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Ein Video zeigt: So reagieren Kleinkinder auf aggressive Erwachsene

von Redaktion Erstellt am 13. Oktober 2014
© youtube.com

Für Kinder ist alles erstmal aufregend und neu. Alles will entdeckt, erforscht und ausprobiert werden. Doch ungeachtet ihrer Neugier verzichten Kleinkinder auf Handlungen, wenn sie wissen, dass diese eine negative Reaktion eines Erwachsenen hervorrufen könnten.

Eine Studie der Universität Washington wollte untersuchen, welchen Einfluss Emotionen anderer auf das Benehmen von Kleinkindern hat. Dazu haben sie folgenden Versuch gestartet: Kinder im Alter von 15 Monaten sitzen auf dem Schoß ihrer Mutter einer anderen erwachsenen Person gegenüber. Während die Mutter sich rein passiv verhält, zeigt die andere Person dem Kind Spielzeug. Anschließend darf das Kind selbst das Spielzeug ausprobieren.

In der nächsten Situation, wird dem Kind erneut ein Spielzeug gezeigt, das eigentliche Testobjekt. Es handelt sich um einen Becher und eine Kette. Fällt die Kette in den Becher, macht das ein lautes Geräusch. Bevor das Kind das Spielzeug selbst ausprobieren darf, betritt eine weitere Person den Raum, der so genannte Emoter. Also jene Person, die die Handlung des Kindes beeinflussen soll.

Diese Person begrüßt die Anwesenden​ und sagt dann, dass sie sich hinsetzt und ein Magazin liest. Sie nimmt also erstmal eine passive Rolle ein. Die 'Funktion' des Spielzeugs wird nun noch einmal getestet. In diesem Moment reagiert der Emoter. Die Frau reagiert böse und sagt mit harscher Stimme, dass sie dieses Geräusch als unangenehm und störend empfindet.

Anschließend wird das Spielzeug dem Kind überlassen, das nun damit spielen dürfte. Doch fast alle Kinder zögern oder fassen das Spielzeug gar nicht an. Sie scheinen also verstanden zu haben, dass das Geräusch, welches von Becher und Kette ausgeht, eine negative Reaktion hervorrufen kann. Also unterlässt das Kind es lieber, diese Reaktion hervorzurufen.

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​Die Studie zeigte zudem, dass schon bei Kleinkindern die Persönlichkeiten auseinander gehen. Während einige Kinder, die schon vor dem Experiment als extrovertiert und impulsiv galten, trotzdem zu dem Spielzeug griffen und damit spielten, also auch den Ärger eines Erwachsenen in Kauf nahmen, ließen es die ruhigeren Kinder sein.

Die Studie zeigt also, dass Kleinkinder bereits ihr Verhalten regulieren. Und dieses Verhalten orientiert sich an emotionalen und visuellen Reizen. Wir Erwachsenen sollten deshalb um so mehr darauf achten, was und vor allem wie wir in gewissen Situationen reagieren. Denn unseren Kindern entgeht nichts!