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Emma Watson startet die Feminismus-Debatte und so überraschend reagieren Männer darauf!

von Anne Walkowiak Erstellt am 25. September 2014
© Getty Images

Emma Watson ist das Gesicht einer neuen Art von Feminismus, die sich ganz klar vom Thema 'Männerhass' distanziert. Ganz im Gegenteil: 'HeForShe' lädt Männer und Jungen explizit dazu ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und sich für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen einzusetzen. Was denken Männer eigentlich wirklich über diese Kampagne?

Letzten Samstag hielt Schauspielerin und UN-Sonderbotschafterin Emma Watson eine bewegende und sehr emotionale Rede. Darin forderte sie die Welt, insbesonders die männliche Welt, dazu auf, sich für Frauen und ihre Gleichberechtigung stark zu machen. Feminismus, so Watson, sei viel zu lange nur von Frauen diskutiert worden, und es sei an der Zeit, dass sich auch Männer und Jungen damit auseinandersetzen. Frauen sollten, so ist es in den Menschenrechten verankert, endlich in allen Bereichen des Lebens die gleichen Chanchen haben wie Männer. Sie sollten für die gleiche Arbeit im gleichen Rahmen entlohnt werden, sie sollten selbst über sich und ihren Körper bestimmen dürfen und sie sollten die freie Wahl in Beruf, Partnerschaft und Religion haben, fordert Watson.

All das mag für uns Frauen in Deutschland fast selbstverständlich klingen. Schließlich leben wir in einem Land, das Frauen in vielen Aspekten des Alltags bereits gleich behandelt. Trotzdem ist Gleichberechtigung noch lange keine Selbstverständlichkeit, denn in keinem Land der Welt, so sagt es auch Emma Watson, sind Frauen gänzlich gleichberechtigt. In keinem Land der Welt verdienen alle Frauen für die gleiche Arbeit das gleiche Geld​ wie Männer. In keinem Land der Welt gibt es genauso viele weibliche Führungskräfte wie es männliche gibt. Das muss sich ändern - und das muss sich auch mit Hilfe der Männer ändern! Denn Männer, Gleichberechtigung ist auch eure Angelegenheit! Warum? Weil Emma Watson klarmacht: Spricht sie über die Gleichberechtigung von Frauen, so spricht sie auch über die Gleichberechtigung von Männern. Wer eine Gleichberechtigung von Frauen fordert, impliziert damit auch eine Gleichberechtigung für Männer.

Männer müssen Gefühle zeigen können, ohne als Weichei beschimpft zu werden. Männer müssen sich um Haushalt und Familie kümmern dürfen, ohne sich ihrer Männlichkeit beraubt zu fühlen. Männer müssen sich Schwächen, Ängste und Fehler eingestehen dürfen, ohne belächelt zu werden. Denn wenn sich Männer gleichberechtigt fühlen, so Watson, übertrage sich das auch auf Frauen, den Umgang der Männer mit ihnen und das ebne den Weg für eine Gleichberechtigung aller Menschen jenseits von Geschlechterklischees, die mehr als überfällig ist.

Wenn Männer nicht mehr aggressiv sein müssen, um akzeptiert zu werden, fühlen sich Frauen nicht mehr gezwungen, unterwürfig zu sein. (...) Männer und Frauen sollten sensibel sein dürfen, sie sollten beide stark sein dürfen. Es ist an der Zeit, dass wir Geschlechter viel mehr auf einem Spektrum betrachten, anstelle sie als gegensätzliche Ideale zu verstehen. Wir sollten aufhören, uns darüber zu definieren, was wir alles nicht sind, sondern wir sollten uns darüber definieren, wer wir sind. Dann werden wir alle freier sein. Und darum geht es bei #HeforShe. Es geht um Freiheit.
Emma Watson fordert alle auf, Frauen und Männer, sich an der Diskussion zu beteiligen und sich zu fragen: Wenn nicht ich, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann​? Und die Welt reagiert. Männer reagieren. Seht hier, was Männer von Emma Watsons Rede und der #HeforShe-Kampagne halten.​

Emma Watsons Rede vor den Vereinten Nationen seht ihr in voller Länge hier:

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