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Sie stellten ihn öffentlich bloß - doch mit dieser Wendung hätte niemand gerechnet

von Maike Schwinum Erstellt am 6. März 2015

Ein fieser Internet-User stellte Bilder von ihm ins Netz, weil er ihn bloßstellen wollte. Heute aber hat er die Welt auf seiner Seite!

Er ist ein wahrhaftiges Symbol gegen Mobbing im Internet geworden: Der 'Dancing Man' - auf Deutsch "Tanzende Mann" - hat nicht nur eine riesige Gemeinde im Netz, sondern nun sogar Stars und Sternchen auf seiner Seite. Dabei fing alles damit an, dass er böse nieder gemacht wurde...

Zwei Bilder des Dancing Mans​ wurden kürzlich auf einer Internetplattform hochgeladen. Die erste Aufnahme zeigt den molligen Mann, wie er bei einem Konzert mittanzt. Auf dem zweiten Foto jedoch schaut er beschämt auf den Boden. Der Fiesling, der die Bilder machte und veröffentlichte, schrieb darunter: "Dieses Exemplar haben wir vor einiger Zeit beim Tanzen entdeckt. Als er uns lachen gesehen hat, hat er aufgehört."

Doch innerhalb kürzester Zeit wandte sich das Schicksal des Mannes zum Besseren. Eine Gruppe von Frauen aus Los Angeles (Kalifornien) startete eine Kampagne, um den Dancing Man ausfindig zu machen. Der Grund? Sie wollen ihm eine riesige Party schmeißen - mit rund 2000 Frauen, die mit ihm tanzen und feiern möchten. Mit dem Hashtag '#finddancingman' machten sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Mann.

Wenig später verbreitete sich die Geschichte des tanzenden Mannes auf der ganzen Welt. Jeder wollte helfen, ihn ausfindig zu machen und ihm die Nachricht seiner Party-Einladung zukommen zu lassen. Sogar Promis unterstützten die Feier. Stars wie Pharrell Williams, Moby oder Ellie Goulding sagten ihre Unterstützung zu und versprachen sogar, auf der Party für den Dancing Man aufzutreten.

Die Aktion war ein Erfolg, denn der mittlerweile berühmte Mann meldete sich. Bei ihm handelte es sich um einen britischen Herrn aus London namens Sean. Sean selbst erstellte ein Twitter-Profil, um sich bei seinen etlichen Unterstützern zu bedanken. Die netten Worte der Menschen rührten ihn, so der Brite.

Eine Fundraising-Seite wurde gegründet, um Geld für Seans Flug nach Los Angeles zu sammeln.​​ Mittlerweile sind über 36.000 US-Dollar zusammen gekommen - umgerechnet also etwas mehr als 33.000 Euro. So viel kostet ein Flug von England nach Amerika nicht, deshalb soll der Rest des Geldes an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet werden, die sich gegen Mobbing stark macht.

Uns wird ganz warm ums Herz. Wir sind gespannt, wann und wie Seans Party stattfindet und werden auf jeden Fall davon berichten. Fest steht jedoch bereits jetzt, dass Geschichten wie diese uns wieder an das Gute im Menschen glauben lassen.