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Sie wurde aus dem Laden geworfen. Doch SO GENIAL wehrte sich diese stillende Mutter!

von Anne Walkowiak Erstellt am 28. August 2014
Sie wurde aus dem Laden geworfen. Doch SO GENIAL wehrte sich diese stillende Mutter!© facebook.com/ Ingrid Wiese-Hesson

Ingrid Wiese Hesson will nach ihrem Einkauf in einer Boutique in Beverly Hills ihr schreiendes Baby füttern. Im hinteren Bereich des Ladens sucht sie sich einen ruhigen Platz. Nur wenige Augenblicke später passiert das Unglaubliche!

Ingrid Wiese Hesson war mit ihrem sechs Wochen alten Sohn einkaufen, als der anfing zu schreien. Hunger, vermutete die Mutter und wollte ihr Kind im hinteren Teil des 'Anthropology' Geschäfts in Beverly Hills stillen. Doch da hatte sie die Rechnung ohne die Store Managerin gemacht. Denn nur wenige Augenblicke nachdem sich Wiese Hesson hingesetzt hatte, wurde sie gebeten, sich in die Damentoilette zurückzuziehen, um da ihr Baby weiter zu stillen.

Die junge Mutter war schockiert, machte ihrem Ärger daraufhin bei Facebook Luft.​

Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich wegen Stillens aus dem Verkaufsraum geschmissen. Nachdem ich 700 Dollar dort ausgegeben hatte, fing mein Baby an zu schreien, also habe ich mich hinten in den fast leeren Laden gesetzt und mir sogar etwas übergelegt, um mich zu bedecken. Innerhalb weniger Augenblicke wurde ich gebeten, an einem anderen Ort weiter zu stillen. Happy Breastfeeding-Monat, Anthropology!

Innerhalb weniger Minuten antworteten ihr hunderte anderer Mütter, die ähnliches erfahren hatten oder ihr einfach nur ihre Unterstützung anbieten wollten. Durch den Zuspruch ermutigt, rief Ingrid noch einmal im Laden an, um mit der Store Managerin über das eben Geschehene zu sprechen. Doch die äußerste nur:

Ich dachte, sie und auch die anderen Kunden würden sich wohler fühlen, wenn sie abseits des Verkaufsraums stillen könnten. Wir müssen allen Kunden gegenüber fair agieren, nicht nur Müttern gegenüber.

Wiese Hesson war schockiert. Nicht nur darüber, dass sie in einem Geschäft für Damenmode so diskriminiert wurde, sondern auch, weil die Managerin des Ladens gegen das kalifornische Gesetz verstoßen hat. Das erlaubt Müttern nämlich, ihr Kind an jedem öffentlichen Ort oder Platz zu stillen.

Wiese Hessons Ärger verbreitet sich wie ein Lauffeuer auf Facebook. Und 24 Stunden nachdem sie ihr Erlebnis gepostet hatte, versammelten sich dutzende wütender Mütter vor dem Anthropology Geschäft und stillten ihre Kinder. Eine Protestaktion, die eine andere Facebook-Nutzerin organisert hatte.

Unmittelbar danach fühlte sich die Chefetage des Geschäfts scheinbar genötigt, eine Entschuldigung auf Facebook zu posten.

Wir bedauern von dem Vorfall aus unserem Geschäft in Beverly Hills hören zu müssen. Als Unternehmen, das selbst hunderte von Müttern beschäftigt, das den Kunden an erste Stelle stellt, zelebrieren wir Frauen in allen Phasen ihres Lebens. Angesichts des Engagements unserer Mitarbeiter stets kundenorientiert zu agieren, werden wir diese Gelegenheit nutzen, um unserer Mitarbeiter im Umgang mit Kunden weiterzubilden.

Eine kleine Genugtuung für Ingrid, aber auch für alle anderen stillenden Mütter. Die Diskussionen über das Stillen in der Öffentlichkeit werden wohl so schnell nicht abreißen. Obwohl es die natürlichste Art ist, sein Baby zu füttern, gibt es immer noch Menschen, die das abstoßend finden. Aber mal ganz ehrlich, würden diese Menschen ihr Mittagessen wohl auch auf der Toilette genießen können?

Den Nachrichtenbeitrag zur ganzen Protestaktion findet ihr hier:

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