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Mit 8 Jahren professionelles Model - wo bleibt da die Kindheit?

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 27. November 2014
© twitter.com/facebook.com

Kristina Pimenova ist ein bildschönes Mädchen. Kein Wunder, dass Modemagazine und Designer sich um die Kleine reißen. Aber wie viel Arbeit darf man einem so kleinen Mädchen zumuten und wie sexy dürfen Fotos von ihr sein?

Kindermodels begegnen uns tagtäglich in der Werbung. Sei es, um Spielzeug zu verkaufen oder Mode für Kinder anzupreisen. In der Regel fallen die Bilder der Kinder in diesem Zusammenhang nicht sonderlich auf oder aus der Reihe. Wir hinterfragen selten, wie viel Arbeit hinter dem Foto steckt, oder wie viele Stunden das Kind dafür aufwenden musste. Bei der kleinen Kristina jedoch, fragen wir uns das!

Die heute Achtjährige modelt seit sie drei ist. Angeblich haben wildfremde Menschen ihrer Mutter immer wieder gesagt, wie schön das Mädchen sei und dass sie doch unbedingt ein Model werden müsse. Die Mutter hat das ausprobiert, und wen wundert's, das Mädchen ist gefragt. Ihre riesigen blauen Augen und ihr engelsgleiches Aussehen lassen Designer, Modehäuser und Magazine gleichermaßen dahinschmelzen.

© facebook.com/KristinaPimenova

Doch wie professionell sollte die Model-Karriere eines achtjährigen Mädchens sein? Auf ihrer Facebook-Seite liest man, dass es Kristina einen riesen Spaß bereitet, für Fotos zu posieren und auf Modeschauen zu laufen. Außerdem sieht man die zahlreichen professionellen Bilder des Mädchens. Ohne Zweifel, sie ist bildschön. Aber sollte man ihr nicht trotzdem eine Kindheit ermöglichen?

Neben dem Modeln hat das Mädchen weitere Hobbys: Gymnastik, Reisen und Schauspiel, verrät die Facebook-Seite weiter - das klingt wenig nach einem Mädchen, viel mehr nach einer engagierten jungen Frau. Und so sehen leider auch die Bilder der Kleinen immer wieder aus. In sexy kurzen Kleidern und mit verträumtem Blick strahlt sie in die Kamera. Aber geht das nicht zu weit? Denn an ein Kind erinnern uns diese Bilder nicht.

© twitter.com/PimenovaKristi

Ihre Mutter bestreitet, dass die Bilder zu sexy sind. Sie sieht den Betrachter der Bilder in der Schuld, wenn er anderes hinein interpretiert. Die Mutter der Achtjährigen schreibt auf Facebook auch, dass der Spaß für das Mädchen im Vordergrund steht. Wir fragen uns, wie professionell darf die Karriere des Mädchens sein? Wie viel Zeit hat Kristina, um Kind zu sein? Und interpretieren wir zu viel in die Bilder hinein oder gehen die wirklich zu weit? Was sagt ihr?

von Anne Walkowiak