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Facebook sperrt Bilder von Schwangeren, weil sie angeblich anstößig sind

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 28. Oktober 2014
© Getty Images

Es kommt schon mal vor, dass Facebook die Fotos von Usern aufgrund einer Verletzung der Richtlinien sperrt. Ist uns ja auch schon passiert ;-) Aber die Doppelmoral des sozialen Netzwerks ist manchmal schon fraglich ...

Werdende Mütter haben oft Angst vor der Geburt. Einfach, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. 'The Positive Birth Movement' (zu deutsch: Die Bewegung zu einer positiven Geburt) will Frauen zeigen, was bei einer Geburt passiert, wie es aussieht, wenn ein Baby geboren wird. Die Gruppe veröffentlicht deshalb Bilder von Frauen bei Geburten.

​Diese sollen den Besuchern der Seite ein möglichst realistisches Bild vermitteln. Schließlich kennen die meisten von uns nur nachgestellte Geburten in Film und Fernsehen. Doch mit der ungeschönten Realität hat Facebook anscheinend ein Problem.

Diese Momentaufnahme zum Beispiel ging Facebook zu weit. Zu sehen ist eine offensichtlich schwangere, nackte Frau, die sich auf die bevorstehende Geburt vorbereitet. Eigentlich ist auf dem Foto nicht viel zu sehen. Doch weil man die Brüste samt Brustwarze der Frau erahnen kann, entschied Facebook, das Bild zu löschen. Und auch andere Fotos der Gruppe wurden gelöscht, zum Beispiel welche, auf denen neugeborene Babys abgebildet waren.

Für die Gründerin der Seite, Milli Hill, völlig unverständlich. Schließlich sieht man jeden Tag Bilder von Prominenten, die beinah nackt über den roten Teppich laufen und von jede Menge Kameras abgelichtet werden. Um ihr Unverständnis über das Löschen ihrer Bilder zu äußern, und allen anderen Usern vor Augen zu führen, welche Doppelmoral Facebook an den Tag legt, postete 'The Positive Birth Movement' ein anderes Bild. Und siehe da, das wurde trotz nackter Brüste nicht gelöscht. Es handelte sich um dieses Bild von Rihanna:

Dabei könnte die Message in den Bildern doch unterschiedlicher kaum sein. Während Rihanna auf dem roten Teppich, sich, ihren nackten Körper und ihre Musik verkauft, geht es in dem anderen Bild um das Natürlichste der Welt, die Geburt. Es ist also fraglich, ob die Richtlinien des sozialen Netzwerk nicht vielleicht überarbeitet werden sollten. Warum ist nackte Haut bei Rihanna in Ordnung, aber bei einer werdenden Mami nicht?

Sicherlich ist die Argumentation begründet, dass die Geburtsbilder der Seite 'The Positive Birth Movement' nicht für jedermann geeignet sind. Aber man muss erwähnen, dass sie innerhalb einer Gruppe gepostet werden. Wer sich nicht dafür interessiert, schaut sie einfach nicht an.

von Anne Walkowiak