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Globuli statt Hustensaft: Die Top 5 Methoden der Alternativmedizin

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 18. Oktober 2015

Keine Lust auf den klassischen Arztbesuch: Immer mehr Menschen probieren alternative Heilmethoden aus und holen sich statt Hustensaft Globuli.

Alternativmedizin ist in den letzten Jahren schwer im Kommen. Die Gründe zu Globuli zu greifen oder Akupressur zu testen sind dabei sehr unterschiedlich. Manche haben keine Lust auf die ganze Chemie, andere sind mit den klassischen Methoden der Schulmedizin gescheitert. Hier gibt's die fünf wichtigsten alternativen Heilmethoden im Überblick.

TCM - Traditionelle Chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin wird schon seit über 2000 Jahren in China praktiziert, aber auch in Korea, Japan oder Vietnam. Sie ist ganzheitlich und dreht sich um das 'Qi', was Kraft oder Energie bedeutet. Ist das Qi aus dem Lot, geht es einem schlecht. Die fünf wichtigsten Behandlungsmethoden sind dann Akupunktur, eine Arzneimitteltherapie, Bewegungsübungen (z. B. Qigong), Diätetik und Massage.

TCM im Check
Insbesondere die Akupunktur hat ihren Weg nach Deutschland gefunden und wird von gut 50.000 Ärzten und Heilpraktikern angeboten. Man weiß nicht genau, wie sie funktioniert, das versuchen die Mediziner z. B. an der Berliner Hochschule für Gesundheit zu erforschen. Aber speziell bei Rückenbeschwerden scheint die Methode zu helfen.

Aromatherapie

Lavendel zum Entspannen, Pfefferminz gegen die Kopfschmerzen: Die Aromaöltherapie soll bei vielen Beschwerden helfen. Dafür einfach ein paar Tropfen des entsprechenden Öls in eine Duftlampe geben, schon duftet es angenehm nach Öl und es kann seine Wirkung entfalten. Denn über die Schleimhäute gelangen die Aromaölmoleküle in die Nase sowie Bronchien und von da in die Blutbahn. Daneben kann man zum Beispiel Eukalyptusöl auch zum Inhalieren benutzen oder die verschiedenen Öle als Badezusatz verwenden. Handelt es sich nicht um reine Aromaöle, kann man sie auch direkt auf die Haut reiben, z. B. Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen auf die Schläfen geben.

Aromatherapie im Check
An der Ruhr-Uni Bochum wird die Aromatherapie erforscht. Ganz klar sind die Ergebnisse nicht, doch es scheint, als stecke in den Ölen jede Menge Heilkraft, sogar bei schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs. Wer es mal probieren will, sollte sich hochwertige Öle besorgen und eine Duftlampe.

Homöopathie

Bei der Homöopathie wird Gleiches mit Gleichem behandelt. Das heißt, bei einem Bienenstich wird das Gift der Biene zum Behandeln genutzt, um so die Selbstheilungskräfte des Körpers zu fördern. Die rund 2500 homöopathischen Arzneien werden aus Mineralien, Pflanzen, Tieren oder Tierprodukten hergestellt. Verbreitet sind Globuli (kleine Kügelchen), Tabletten oder Tropfen. Welches Mittel in welcher Potenz gegeben wird, ist dabei ganz entscheidend bei der Wirkung. Am besten sollte man sich entsprechend beraten lassen und nicht einfach auf eigene Faust was einnehmen.

Homöopathie im Check
Homöopathie wird immer beliebter - doch ob Globuli und Co. wirklich was bringen, da streiten sich die Wissenschaftler. Einige Studien zeigen eine erfolgreiche Wirkung, andere nur einen Placebo-Effekt. Aber: Immer mehr Krankenkasse übernehmen eine Behandlung, deswegen solltet ihr bei Interesse einfach mal nachfragen und es ausprobieren. Globuli wirken nämlich nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Beschwerden.

Schüßler-Salze

Sind Schüßler-Salze nicht Teil der Homöopathie? Nein, obwohl diese alternative Methode der Homöopathie sehr nahe steht. Doch statt 2500 verschiedenen Mitteln dreht sich bei den Schüßler-Salzen alles um nur zwölf Mineralstoffe und den daraus hergestellten Salzen sowie 15 Ergänzungssalzen. Was verordnet wird, wird klassisch mit einer Antlitzdiagnose entschieden. Der Mineralstoffmangel soll sich nämlich im Gesicht zeigen.

Schüßler-Salze im Check
Studien zur Wirksamkeit der Schüßler-Salze gibt es nicht, ihre Wirkung ist deswegen wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Fans der Schüßler-Salze sind jedoch begeistert und schwören auf die Heilkraft.

Fußreflexzonenmassage

Am Fuß sitzen verschiedene Zonen, die bei der Fußreflexzonenmassage durch Druck zum Lindern von Beschwerden massiert werden. Das Immunsystem soll dadurch angeregt werden. Der Fuß soll in der Theorie, die dahinter steht, mit dem gesamten Körper in Verbindung stehen.

Fußreflexzonenmassage im Check
Bisher konnte die langfristige Wirkung der Fußreflexzonenmassage in Studien nicht wissenschaftlich belegt werden. Da diese Behandlungsform jedoch fast frei von Nebenwirkungen ist, kann jeder sie mal ausprobieren. Ausnahmen: z. B. bei offenen Wunden oder diabetischem Fuß.

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von Diane Buckstegge