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'Screen Actors Guild Award': Wer gewinnt 2012 einen Oscar?

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 31. Januar 2012

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Gewinner eines 'Golden Globes' als heiße Favoriten für einen Oscar gelten. Am Sonntag Abend wurde ein weiterer, besonders wichtiger Preis in Los Angeles vergeben: Der 'Screen Actors Guild Award' (SAG Award). Bisher konnte keine andere Preisverleihung die kommenden Oscar-Gewinner genauer voraussagen als diese Verleihung

Seit 1933 existiert die 'Screen Actors Guild' (SAG), eine Gewerkschaft von 120.000 Schauspielern in den USA; seit 1995 wird der gleichnamige Preis verliehen. Dieser ist ein so guter Blick in die Oscar-Zukunft, weil die Mitglieder der SAG zu großen Teilen auch in der Academy, der Jury, die den Oscar vergibt, vertreten sind. Die 'Academy of Motion Picture Arts and Sciences' setzt sich aus 5515 Menschen, die in 15 verschiedenen Filmbranchen tätig sind, zusammen (unter anderem Techniker, Produzenten, Regisseure, Stylisten und Make-up-Artists und Tontechniker).

Das Zünglein an der Waage, das darüber entscheidet, wer mit einem Oscar nach Hause gehen darf, sind die Schauspieler selbst. Sie alleine bilden einen Anteil von mehr als 21 Prozent innerhalb der Academy und bilden die SAG. Das heißt, die Menschen, die bereits darüber entschieden haben, wer einen 'Screen Actors Guild Award' bekommt, entscheiden auch darüber, wer einen Oscar erhält.

Folgt man den Analysen und Theorien eines Award-Spezialisten des 'Hollywood Repoters' wird der Oscar für den besten Hauptdarsteller weder an George Clooney noch an Brad Pitt oder einen anderen in Hollywood bekannten Schauspieler gehen. Vielmehr wird der in den USA als 'Nobody' betitelte französische Schauspieler Jean Dujardin für 'The Artist' den Goldjungen mit nach Hause nehmen dürfen. Denn die letzten sieben Gewinner des 'Screen Actors Guild Awards' für die beste (männliche) Hauptrolle wurden im Anschluss daran auch mit einem Oscar der selben Kategorie geehrt .

Beste Hauptdarstellerin wird, so prophezeit es der 'Hollywood Reporter', nicht Meryl Streep für 'The Iron Lady', sondern Viola Davis für ihre Darstellung der Aibileen Clark in 'The Help'. Damit wäre Davis die zweite Farbige, die nach Halle Berry den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhält. Für Streep wäre es bereits die zweite Auszeichnung in dieser Kategorie.

Christopher Plummer ('The Beginners') wird im Alter von 82 Jahren wahrscheinlich mit seinem ersten Oscar überhaupt als bester Nebendarsteller geehrt. So wäre er zugleich der älteste Schauspieler, dem dieser Preis zu Lebzeiten verliehen würde.

Als beste Nebendarstellerin wird Octavia Spencer für 'The Help' nun besonders hoch gehandelt, auch wenn Jessica Chastain (ebenfalls 'The Help') in der selben Kategorie nominiert ist. In der Vergangenheit waren solche Konstellationen von wenig Glück für die beiden aus einem Film stammenden Nominierten geprägt. Denn anz nach dem Prinzip 'Wenn zwei sich streiten, freut sich die Dritte' gewann immer ein anderer den Preis.

Der begehrteste aller Goldjungen - und stets als letzter des Abends vergeben - ist der Oscar für den besten Film. Ins Rennen gehen in diesem Jahr neun Filme. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das 'The Artist' - der Abräumer-Film der vergangenen Preisverleihungen - sein. Der schwarz-weiß Stummfilm ist anders als all die Hollywood(-Blockbuster)-Produktionen und scheint damit den Zeitgeist und den Geschmack der Jury getroffen zu haben.

Wir finden: Statistiken und Analysen hin oder her, keiner kann mit Sicherheit sagen, wer einen Oscar bekommt und wer nicht. Wir sind weiterhin gespannt, versuchen bereits vorzuschlafen und freuen uns auf die Verleihung am 26. Februar!

von Anne Walkowiak

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