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Diese Frau macht jeden Tag ein Foto: Der Grund dafür ist unglaublich traurig

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 6. März 2015
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Seit ihrer Krebsdiagnose kämpft Jennifer Glass nicht nur täglich um ihr Leben, sondern sie kämpft auch für ihr Recht, entscheiden zu dürfen, wann sie ihr Leben beendet.

Als Jennifer Glass im Oktober 2012 ihrem Mann versprach, dass sie ihn lieben und achten würde, in guten wie in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit, bis dass der Tod sie scheidet, wusste sie nicht, wie schnell diese Zeit kommen würde. Denn nur vier Monate nach diesem Versprechen stellen Ärzte bei ihr Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium fest. Es ist bereits zu spät für eine Operation.

​Aber Jennifer will nicht aufgeben, für sich, für ihren Ehemann und ihre beiden Stiefkinder. Sie kämpft, beginnt eine besonders aggressive Chemotherapie. Um ihren Weg mit und durch die Krankheit zu dokumentieren, macht Jennifer vom Tag ihrer Diagnose an jeden Tag ein Foto. Ein ganzen Jahr lang. Sie nimmt uns mit auf ihre Reise durch gute und schlechte Tage mit einer unheilbaren Krankheit.

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Seit der Diagnose Lungenkrebs ist Jennifer mehr als deutlich gemacht worden, dass ihr Leben enden wird. Ärzte erklärten ihr, dass sie nicht mehr gesund werden würde, dass ihre Lebenserwartung für die kommenden fünf Jahre bei gerade einmal 5 % liegen würde. Das machte und macht der Amerikanerin Angst.

Wovor Jennifer jedoch Angst hat, ist nicht der Tod. Sie hat Angst vor dem, was der Krebs mit ihr machen wird. Wie er sie schwächen wird. Sie will nicht künstlich am Leben gehalten werden, in einem sterilen Krankenhaus, angeschlossen an dutzende Maschinen. Sie möchte selbst entscheiden dürfen, wann es für sie an der Zeit ist, zu sterben. Sie möchte von ihrer Familie, ihren Freunden umgeben sein. Sie möchte sich würdevoll aus dieser Welt verabschieden. Am liebsten in ihrem zu Hause.

Deshalb kämpft sie nun für eine Gesetzesänderung im Bundesstaat Kalifornien. Zur Zeit ist Sterbehilfe dort nicht erlaubt, wird aktuell aber in der Landesregierung diskutiert.

Wir wünschen Jennifer auf ihrem weiteren Weg alles erdenklich Gute und viel Kraft. Wir hoffen, dass ihrem Wunsch und dem Tausender anderer Kranker nachgegeben wird. Denn ein würdevoller Tod sollte wirklich jedem Menschen ermöglich werden.

Mehr über Jennifer Glass erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite oder auf ihrer Webseite.

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