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Mama

5 Dinge, die uns an anderen Müttern nerven!

von Nadine Jungbluth Veröffentlicht am 11. März 2014

Kommen wir einfach direkt auf den Punkt: Mütter sind schrecklich! Besonders diese fünf Mama-Typen können wir nur ganz schwer ertragen. Ihr auch?

1. Ernährungs-Erna

Ja, wir geben es zu: Wir gehen mit unseren Kindern zu McDonald's! Nicht jeden Tag, nicht liebend gerne, aber es kommt vor. Schlimm wird es nur, wenn zufällig Ernährungs-Erna davon Wind bekommt. Diese eine Mami in unserem Bekanntenkreis, die das schlimme M-Wort noch nicht einmal in den Mund nimmt! Die für ihre Kinder nur vegan, bio und glutenfrei kocht und immer frisch geschnippelte Möhrensticks in ihrer Handtasche herumträgt - für den kleinen Hunger zwischendurch. Bei ihrem strafenden Blick, wenn sie unsere Kinder mit einem großen Happy Meal um die Ecke biegen sieht, drehen sich bei uns die Eingeweide um. Eben noch war alles in Ordnung. Doch plötzlich fühlen wir uns wie die schlechteste Mutter auf Erden, die ihre Kinder absichtlich mit atomarem Abfall vergiftet und dafür auch noch Geld zahlt.

Aber - Schluss damit! Liebe Ernährungs-Erna, du kannst deine Kinder gerne mit veganen Bio-Karottensticks abfüllen, bis sie orange anlaufen. Wir finden deine Konsequenz bewundernswert. Aber bitte hör auf, uns mit vorwurfsvollen Blicken und belehrenden Worten zu strafen, nur weil ein Chicken McNugget in deinen Augen der Inbegriff des Bösen ist. Manchmal gibt es eben McDonald's-Tage. Wir stehen dazu. Punkt.

2. Viren-Vera

"Warte mal, ich desinfiziere das kurz!" Und schon hat Viren-Vera ihr Pocket-Sagrotan-Spray gezückt und begibt sich in den unaufhörlichen Kampf gegen Viren, Bakterien und Pilze. Denn ihrer Meinung nach lauern diese kleinen Biester überall, den ganzen Tag und warten nur darauf, unsere Kinder böswillig aus dem Hinterhalt anzufallen und auszuknocken. Darum ist Viren-Vera auch für jede Eventualität perfekt ausgestattet. In ihrer Handtasche - auch Viren-Abwehr-Kit genannt - finden sich neben dem Desinfektions-Spray noch diverse Reinigungs-Tücher, Handwaschmittel, Gels, Schaums und weiß der Himmel welche Chemie-Keulen. Sie und ihre Kinder führen ein Leben in absoluter Sterilität, bei dem jeder Bazillus schon beim Hinsehen schleunigst das Weite sucht.

Es ist ok, liebe Viren-Vera. Während du zum hundertsten Mal am heutigen Tag deine Tücher zückst und deinen Kindern die Patschefinger säuberst, lehnen wir uns zurück und beobachten unsere Kids, wie sie sich vergnügt im Schlamm wälzen. Frei nach dem Motto: Was uns damals nicht geschadet hat, kann auch heute nicht verkehrt sein.

3. Super-Susi

"Meine Chantal hat den ersten Platz im Mal-Wettbewerb gemacht und in ihrer Ballett-Aufführung tanzt sie die Hauptrolle." "Gerade komm ich mit dem kleinen Marvin aus der bilingualen Krippe - er kann 'Kaka' schon auf zehn Sprachen sagen - und jetzt gehen wir zum Babyschwimmen." "Meine Kinder sind einfach so talentiert, das muss man fördern!" Ja, wir lieben Unterhaltungen mit Super-Susi. Denn es geht immer nur um ihre Super-Kinder. Dagegen sehen unsere kleinen Racker ganz schön alt aus, schließlich können die bisher 'Kaka' lediglich machen und nicht sagen und ihre künstlerischen Ergüsse beschränken sich auf Lippenstift-Zeichnungen auf der Wohnzimmer-Wand.

Auch wenn wir beim Gespräch mit Super-Susi regelmäßig dazu geneigt sind, entweder ihr oder uns unverzüglich einen Kopfschuss zu verpassen - hier hilft nur eines: ruhig bleiben, freundlich nicken, das Weite suchen. Und wenn gar nichts mehr hilft und sie gar anfängt, die Sprachen aufzulisten, die ihr zweijähriger Wunderknabe bereits beherrscht: Der Mittelfinger ist international verständlich!

4. Business-Berta

"Wird dir nicht langweilig, den ganzen Tag zu Hause? Also ich könnte das nicht." So lautet der liebste Satz von Business-Berta an ihre nicht berufstätigen Mama-Freundinnen. Denn in ihren Augen sind alle Vollzeit-Mamis faule, Latte-Macchiato-schlürfende, mental verkümmerte Kreaturen, deren größtes Glück darin besteht, fünfmal am Tag die Windel ihres Kindes zu wechseln, während ihnen Business-Berta mit stolzgeschwellter Brust von ihrem neuesten Deal mit einem Großkunden erzählt. In ihrer Verzweiflung fällt den Vollzeit-Mamas dann nichts anderes mehr ein, als Business-Berta zu beschuldigen, sie würde ihre Kinder vernachlässigen! "Du Rabenmutter!"

Jetzt reicht's! Können wir uns einfach darauf einigen, dass sowohl der Job als Vollzeit-Mama, als auch der Job als Business-Mama uns Frauen ganz schön viel abverlangt? Statt uns ständig gegenseitig dafür fertigzumachen, sollten wir uns lieber gegenseitig unterstützen und uns den Respekt entgegenbringen, den wir alle verdient haben.

5. Hippie-Hilda

Mit Hippie-Hilda ist es so eine Sache. Einerseits sind wir schwer beeindruckt von der Ruhe und Gelassenheit, mit der sie selbst die stressigsten Situationen zu meistern scheint. In aller Seelenruhe erzählt sie uns von ihrer spirituellen Erfahrung in ihrer neuen Yoga-Gruppe, während sie zwei plärrende Kinder auf dem Arm hat und zwei weitere im Zickzack um sie herumturnen. Auf der anderen Seite möchten wir ihr am liebsten an die Gurgel springen, wenn ihre Kinder ungestört unser Wohnzimmereinrichtung auseinandernehmen, während sie an ihrem Yogi-Tee nippt und erklärt: "Kindern muss man Freiraum lassen, damit sie sich entfalten können."

Liebe Hippie-Hilda, anti-autoritär schön und gut. Aber es schadet nicht, seinen Kindern beizubringen, dass ein Fernseher kein Fußballtor ist und eine Vase kein Urinal. Andernfalls kann sich deine Kohle gerne demnächst auf unserem Bankkonto völlig frei entfalten.

von Nadine Jungbluth

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