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Wo bleibt der Traumprinz? Die 10 größten Märchen-Lügen & wie sie unser Leben für immer versaut haben

Diane Buckstegge
von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 25. Februar 2015
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Sooo schön! Nach 100 Jahren Schlaf von einem gutaussehenden Prinzen geweckt zu werden, ist wohl der Traum vieler Frauen. Und gerade deswegen LIEBEN wir Märchen! Sie sind schön, manchmal ein wenig grausam und sie entführen uns in fremde Welten.

Märchen sind genau richtig für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa. Denn geben wir es ruhig zu: Märchen sind nicht nur was für Kinder! Als Erwachsene lieben wir sie noch genauso wie damals, als Mama und Papa sie uns abends vor dem Schlafengehen vorgelesen haben.

Allerdings haben wir einen kleinen Kritikpunkt: Märchen versauen uns ein bisschen für das echte Leben. Denn sie stecken voller Lügen, die wir zwar sooo gern glauben würden, die aber einfach nicht stimmen. Denn wo bitte bleibt UNSER Traumprinz?

Lüge Nr. 1: Eines Tages kommt der Traumprinz auf einem Schimmel angeritten.

Dornröschen wurde von ihrem Prinzen wachgeküsst, Aschenputtels Prinz suchte sie im ganzen Land und Schneewittchens Herzensmann rettete ihr sogar das Leben! Bleibt die Frage, warum WIR bislang vergeblich nach unserem Traummann Ausschau halten. Aufs weiße Pferd würden wir auch großzügig verzichten ...

Lüge Nr. 2: Wenn es uns richtig schlecht geht, kommt eine gute Fee und erfüllt uns einen Wunsch.

Aschenputtel hatte es nicht leicht. Doch während sie auf dem Boden kniet und die guten Erbsen von den schlechten trennt, taucht da diese nette Fee auf. Die hilft ihr bei der Arbeit, verschafft ihr ein geniales Umstyling und bringt sie zum großen Ball, wo sie ihren Traumprinzen kennenlernt. Wo bleibt diese Fee, wenn wir Überstunden machen, es nach der Arbeit in Strömen regnet, wir pitschnass werden und dann feststellen, dass der Kühlschrank leer ist und wir nochmal raus zum Einkaufen müssen?!

Lüge Nr. 3: Wenn wir einen Frosch küssen, wird daraus ein Prinz.

Im Märchen 'Froschkönig' hat es so gut geklappt: Die schöne Prinzessin küsst den ekligen Frosch und zack - der verwandelt sich in einen Prinzen und sie leben glücklich bis ans Lebensende. Obwohl uns kalte Schauer über den Rücken gelaufen sind, haben wir den ein oder anderen glitschig-schleimigen Frosch geküsst. In einen Prinzen hat sich allerdings keiner verwandelt! Vielleicht, weil wir keine Prinzessinnen sind ...

Lüge Nr. 4: Alle Stiefmütter sind böse.

Die Stiefmutter von 'Hänsel & Gretel' schickte sie zum Verhungern in den Wald. Fast noch harmlos im Vergleich mit Schneewittchens Stiefmutter, die den Jäger losschickte, um sie zu erschießen. Stiefmütter kommen im Märchen richtig schlecht weg. Da sind wir wirklich froh, dass es sich dabei im echten Leben um eine große Lüge handelt und die allermeisten Stiefmütter sehr nett sind.

Lüge Nr. 5: Aus Stroh kann man mit dem richtigen Wissen Gold spinnen.

Rumpelstilzchen konnte etwas, von dem viele von uns nur träumen: aus Stroh Gold spinnen. Nie wieder Geldsorgen! Leider, leider ist es gar nicht so leicht an ein Spinnrad zu kommen. Und selbst wenn wir eins auf Ebay ersteigern konnten: Trotz stundenlanger Versuche und blutiger Finger will aus dem verdammten Stroh einfach kein Gold werden!

Lüge Nr. 6: Wenn wir nur lange genug warten, kommen irgendwann die Heinzelmännchen und räumen für uns auf.

Allen Kölnern sind sie sowieso ein Begriff, doch auch in anderen Teilen Deutschlands hat man schon von ihnen gehört: den Heinzelmännchen. Die kleinen Wichte sollen nachts kommen und die ganze unliebsame Hausarbeit erledigen. Bei uns sieht es aus wie Sau - Heinzelmännchen könnten wir dringend brauchen (wir würden auch nicht gucken, sondern friedlich weiterschlafen). Doch Morgen für Morgen werden wir bitte enttäuscht. Das Chaos sieht noch genauso schlimm aus wie am Abend zuvor.

Lüge Nr. 7: Irgendwo gibt es ein Land voller Schokolade, Süßigkeiten und allem, was unser Herz begehrt.

In den Flüssen fließen Milch und Honig statt dreckigem Wasser, durch die Luft fliegen gebratene Hähnchen und Süßigkeiten gibt es im Überfluss. Viele Stunden haben wir mit der Suche nach dem Schlaraffenland verbracht - doch näher als einem All-you-can-eat-Büffet sind wir diesem traumhaften Ort nie gekommen.

Lüge Nr. 8: Wenn wir Gutes tun und selbst nichts haben, fallen eines Tages Sterne als goldene Taler vom Himmel.

Ein kleines Mädchen hatte nichts, nur ein dünnes Hemd und ein Stück Brot. Beides gab sie weg und plötzlich regneten die Sterne vom Himmel und wurden zu Goldtalern. Sterntaler hatte echtes Glück! Wir warten leider noch auf unsere Belohnung für gute Taten wie Altkleiderspenden oder Essensabgaben bei der Tafel. Aber das gute Gewissen muss hier wohl als Belohnung reichen.

Lüge Nr. 9: Obwohl wir eigentlich schon so gut wie tot sind, kommt ein Prinz daher und rettet uns.

Am Apfel erstickt, liegt Schneewittchen in ihrem gläsernen Sarg. Wunderschön - und eigentlich tot. Der Prinz will sie trotzdem und schwupps, stolpert er, der Apfel löst sich und Schneewittchen lebt. Im echten Leben würde eine ähnliche Situation wohl so aussehen: Wir verschlucken uns am Schokoriegel und wenn uns überhaupt jemand zu Hilfe eilt, ist derjenige verheiratet, zu alt oder gar eine Frau. Klar sind wir dankbar, aber den schönen Prinzen hätten wir lieber gehabt!

Lüge Nr. 10: Haar kann endlos lang werden und trotzdem stark und glänzend sein.

Warum wachsen die blöden Haare nicht schneller? Aus 'Rapunzel' haben wir doch gelernt, dass sie so lang und stark werden können, dass sogar ein Prinz an ihnen hochklettern kann! Vielleicht hatte sie ein Zauberelixier für ihre Mähne. Wir kämpfen mit Spliss, trockenen, spröden Spitzen und Haaren, die einfach nicht wachsen wollen ...

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