Home / Fit & Gesund / Gesundheit / Hättet ihr es gewusst? 8 erstaunliche Fakten über unseren Bauch

© unsplash.com/kyle-smith
Fit & Gesund

Hättet ihr es gewusst? 8 erstaunliche Fakten über unseren Bauch

von Redaktion Veröffentlicht am 16. Januar 2015

100 Billionen Mikroorganismen - allein in unserem Bauch! Hättet ihr das gewusst? Hier gibt's noch viele weitere spannende Fakten über die Körpermitte.

Fakt 1: 99 Prozent der im Körper vorhandenen Bakterien befinden sich im Bauch

Im menschlichen Körper befinden sich gut 100 Billionen Mikroorganismen, größtenteils verschiedene Bakterienarten. 99 Prozent davon befinden sich im Bauch, speziell im Darm. Sie helfen bei der Verdauung und schützen den Körper vor krankheitserregenden Keimen: Sie sind deswegen sehr wichtig für unsere Gesundheit. Schon ein kleines Ungleichgewicht in der Bakterienflora, zum Beispiel durch Einnahme von Antibiotika, kann das Immunsystem schwächen. Krankheiten wie Schnupfen, Durchfall und Co. sind die Folge.

Fakt 2: Der Bauch hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit

Der Magen-Darm-Trakt übernimmt zwei wichtige Aufgaben in unserem Körper. Zum einen ist er ein Energielieferant. Er sorgt dafür, dass die Nahrung aufgespalten wird und die Zellen mit Nährstoffen versorgt werden. Zum anderen ist er auch ein Gesundheitsmanager. Etwa 85 Prozent der Abwehrzellen befinden sich im Magen-Darm-Trakt. Sie stärken das Immunsystem, vertreiben schädliche Organismen und schützen uns so vor Krankheiten.

Übrigens: Die Entwicklung des Immunsystems wird maßgeblich in den ersten sechs Lebensjahren beeinflusst. Damit es gut gerüstet ist, sollten Babys und Kinder so oft wie möglich im Freien spielen und in einer nicht zu sterilen Umgebung leben. Nur so kommen sie mit vielen verschiedenen Erregern in Kontakt und das Immunsystem wird gestärkt.

Fakt 3: Hinter Bauchschmerzen stecken fast immer Krämpfe als Ursache

Tut das weh! Bauchschmerzen kennen die meisten. Verursacht werden sie in der Regeln durch Krämpfe. Dabei gerät die Bewegung der Muskulatur im Verdauungstrakt aus dem Gleichgewicht, sie verkrampft und das führt zu den Schmerzen.

Die Krämpfe können unterschiedliche Ursachen haben: Stress, Hektik, aber auch eine Magenverstimmung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Menstruationsbeschwerden. In den meisten Fällen sind diese Krämpfe zwar lästig und schmerzhaft, aber ungefährlich.

Ein gutes Mittel gegen die Beschwerden sind Krampflöser, es gibt einige, die sich bei der Behandlung von Bauchkrämpfen bewährt haben. Gut verträgliche Wirkstoffe wie bspw. Butylscopolamin löst gezielt den Krampf und unterdrückt nicht einfach nur die Schmerzen. Bereits nach kurzer Zeit entspannt sich der Bauch spürbar. Bei stärkeren Krämpfen, z. B. Regelschmerzen, empfiehlt sich die Wirkstoffkombination aus Butylscopolamin und einem gut verträglichen Schmerzstiller wie bspw. Paracetamol, um die Beschwerden schnell und zuverlässig zu lindern.

Fakt 4: Ein dicker Bauch kann krank machen

Das kleine Bäuchlein ist bestimmt nicht weiter schlimm ... Leider doch! Bauchfett wird oft unterschätzt, dabei kann es zu einem erheblichen Gesundheitsrisiko werden - selbst bei normalgewichtigen Menschen. Sogenanntes viszerales, tiefliegendes Bauchfett produziert Fettgewebshormone und Entzündungsfaktoren, die das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Alzheimer erhöhen. Der Speck an Po, Hüften oder Beinen ist dagegen bis zu einem gewissen Grad unproblematisch.

