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Warum Babys nicht mehr auf dem Bauch schlafen sollten und 3 andere veraltete Regeln

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 11. Januar 2018
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Wie unsere Eltern uns erzogen haben, unterscheidet sich in manchen Punkten bereits gewaltig von dem, was Experten uns heute empfehlen. Vom richtigen Umgang mit dem Fläschchen, bis hin zur Kinderzimmerausstattung - wir zeigen euch, was sich am meisten verändert hat.

Erziehung ist immer auch dem Wandel der Zeit unterworfen. Es tauchen neue Trends auf, die dem Zeitgeist entsprechen. Es werden aber auch immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen. So kann es schon einmal vorkommen, dass die Schwiegermama mit ihrem gut gemeinten Ratschlag leider vollkommen daneben liegt. Damit ihr gewappnet seid für eventuelle Rückfragen, haben wir für euch einige der größten Veränderungen zusammengefasst.

Die beste Schlafposition für Babys

Lange Zeit wurde angenommen, dass Babys auf dem Bauch schlafen sollten. Inzwischen wissen wir jedoch, dass Babys so lange auf dem Rücken schlafen sollten, bis ihre Muskulatur stark genug ist, damit sie sich selbst umdrehen können.

Früher nahm man an, dass man in der Bauchlage einem flachen Hinterkopf vorbeugen könnte. Außerdem erhoffte man sich, dass man so verhindern könnte, dass Babys beim Spucken ersticken. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegen dies jedoch und haben herausgefunden, dass in der Rückenlage das Risiko für den Plötzlichen Kindstod reduziert wird.

Das richtige Babybett

Niedliche Kuscheltiere, selbstgenähte Babydeckchen und Gitterbetten mit einer absenkbaren Seite - früher sah so das typische Babybett aus. Nachdem jedoch mehrere Fälle publik wurden, bei denen sich Babys in der absenkbaren Seite verfangen und eingeklemmt haben, oft sogar mit Todesfolge, ist die Produktion dieser inzwischen verboten.

​In den USA steht selbst das private Weitergeben solcher Bettchen unter Strafe. Heute wissen wir auch, dass sämtliche lose Stoffe im Babybett Gefahrenquellen darstellen. Durch ihre unkontrollierten Bewegungen können Kinder sich darin verfangen und laufen Gefahr zu ersticken.

Heutzutage müssen Babybetten strengere Sicherheitsstandards erfüllen. Modelle, die vor 2011 produziert wurden, sind daher mit Vorsicht zu genießen. Wir decken Babys auch nicht mehr zu, sondern legen sie in einem Schlafsack ins Bett. Kissen und Stofftiere werden ebenfalls nicht mehr in Babybetten gelegt, so süß sie auch sind.

Der Umgang mit der Flasche

Die Mikrowelle war eine Zeit lang das wichtigste Hilfsmittel von Eltern, die ihr Baby mit einem Fläschchen gefüttert haben. Die Flasche wurde schnell in der Mikrowelle warm gemacht und dann dem Baby gebracht, das dann friedlich in seinem Gitterbettchen trank. Heute wird alles anders gemacht.

Ärzte bringen das Trinken im Bettchen inzwischen mit negativen Folgen für Babys Zähne in Verbindung. Zudem wissen wir inzwischen, dass Mikrowellen-Strahlung nicht nur schädlich ist, sie bildet auch punktuelle Hitze aus, sodass die Milch Babys den Mund oder Gaumen verbrennen kann. Außerdem setzt die Hitze schädliche Stoffe in der Flasche sowie Mikroplastik frei.

Das Fläschchen bzw. die Milch muss aber auch gar nicht heiß sein. Inzwischen wissen wir, dass Zimmertemperatur vollkommen ausreichend ist. Heutzutage verwenden wir also Flaschenwärmer oder einen Topf mit heißem Wasser, um Babynahrung zu erwärmen.

Das richtige Essverhalten

Wer kennt den alten Grundsatz nicht, dass der Teller leer gegessen werden muss? Tatsächlich stammt dieser aus einer Zeit des Mangels, in der Essen knapp war. Reserven des Körpers waren überlebenswichtig.

Heute, in einer Zeit, in der Übergewicht zu einer der größten Gefahren in den westlichen Ländern geworden ist, klingt er überholt und unnütz, ja beinah gefährlich. Kinder lernen so ihr Sättigungsgefühl zu ignorieren und darüberhinaus zu essen. Ein gestörtes Essverhalten kann die Folge sein.

Trotzdem sollen Kinder lernen, verantwortungsvoll mit Essen umzugehen und es nicht zu verschwenden. Das ist jedoch eher eine Frage der Portionsgröße. Zeigt euren Kindern, dass sie kleinere Portionen nehmen sollen und sich einen Nachschlag holen können, wenn sie anschließend noch Hunger haben. So lernen Kinder, auf ihr Hungergefühl zu vertrauen, ohne dass dafür große Mengen Essen weggeschmissen werden müssen.

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