, Kekse ... die Zeit bis zur nächsten Essenspause kann lange werden. Aber mit den kleinen Snacks kann man die lieben Kleinen gut hinhalten. Am besten verstaut ihr alles Essbare in praktischen Snackboxen. Eine für jeden Passagier, so können sich die Kleinen ihre Snacks selber einteilen. Und zur Not, hat Mama immer noch einen Vorrat.

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12. "Die XY lässt mich nicht schlafen."

Am besten dem kleinen Störenfried leise zuflüstern: "Psst, wenn dein Geschwisterchen eingeschlafen ist, verrate ich dir ein Geheimnis." Ansonsten funktioniert auch hier wieder Ablenkung in Form von Hörbüchern. Die haben den riesigen Vorteil, dass sie erst spannend sind und dann ganz schnell müde machen.

13. "Ich hab gebrochen."

Mist. Da hilft jetzt nicht mehr viel. Küchenrolle und Feuchttücher raus und aufwischen, lautet die Devise. Hätte man bloß bei Punkt 1 "Ich hab Bauchweh" reagiert. Als kluge Mutter hat man aber eine Wasserflasche zum Gesicht abwaschen dabei, Wechselklamotten und Duftspray gegen den beißenden Geruch im Auto.

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14. "XY ärgert mich dauernd."

Versuch die Gemüter zu beruhigen, indem du ein Spiel vorschlägst oder eine CD einwirfst. Wenn sie weiter streiten, hilft nur noch der finale Rettungsversuch: Einfach bei der nächsten Haltemöglichkeit anhalten, aussteigen, die Streithähne im Auto sitzen lassen (Juhu, Kindersicherung!) und abwarten. Weitergefahren wird erst, wenn Ruhe ist.

15. "Ich hab mein Schnuffeltuch vergessen."

Ein Muss für lange Autofahrten mit kleinen Kindern das Schnuffeltuch-Double. Das sollten Mamas immer dabei haben, denn im Notfall beruhigt nichts mehr als das schmusige Tuch.

Nehmt's gelassen!

Und der letzte Tipp: Nur Mut. Am Ende wird alles gut. Wir selbst waren schließlich mal diese mauligen Kinder. Deshalb: Schmunzeln, Atmen und auf den Urlaub freuen. Jede Fahrt geht irgendwann vorüber!

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