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So gehst du mit Freunden um, die einen anderen Erziehungsstil haben

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 5. Mai 2018
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Jede Mama hat ihre ganz eigene Art, ihr Kind zu erziehen. Der einen sind klare Regeln wichtig, eine andere will ihrem Kind so viel Freiheiten wie nur möglich lassen. Aber wie reagiert man, wenn der Erziehungsstil einer Freundin völlig gegensätzlich zu dem eigenen ist?

Zum Thema Erziehung gibt es wahrscheinlich so viele unterschiedliche Meinungen, wie es Eltern auf der Welt gibt. Während die einen darauf schwören, dass ein Kind strenge Regeln braucht, um seinen Platz im Leben zu finden, sind andere überzeugt davon, dass man dem Kind Freiheiten zugestehen muss, damit es sich entfalten kann. Und wieder andere überlassen alle Entscheidungen dem Kind und stehen ihm höchstens beratend zur Seite. Aber egal welchen Erziehungsstil eine Mama wählt, sie tut das immer mit den besten Absichten. Und deshalb ist kein Erziehungsstil besser oder schlechter als der andere. So lange er für die Familie funktioniert, ist es der richtige Erziehungsstil.

Trotzdem bilden wir uns eine Meinung über die Erziehung anderer Mütter. Wir vergleichen uns, stellen unsere Vorstellungen und unsere Entscheidungen in Frage oder kritisieren (heimlich) die ein oder andere Entscheidung der Freundin oder Bekannten. Manchmal sind unsere Ansichten in Sachen Erziehung sogar so unterschiedlich, dass die Freundschaft darunter leidet.

Aber was tut man am besten, wenn man die Freundin nicht verlieren will, aber ein Problem damit hat, wie sie ihr Kind erzieht?

Sprecht darüber!

Der beste und einfachste Weg, Unstimmigkeiten zu bereinigen, ist natürlich, offen und ehrlich darüber zu sprechen. Ist eure Erziehung unterschiedlich, wird es nicht nur Dinge geben, die du an ihrer Art nicht verstehen kannst, sondern es wird andersherum genauso sein. Sprecht offen über die Dinge, die euch stören oder Kopfzerbrechen bereiten. Achtet aber darauf, dass ihr das nicht anklagend macht. Keiner hört gerne, dass er in den Augen einer anderen Person etwas total falsch macht.

Je nachdem wie eng eure Freundschaft ist oder vielleicht auch schon vor den Kindern war, werdet ihr die Unstimmigkeiten beilegen können. Vielleicht auch nur, indem ihr euch auf den folgenden Punkt einigt:

Misch dich nicht ein!

Stellt man fest, dass man sich in gewissen Punkten zur Erziehung nicht einig werden kann, kann es der Freundschaft helfen, sich darauf zu einigen, sich nicht einzumischen. Bis zu einem gewissen Grad ist das vermutlich kein Problem. Es kann aber dennoch Punkte geben, an denen die Erziehungsmethoden so unterschiedlich sind, dass ein Konflikt vorprogrammiert ist. Aber auch diese lassen sich vermeiden. Nämlich dann, wenn man Kompromisse findet.

Stellt Regeln für das Zusammensein auf!

Es klingt vielleicht ein wenig überzogen, dass man Regeln aufstellen soll, nur damit man friedlich und harmonisch miteinander auskommt, aber eigentlich ist es das gar nicht. Versuchen wir es mal an einem Beispiel zu erklären: Die eine Freundin erzieht ihre Tochter komplett zuckerfrei. Kein Kuchen, keine Gummibärchen, keine Schokolade. Die andere Freundin sieht das mit dem Zucker aber nicht so eng und gibt ihrem Sohn deshalb auch die ein oder andere Kleinigkeit. Auch auf dem Spielplatz oder im Park. Damit es nun nicht zu unangenehmen Konfliktsituationen zwischen den Müttern, aber auch zwischen den Kindern kommt, kann man sich darauf einigen, auf Süßigkeiten zu verzichten, wenn man sich trifft. Obst und andere Snacks kommen bei den Kindern sicher genauso gut an.

Trefft euch ohne Kinder!

Vor allem, wenn man schon vor den Kindern befreundet war, ist es manchmal schwierig, sich in der Mutterrolle als Freundinnen wiederzufinden. Vor allem dann, wenn man als Mutter unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen bezüglich der Erziehung hat. Da kann es helfen, wenn man sich einfach ohne den Nachwuchs trifft. Verabredet euch am Abend auf ein Glas Wein oder ein nettes Essen und quatscht einfach mal über euch. Mit Sicherheit werdet ihr die Kinder nicht völlig außen vor lassen, denn sie sind ein wichtiger Teil eures Lebens. Aber ihr seid eben nicht nur Mutter, sondern auch Frau und Freundin.

Wenn gar nichts hilft...

Es kann sein, dass man viel Zeit und Kraft investiert, um eine Freundschaft zu retten und dabei aber scheitert. Das zu erkennen ist traurig, aber es ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Niemand ist wirklich schuld daran, dass die Freundschaft zerbrochen ist. Vielmehr war es ein Prozess, bei dem man sich auseinander gelebt hat, den aber auch beide Seiten wahrgenommen haben. Denn in allererster Linie wollen wir als Mensch und als Mama uns mit Menschen umgeben, die uns und unseren Kindern gut tun, die uns glücklich machen und zufrieden. Die uns vielleicht auch ein bisschen das Gefühl geben, angekommen zu sein. Und das sind in der Regel Menschen, die uns ähnlich sind, die ähnliche Ansichten und eben auch einen ähnlichen Erziehungsstil haben.

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