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Die Qual der Namens-Wahl: So teuer kann der besondere Name für den Nachwuchs werden

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 29. Januar 2015
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Tag um Tag rätseln Eltern auf der ganzen Welt, was nun der beste Name für das neue Baby ist. Besonders muss er sein, gut klingen muss er und dazu am besten noch einzigartig sein. Ein Schweizer Unternehmen kann da Abhilfe schaffen.

Die Geburt des eigenen Kindes ist immer etwas Besonderes. Und natürlich ist auch das eigene Kind immer etwas ganz Besonderes. Zumindest für die Eltern. Die wollen aber gern, dass auch andere Menschen diese Besonderheit in ihrem Nachwuchs erkennen. Und wie schafft man das ohne großes Aufheben? Klar, der Name des Kindes muss extravagant sein!

Er muss schön klingen, zum Nachwuchs passen und unbedingt einzigartig sein. Eltern wollen schließlich vermeiden, dass der Sprössling später nur einer von vielen ist. Das eigene Kind soll am besten immer DAS Kind sein. Aber wie macht man das mit dem ganz besonderen Namen denn nun? Ganz klar, man holt sich professionelle Hilfe.

Das Schweizer Unternehmen 'erfolgswelle' hat sich auf das Finden einzigartiger Namen spezialisiert. Die Idee kam Gründer Marc Hauser, nachdem er einem befreundeten Paar bei der Namensfindung behilflich sein konnte. "Die Wahl hat das Paar irgendwie gestresst, also dachte ich, dass ich helfen könnte."

Ganz Geschäftsmann witterte Hauser schnell, dass man mit der Hilfe für den richtigen Kindernamen auch richtig viel Geld machen könnte​. Schließlich ticken werdende Eltern immer ein bisschen anders und der Geldbeutel ist in Anbetracht der bevorstehenden Geburt immer ein bisschen größer. So kommt es auch, dass man bei 'erfolgswelle' für einen garantiert einzigartigen Namen, den es so noch nie und nirgendwo auf der Welt gab (weder heute, noch vor 100, 200 oder 600 Jahren) schlappe 32.000 $ zahlen kann - oder muss.

Ganze fünf Wochen sucht ein Team aus Historikern, Sprachwissenschaftlern und anderen Experten nach einem guten Namen. Und dabei gibt es allerhand zu beachten. Aussprache, Schreibweise, Verständnis, alles muss zum späteren Spross passen, darf aber auch nicht zu kompliziert werden. "Wenn eine Person ihren Namen fünf Mal am Telefon wiederholen muss und ihn trotzdem niemand versteht, ist das ein großer Fehler", sagt Hauser.

Fehler oder nicht, zahlt man die 32.000 $, kann man sicher sein, dass es keinen zweiten Menschen auf der Welt gibt oder jemals gab, der diesen Namen trägt. ​Was die Firma bis dato allerdings noch nicht garantieren kann: Dass es nicht in naher Zukunft andere Eltern gibt, die sich auch für diesen lange ausgeklügelten Namen entscheiden. Und dann war's das mit der Einzigartigkeit auch schon wieder. Schade eigentlich. Vielleicht könnte man die 32.000 $ also auch besser anlegen - für ein Studium, oder so.

von Anne Walkowiak

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