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Knallig, laut, sexy: Darum lieben Frauen Pink!

von Heike Schmidt Veröffentlicht am 18. Juni 2014

Kaffeetassen, Turnschuhe oder iPhone-Hüllen - sobald diese Gegenstände in Pink daherkommen, finden viele Frauen sie großartig, Männer lassen dagegen die Finger davon. Die knallige Farbe signalisiert: Das ist nur für Frauen! Doch warum eigentlich? Wir sind dem Mysterium Pink auf den Grund gegangen.

Man sieht sie zuhauf auf jedem Spielplatz: Kleine Mädchen, die komplett in Rosa und Pink gekleidet sind. Ob die Industrie diese Vorliebe nur bedient oder erst entfacht hat, ist schwer festzustellen. Jedenfalls wimmelt es in den einschlägigen Geschäften nur so von Jäckchen, Kleidchen, aber auch Schultaschen oder sogar CD-Playern in Rosa. Schon Dreijährige wissen scheinbar: Rosa gilt als weibliche Farbe – und das spielt in einem Alter, in dem man das eigene Geschlecht entdeckt, eine große Rolle. Aber warum hat der Pastell-Ton diesen Status? Warum gelten nicht Hellgrün oder Dunkelblau als per se 'weibliche' Farben?

Professor Harald Braem, Farbforscher am Institut für Farbpsychologie in Bettendorf, hat sich auf Anregung von 'Labello' Gedanken zur Farbfaszination Pink gemacht und hat diese Erklärung dafür: "Rottöne gehören schon immer eher in die weibliche Welt. Die unterschiedlichen Farbsympathien von Männern und Frauen scheinen genetisch bedingt zu sein und hängen mit Urprägungen zusammen. Die warme rosa Welt stammt daher, dass Frauen sich im Sammlerzeitalter mit dem Beschaffen von Beeren beschäftigt haben. Männer hatten als Jäger und Seefahrer ihren Blick zumeist eher auf den Himmel und das Meer, also Blautöne, gerichtet."

Berühmte Pink-Fans:

Cindy aus Marzahn © Getty Images

Gut, das mag erklären, warum Frauen die Farbfamilie der Rosatöne so mögen und sich Gießkannen, Seifenschalen oder Taschen in dieser Farbe kaufen. Aber ein anderer Grund mag auch sein, dass die Farbe beim Gegenüber bestimmte Gefühle auslöst. Rosa wirkt auf uns liebevoll und sanft – Eigenschaften, die traditionell eher Frauen zugesprochen werden als Männern. Die besänftigende Wirkung von Rosa macht man sich sogar in der Psychologie oder im Strafvollzug zunutze: 'Cool-down-Pink' ('Beruhigungs-Rosa') wird ein Rosaton genannt, der als Raumfarbe extrem ausgleichend auf das Gemüt wirken soll, erklärt Professor Braem.

Gleichzeitig wirkt Rosa aber auch verletzlich und kindlich. "Es weckt bei Männern, aber auch bei Frauen, besondere Schutzgefühle für ihr Gegenüber", sagt Braem. Wer sich ganz in Rosa hüllt, signalisiert also "Von mir geht keine Gefahr aus, ich bin zart und verletzlich". Zu einer niedlichen Vierjährigen passt das. Wer allerdings als durchsetzungsfähige Abteilungsleiterin punkten will, sollte Rosa sparsam dosieren – zumindest im Job. Wir empfehlen Rosa-Fans: Steigen Sie aus Karrieregründen lieber auf Pink um! Warum? Weil es eine ganz andere Wirkung auf Chefs, Kollegen und Männer (!) hat.

Pink: das bessere Rosa

Das knallige Pink ist die laute, freche große Schwester des niedlichen, zarten Rosa. Und: Sie wirkt vor allem auf Männer attraktiver. Ein scheinbar kleiner Unterschied - mit großer Wirkung. Das scheint auch Daniela Katzenberger zu wissen. Die Blondine geizt mit ihren körperlichen Reizen nicht und zieht Pink dem zarten Rosa allemal vor.

Allerdings ist es mit Pink wie mit Parfüm: Wohl dosiert entfaltet es seine Wirkung am besten, zu viel davon wirkt aber ganz schnell billig. Wir raten darum: Wer bei Mode gern auf Pink setzt: Bitte nicht mehr als ein Teil oder ein Accessoire davon am Körper. Weißes Kleid und Riemchensandalen in Knallpink? Super! Aber Kleid in Pink, Ohrringe in Pink und dann noch Schuhe in Rosa oder Lila – bitte nicht! Pink all over steht nur Cindy aus Mahrzahn und allen Frauen, die so aussehen möchten wie sie.

Pink als Einrichtungsfarbe


Auch bei Pink als Einrichtungsfarbe heißt es maßhalten. Eine Seifenschale in Pink bringt Frische und Modernität in ein dröges Bad. Aber Wand, Teppich und Tagesdecke in Pink – sorry, das ist too much und nur bestimmten Etablissements mit überwiegend männlicher Kundschaft vorbehalten. Es muss immer noch ein hoher Weiß- oder Grauanteil im Raum vorherrschen, damit er nicht überladen wirkt und der Hingucker Pink nicht zum Störfaktor wird.

Retro-Sessel 'Jazz' in Pink © Butlers, 199 €

Pink in der Mode

Pink kann einen Look ganz einfach aufpeppen und gern auch einmal im Vordergrund stehen, z. B. mit kleinen Details wie einer Tasche oder einem T-Shirt-Print. Im Bereich Mode empfiehlt Harald Braem für Pink eine Kombination mit Grau, denn "das sogenannte neutrale Grau ist wie ein Chamäleon: Es nimmt die Farbe der Kombination auf und ergänzt sie, statt ihr als Kontrast gegenüberzustehen."

Make-up in Pink

Make-up in Pink wirkt fröhlich, frisch und sexy. Hände weg allerdings von Lidschatten in Pink, denn er lässt auch Strahleaugen ganz schnell verheult aussehen. Beim Augen Make-up also lieber auf das sanfte Rosa setzen. Mutige können sich immerhin einen zarten Lidstrich in Pink ziehen und dazu die Wimpern kräftig tuschen.

Pink auf den Lippen ist ein toller Blickfang und signalisiert Selbstbewusstsein und Trendbewusstsein, denn es wirkt moderner als klassisches Rot. Dabei muss das Pink nicht deckend sein. Wer mit Gloss oder Lippenpflegestift (z.B dem 'Fruity Shine Watermelon' von Labello) in Pink die Lippen betont, nutzt die frische Ausstrahlung der Farbe, ohne sich überschminkt oder zu grell zu fühlen. Dabei lässt es - da es blaustichig ist - die Zähne auch noch weißer wirken. Ein Strahlelächeln ist mit Lippen in der 'Gute Laune Farbe' Pink also gar kein Problem!

Lippenpflegestift von Labello © Fruity Shine Watermelon, um 1,70 €
von Heike Schmidt

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