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3 Dinge, die wir uns von unseren Müttern abschauen können

von Inga Back Veröffentlicht am 7. März 2019

Jede von uns kann vermutlich eine handvoll Dinge aufzählen, die ihre Eltern gemacht haben, die heute ein absolutes No-Go wären (durfte noch jemand draußen spielen, bis es dunkel war und das ohne ein Handy dabei zu haben?). Es gibt aber auch Dinge, von denen wir und unsere Kinder auch heute noch profitieren würden - und die wir dringend wieder einführen sollten.

Für viele (ältere) Menschen war früher alles einfacher und besser. Vielleicht stimmt das. Vielleicht aber auch nicht und es ist nur unser extrem vernetztes Leben, was unseren Umgang mit Problemen oder Ängsten bezüglich unserer Kinder verändert.

Wo unsere Eltern früher Freunde, den Kinderarzt oder ihre eigenen Eltern gefragt haben, wenn sie Erziehungsrat brauchten, schauen wir heute bei Google, Facebook und Pinterest nach und erhoffen uns da eine Antwort auf unsere Frage. Das

Problem: Im Netz ist gefühlt jeder ein Experte und die Antworten auf nur eine Frage können oft nicht unterschiedlicher sein. Das Resultat daraus sind jede Menge Dinge, die Mamas heute machen "sollten".

Die Ansprüche an Eltern sind dadurch gefühlt so in die Höhe geschossen, dass das Resultat daraus nicht unbedingt eine bessere Erziehung ist, dafür aber umso mehr Schuldgefühle. Das Phänomen hat inzwischen sogar einen eigenen Namen "Mom-Guilt" (zu deutsch: Mama-Schuldgefühle) und betrifft vermutlich die meisten Mamas früher oder später.

Schluss damit! Setzen wir Mom-Guilt ein Ende und sparen es uns auf für die Momente, in denen Sorgen angemessen sein könnten. Wir zeigen euch 3 Dinge, um die ihr euch in Zukunft wirklich keine Gedanken mehr machen müsst - fragt eure Mamas, sie sehen das bestimmt auch gelassen.

1. Kinder sich auch mal langweilen lassen

Als Kind war es immer das schönste Gefühl, wenn man endlich fertig mit den Hausaufgaben war und wusste, dass man den ganzen Nachmittag frei füllen konnte. Wir konnten rauslaufen und bei den Nachbarn klingeln, damit die Kinder auch zum Spielen kamen oder uns zuhause selber beschäftigen wie wir wollten.

Die Kehrseite dieser Freiheits-Medaille: Wir haben uns auch mal gelangweilt, wenn wir nichts zu tun hatten oder das Wetter schlecht war. Unsere Eltern hatten jedoch nicht das geringste Bedürfnis, Verantwortung für unsere Langeweile zu übernehmen. Wir mussten uns selbst beschäftigen. Denn es herrschte weitestgehend der Grundsatz: "Wer sich langweilt, ist selber schuld".

Also haben wir gebastelt, auf dem Spielplatz gespielt oder mit Kreide auf der Straße gemalt - irgendwas fällt Kindern immer ein. Und ihre Fantasie ist sowieso viel besser als Mamas.

2. Kinder alleine Spielen lassen

Eng verwandt mit dem ersten Punkt, aber dennoch ein bisschen anders, ist das Schuldgefühl, wenn wir nicht mit unseren Kindern spielen können. Manchmal passt es zeitlich nicht, weil wir viel zu tun haben. Manchmal möchte man aber auch einfach keine lustigen Stimmen zu Stofftieren imitieren.

Beides ist vollkommen legitim und dennoch fühlt man sich schlecht, weil man die Bitte seines Kindes abgelehnt hat. Dabei ist es sogar gut für Kinder, wenn sie lernen alleine zu spielen.

Alleine Spielen fördert ihre Fantasie und Kreativität, es schult ihr logisches Denken und es kann sogar ihr Selbstvertrauen stärken, wenn sie ganz alleine ein kniffliges Puzzle gelöst haben oder ein kleines Meisterwerk mit Knete oder auch Konstruktionsspielzeug erschaffen haben.

3. Ganz normale Pausenbrote

Früher war es ganz normal, dass wir Butterbrote mit zur Schule genommen haben. Meistens eine Variation aus Käse, Wurst oder Marmelade auf Weißbrot. Heute findet man ganz viele Inspirationen für die "coolste Lunchbox".

​Wenn man sie liest, vermitteln sie einem ratz-fatz das Gefühl, wir müssten Wraps mit Quinoa in mundgerechten Happen zubereiten, Obst prinzipiell nur stern- oder herzförmig anbieten und wenn es schon ein Butterbrot sein muss, dann wenigstens in der Vollkorn-Variante und das auch nur, wenn das Pausenbrot aussieht wie ein niedliches Tier.

Macht man dies nicht, spürt man das schlechte Gewissen aufkommen. Dabei muss auch das nicht sein. Unsere Mamas haben uns schließlich auch mit ganz normalen Pausenbroten groß bekommen und wir fanden sie super lecker. Das Highlight der Brotbox waren ganz normale Snackmöhren, manchmal auch Trauben. Sternförmig war nichts davon.

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