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Keira Knightley im Interview: "Ich bin absolut fake!"

von Nadine Jungbluth Veröffentlicht am 30. August 2014
© STUDIOCANAL Filmverleih

Schauspielerin, Model, und jetzt singt sie auch noch! Gibt es eigentlich etwas, das Keira Knightley nicht kann? Wir haben die Schauspielerin in London getroffen ...

"Kann ein Song dein Leben retten?" Diese Frage stellte sich Erfolgs-Regisseur John Carney und machte einen Film daraus. In der Hauptrolle: Superstar Keira Knightley. Sie spielt die junge Britin Gretta, die von ihrem Rockstar-Freund sitzengelassen wird und sich auf einmal ganz allein in New York durchschlagen muss. Doch dann läuft ihr Musikproduzent Dan (gespielt von Mark Ruffalo) über den Weg, der sich ebenfalls an einem Tiefpunkt befindet. Als er einen Song von Gretta hört, ist er sofort hin und weg ... Werden die beiden es gemeinsam schaffen, wieder auf die Füße zu kommen? Wird Gretta nun selbst ein Star? Und kann sie ihren Exfreund zurückerobern?

Wir treffen Keira Knightley zum Interview in London, um mit ihr über den Film, über Musik und über ihre Ehe zu reden.

gofeminin: Im Film singen Sie zum ersten Mal selbst. Wie sieht's privat aus? Singen Sie zum Beispiel unter der Dusche?

Keira Knightley: Also, unter der Dusche habe ich schon immer gern gesungen. Aber ich singe nicht gern vor anderen Menschen! Das ist nochmal was ganz anderes.

Trotzdem haben Sie jetzt eine Rolle angenommen, in der Sie vor einem Millionenpublikum singen ...

Das passt perfekt, denn Gretta singt auch nicht gern in der Öffentlichkeit! Sie schreibt zwar gerne Songs, singt aber lieber für sich alleine statt vor großem Publikum.

Es heißt, Sie haben die Songs erst zwei Tage vor dem Dreh zum ersten Mal zu hören bekommen. Damit hatten Sie ja kaum Zeit, sich vorzubereiten. Wie sind Sie damit klargekommen?

Es war in Ordnung so, denn es hat ja zum Charakter von Gretta gepasst. Sie ist es auch nicht gewohnt, vor anderen zu singen, und hat deshalb auch keine so große Stimme. Gretta und ich singen nicht wie Adele - obwohl das natürlich toll wäre, wenn ich das könnte! Kann ich aber nicht. Ich musste mich wirklich zum Singen überwinden, aber für die Rolle war das genau richtig.

Glauben Sie denn an die Message des Films, dass Musik die Kraft hat, alles zu verändern?

Ganz ehrlich: Ich interessiere mich überhaupt nicht für Musik - gar nicht! Ich bin absolut fake! (lacht) Ich habe noch nie besonders viel Musik gehört. Die Frage "Kann ein Song dein Leben retten?" ist für mich also schwer zu beantworten. Ich habe schon oft bemerkt, dass es mir sogar schwerfällt, Musik wahrzunehmen, die im gleichen Zimmer gespielt wird. Aber das ist genau der Grund, warum ich diesen Film machen wollte. Einfach, weil mir das Thema fremd war. Ich wollte meinen Kopf dazu kriegen, Musik richtig zu hören und mich auf sie zu fokussieren.

Wie bitte? Aber Sie sind doch mit einem Musiker verheiratet!?

Ja, das bin ich. Alle meine Freunde sind verrückt nach Musik! Mein Bruder hat immer in Bands gespielt, meine Schwägerin war eine virtuose Geigenspielerin, meine gesamte verfluchte Familie ist voller Musiker und ich bin die einzige, die Musik nicht mal wahrnimmt! Ich tanze gerne ... aber eigentlich nur, wenn ich betrunken bin. Also Trinken und Musik passt irgendwie zusammen. Aber ansonsten ist es einfach nicht so mein Ding.

Regisseur John Carney sagt, es gibt bestimmte Lieder, die einen sofort glücklich machen. Können Sie das nachvollziehen?

Nein! (Keira muss über sich selbst lachen.)

Gibt es dann etwas anderes, das so ein Glücksgefühl bei Ihnen auslöst?

Ja, natürlich, ich weiß aber gerade nicht, was. Ich bin ja auch nicht immer so ruhig und gelassen, bei mir geht's manchmal rund wie bei einem Jo-Jo. Also, ich weiß gerade echt nicht, was solche Gefühle bei mir auslöst.

Aber Sie haben schon ein Herz, oder?

Wer weiß, vielleicht nicht!? (Jetzt müssen tatsächlich alle lachen. Keira auch.)

Wie sieht es denn mit Happy Endings aus? Regisseur John Carney sagt, er glaubt nicht an Happy Endings. Und Sie?

Ich finde der Film hat schon irgendwie ein Happy End, für Gretta und auch für Dan. Das Klischee-Happy End wäre für diesen Film aber gar nicht passend gewesen. Ob ich Happy Endings mag? Ja, manchmal! Kommt auf den Film an. Ich bin ja nicht total zynisch.

Hat Ihnen Ihr Mann für den Film eigentlich Gitarrenunterricht gegeben?

Ja! Und ich hätte ihn dabei fast umgebracht. Er wird mir sicher niemals wieder was beibringen wollen. Ich kann jetzt tatsächlich alle Lieder aus dem Film spielen, aber ich kann nicht gleichzeitig spielen und singen. Ich wusste gar nicht, wie schwer das ist! Aber: Ich hab ihn am Ende dann doch nicht umgebracht. Stattdessen sind wir Abendessen gegangen.

'Can A Song Save Your Life?' läuft ab dem 28. August 2014 im Kino.

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von Nadine Jungbluth