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Bittersalz: Diese Wirkung wird dich beeindrucken

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 1. April 2019
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Bittersalz ist ein beliebtes Hausmittel, das gegen allerlei Beschwerden helfen soll. Welche Wirkung Bittersalz genau hat und wann du es einsetzen solltest - wir verraten es dir!

Eingenommen kann Bittersalz den Magnesiumspiegel erhöhen und es hilft gegen Verstopfung. Als Badezusatz soll es entspannend und entschlackend wirken. Auch auf die Haut soll es positiv wirken.

Was ist Bittersalz?

Mit herkömmlichen Tafelsalz, das zum Kochen verwendet wird, hat Bittersalz nichts zu tun. Einzig die kristalline Struktur erinnert an normales Salz. Bittersalz ist eine chemische Verbindung aus Magnesium, Sauerstoff und Schwefel und wird daher als Magnesiumsulfat bezeichnet. Ursprünglich im Südenglischen Städtchen Epsom entdeckt, wird es auch Epsom-Salz genannt.

Wie wird Bittersalz angewendet?

Äußere Anwendung von Bittersalz:

Häufig wird Bittersalz als Badezusatz verwendet. Das Badesalz hilft angeblich gegen Muskelkater und Krämpfe, dazu gibt es jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg. Außerdem wird Bittersalz nachgesagt, gegen verschiedene Hautbeschwerden zu helfen.

Manch eine Schönheit schwört auch auf Bittersalzpulver als Peeling.

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Innere Anwendung von Bittersalz:

Viele Menschen leiden an Magnesiummangel. Eine Möglichkeit, um diesen auszugleichen, ist Bittersalz, welches dann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird.

Desweiteren wird Bittersalz gerne als Hausmittel gegen Verstopfung verwendet. Auch zum Start einer Detox-bzw. Fastenkur ist Bittersalz ein beliebtes Abführmittel zur Darmreinigung.

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Abnehmen mit Bittersalz

Gerade in US-Medien ist immer wieder zu lesen, dass sich so mancher Promi mit Epsom-Salz-Bädern noch schnell für einen Auftritt auf dem Roten Teppich schlank badet. Doch die Wirksamkeit von Bittersalz ist nicht eindeutig bewiesen.

Wie so oft bei Hausmitteln gibt es die einen, die darauf schwören und die anderen, die überhaupt nichts davon halten. Viele, die auf das Hausmittel schwören, sind der Meinung, dass ein Bad in Bittersalz viele gesundheitsfördernde Eigenschaften hat. Anhänger führen es auf das enthaltene Magnesium und Sulfat zurück und behaupten, dass die Inhaltsstoffe schnell über die Haut aufgenommen werden. Dadurch soll Bittersalz auch beim Abnehmen helfen.

Das sagt die Wissenschaft

Einen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Magnesium über die Haut aufgenommen werden kann, gibt es laut einer Studie von 2016 nicht. Die Studie wurde im 'Journal of Nutrition & Food Sciences' veröffentlicht. Die Forscher gaben an, dass es eine kleinere Studie aus dem Jahr 2009 gab, die ebenfalls keinen Hinweis darauf gab, dass die Haut Magnesium aufnehme.

Andererseits hat eine Studie von 2017 ergeben, dass bei Probanden, die eine magnesiumhaltige Creme testeten, ein erhöhter Magnesiumspiegel im Urin nachgewiesen werden konnte.

Trotz der widersprüchlichen wissenschaftlichen Betrachtung wird die Verwendung von Epsom-Salz als Badezusatz als risikoarm eingestuft. Wer selbst ausprobieren möchte, ob ein Bittersalz-Bad einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat oder gar beim Abnehmen unterstützt, muss keine Nachteile fürchten.

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Was unterscheidet Bittersalz von Glaubersalz?

Im Gegensatz zu Bittersalz, das ein Magnesiumsulfat ist, handelt es sich bei Glaubersalz um Natriumsulfat. Beide Salze wirken und schmecken jedoch ähnlich. So werden sie mit Wasser verdünnt zur Darmreinigung und als Abführmittel verwendet. Der Geschmack ist bitter und sehr salzig.

Bittersalz macht auch Pflanzen schön

Übrigens ist Bittersalz auch häufig in Pflanzendüngern zu finden. Falls ihr euren Pflanzen also auch eine Schönheitskur verpassen wollt, dann könnt ihr einmal pro Woche einen Esslöffel Bittersalz im Blumenwasser auflösen und damit gießen.

HINWEIS: Zu Risiken und Nebenwirkungen von Arzneien lies die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und frage deinen Arzt oder Apotheker.

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