Fakt 5: Der Bauch ist ein Kraftwerk der Superlative

In 75 Jahren nimmt ein Mensch gut das 700-fache seines eigenen Körpergewichts in Form von Nahrung zu sich. Pro Jahr sind das etwa 670 Kilogramm, davon jeweils etwa 90 Kilogramm Brot und Fleisch, 16 Kilogramm Fisch, 200 Kilogramm Obst und Gemüse, 210 Eier und 33 Kilogramm Zucker.

Um diese Mengen verdauen zu können, produziert die Magenschleimhaut täglich zwei Liter säurehaltigen Magensaft. Er desinfiziert die Nahrung und startet den Zerlegungsprozess. Im Dünndarm wird die Nahrung dann von den Verdauungssäften aus Galle und Bauchspeicheldrüse so weit aufgespalten, bis sie nur noch aus winzigen Molekülen besteht. Das Erstaunliche ist, dass wir von diesen Verdauungsvorgängen in der Regel kaum etwas bemerken.

Fakt 6: Der Bauch hat einen Einfluss auf unsere Stimmung

Gute Laune ist reine Kopfsache? Tatsächlich wird unsere Stimmung zu einem großen Teil über unseren Bauch gesteuert. Der sogenannte Vagus-Nerv schlängelt sich entlang der Speiseröhre bis hin zum Bauchraum, umfasst mit seinen Seitenarmen auch den Darm und hat engen Kontakt mit dem enterischen Nervensystem, dem sog. "Bauchhirn". Man spricht hier von der Bauch-Hirn-Achse. Und: Mindestens 80 Prozent der Nervenfasern verlaufen nur vom Bauch Richtung Gehirn, nicht wieder zurück.

Dieses Nervenfasergeflecht besteht aus über 100 Millionen Nervenzellen und steuert den Informationsfluss zum Gehirn. 95 Prozent des Serotonins aus dem gesamten menschlichen Körper wird im Magen-Darm-Trakt produziert und über das Nervengeflecht zum Gehirn transportiert. Dort sorgt ein hoher Serotoninspiegel für gute Stimmung und kann schlechte Laune und sogar Depressionen vertreiben.

Fakt 7: Jeder Fünfte leidet regelmäßig unter Bauchschmerzen

Wiederkehrende Probleme im Bauch - das kennen die meisten. So schnell wie es gekommen ist, ist es in der Regel auch wieder weg. Treten die Schmerzen jedoch regelmäßig auf, kann das den Alltag und die Lebensqualität ganz schön einschränken.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Menschen, die regelmäßig an Bauchschmerzen leiden, deutlich zugenommen. Verursacht werden die Probleme dabei oft von Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder dem Reizdarmsyndrom. Wiederkehrende Probleme sollten mit einem Arzt abgeklärt werden. Um zusammen mit dem Arzt möglichst schnell die Ursache zu finden, sollte ein Bauchschmerztagebuch geführt werden.

Fakt 8: Schmerzmittel sind bei Bauchschmerzen nicht die richtige Wahl

Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS oder Naproxen unterdrücken die Schmerzimpulse. Der Schmerz ist dadurch zwar weg, die eigentliche Schmerzursache wurde aber nicht behandelt. Dazu kommt, dass viele Schmerzmittel den Magen reizen und die empfindliche Magenschleimhaut schädigen können. Besser im Kampf gegen Bauchschmerzen ist ein krampflösendes Medikament. Lasst euch von eurem Arzt oder Apotheker beraten.

Was hilft gegen Bauchschmerzen? Die besten SOS-Tipps gegen Krämpfe

Schonkost: Was ihr bei Bauchschmerzen essen solltet

von Redaktion

Das könnte dir auch gefallen