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Schockierend ... und berührend zugleich: Eltern veröffentlichen Fotos ihrer tot geborenen Tochter

von Redaktion Veröffentlicht am 5. August 2014

Es sollte der Start in ein glückliches Leben zu dritt werden. Doch die Geburt der kleinen Monroe wurde zum traurigsten Moment im Leben ihrer Eltern - denn das Kind kam tot zur Welt. In ihrer Trauer wagten Emily McClearen und Richard Staley einen ungewöhnlichen Schritt: Sie ließen ihr totes Kind fotografieren und teilten die Bilder im Internet.

Niemand kann diesen Schmerz nachfühlen, der ihn nicht selbst erlebt hat. Darum kann auch niemand darüber urteilen, ob es in Ordnung ist, die Bilder der toten Tochter im Internet zu verbreiten - denn es war der Wunsch der Eltern selbst: "Ich wollte, dass unsere Familie auf irgendeine Weise zeigen kann, wie wunderschön unsere Tochter war" erklärt Emily McClearen ihre Entscheidung. Fotografiert wurde die kleine Monroe von Lindsey Natzic-Villatoro (Lovesong Events and Photography), die sich auf Fotos von schwer kranken Menschen spezialisiert hat.

Der Tod der kleinen Monroe im Mutterleib wurde im Krankenhaus entdeckt. Wenige Stunden zuvor hatte ihre Mutter beim Frühstück bemerkt, dass die kleinen Tritte und Bewegungen, die ihr Tochter sonst um diese Tageszeit vollführte, ausblieben. Um sicherzugehen, dass ihre Tochter wohlauf war, prüfte sie auch ihre Herztöne. Doch nichts. Hatte ihr Herz aufgehört zu schlagen? Erst im Krankenhaus gab es die schreckliche Gewissheit: Monroes Nabelschnur hatte sich um ihren Hals gelegt und sie erdrosselt. Am nächsten Morgen wurde die Kleine mittels eines Kaiserschnitts auf die Welt gebracht - ohne jedoch, wie andere Babys, sie mit einem kräftigen Schrei zu begrüßen.

Wie jede andere Mutter war auch Emily McClearen stolz auf ihre Tochter. Und das will sie der Welt mit diesen Bildern zeigen. Außerdem ist es ihr ein Anliegen - trotz des eigenen Schmerzes -, Eltern, denen Ähnliches widerfahren ist, zu zeigen, wie wichtig es ist, über den Verlust eines Kindes zu sprechen.

Experten sind sich einig: Nur wer über den Tod seines Kindes sprechen kann, kann der Trauer auch Raum geben und sie irgendwann bewältigen. Häufig werden Todgeburten wie Fehlgeburten behandelt - die Betroffenen schweigen darüber und tragen für immer an der Schwere ihres Geheimnisses. Diese Bürde wollte die mutige Familie McClearen-Staley nicht auch noch auf sich nehmen. Wir zollen ihr dafür unseren größten Respekt.

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von Redaktion

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