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5 unrealistische Erwartungen an unsere Kinder, die wir sofort aus unseren Köpfen verbannen sollten

von Nadine Jungbluth Veröffentlicht am 17. September 2014
© Getty Images

Wir sind nicht perfekt. Und - Überraschung! - unsere Kinder sind es auch nicht.

Sie sind unser Ein und Alles, unsere größten Schätze und sie geben unserem Leben einen ganz neuen Sinn: unsere Kinder! Für alle Eltern ist ihr Kind natürlich das schönste, klügste und tollste überhaupt. Und das ist auch gut so. Doch manchmal sind unsere Erwartungen an die Kleinen dann doch zu groß, um nicht zu sagen unrealistisch! Hier sind 5 Erwartungen, die wir an unsere Kinder stellen, die wir uns besser sparen sollten:

1. Mein Kind muss immer das schnellste sein!

Eigentlich geht es schon bei der Geburt los - der ständige Vergleich mit den anderen. Wessen Baby lächelt als erstes, welches krabbelt früher und welches Kind ist das erste, das läuft? Manche Eltern zerbrechen sich förmlich den Kopf darüber, warum ihr Kind immer noch nicht 'Mama' sagt, wo doch andere Kinder in dem Alter schon ganze Sätze brabbeln. Das kann schnell zu Unsicherheit oder sogar Frust führen.

Liebe Eltern, das Leben ist kein Wettbewerb und euer Kind ist keine Rennmaus. Jeder Mensch entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und das ist auch gut so. Also lasst doch einfach die unsinnigen Vergleiche, setzt eure Kinder (und euch) nicht unnötig unter Druck. Seid lieber stolz auf das, was euer Wonneproppen schon alles kann, statt nur darauf zu schauen, was er noch nicht kann.

2. Mein Kind muss immer freundlich sein!

Ihr gebt euch alle Mühe, euren Kindern von klein auf gute Manieren beizubringen. Schließlich sollen sie auf keinen Fall so freche Gören werden, wie die Kinder von XY! Nein, eure Kinder nicht. Sie werden artig 'bitte' und 'danke' sagen, im Bus der alten Dame ihren Platz anbieten und Schimpfwörter werden sie gar nicht erst kennen!

Pustekuchen! Kinder sind auch nur Menschen und verhalten sich nicht immer korrekt. Also seid nicht allzu enttäuscht, wenn eure kleinen Engel sich irgendwann als kleine Bengel entpuppen. Ihr wisst doch aus eigener Erfahrung, dass man manchmal im Leben einfach Mist baut. Wichtig ist nur, dass ihr ihnen erklärt, warum ihr Verhalten nicht richtig war, damit sie es in Zukunft besser machen können.

3. Mein Kind muss erfolgreich sein!

Gute Noten, sportlich, musikalisch, künstlerisch begabt, hochtalentiert - viele Eltern glauben, dass ihr Kind ganz sicher ein erfolgreicher Star (oder Arzt, Anwalt, Manager, etc.) werden wird. Wenn die Kleinen dann die erste 5 im Zeugnis nach Hause bringen, ist die Enttäuschung oft groß.

Nicht aufregen, ganz ruhig bleiben. Statt euer Kind mit viel zu hohen Erwartungen unter Druck zu setzen, solltet ihr euch lieber hinsetzen und gemeinsam mit ihm für die nächste Mathearbeit pauken. Dann wird aus der 5 ganz schnell eine 3. Und am Ende ist es euch doch ganz egal, ob Paulchen Arzt, Kindergärtner oder LKW-Fahrer wird - Hauptsache er ist glücklich.

4. Mein Kind muss mich bedingungslos lieben!

'Ich habe das Kind auf die Welt gebracht, also muss es mir auf ewig dankbar sein und mich bedingungslos lieben.' Diesen Gedanken haben leider immer noch viele Eltern.

Aber stopp! Nur weil ihr verwandt seid, heißt es nicht automatisch, dass euer Kind euch ein Leben lang vergöttert. Wenn ihr euch als Eltern keine Mühe gebt, dann wird auch das Kind das sehr schnell merken und sich früher oder später abwenden. Und selbst wenn ihr alles richtig macht, gibt es immer Phasen im Leben, wo ihr von eurem Kind vielleicht nicht die Liebe und Dankbarkeit bekommt, die ihr gerne sehen würdet. Seid darüber nicht zu enttäuscht. Gebt einfach euer Bestes, die Zeiten ändern sich meist wieder und ihr werdet sehen: die Liebe ist da!

5. Mein Kind muss alles besser machen als ich

Wir wünschen uns, dass unsere Kinder immer alles richtig machen. Tag für Tag erklären wir ihnen, was im Leben richig und was falsch, gut und schlecht ist. Denn Kinder kennen die Spielregeln des Lebens noch nicht, wir hingegen schon. Doch dabei vergessen wir leider ziemlich oft, dass wir selbst diese Regeln nicht immer so genau nehmen. Wie können wir zum Beispiel von unserem Kind erwarten, dass es nicht raucht, wenn wir selbst ganz gerne zum Glimmstengel greifen?

Kleine Erinnerung: Kinder hören nicht nur, was wir sagen, sie sehen auch sehr genau, was wir tun. Darum sollten alle Eltern mit gutem Beispiel voran gehen und nicht erwarten, dass ihre Sprösslinge automatisch alles besser machen als sie selbst. Und wenn die Kids dann doch mal Fehler machen? Hey, das gehört zum Leben eben dazu. Denn aus Fehlern kann man lernen.

von Nadine Jungbluth