Home / Fit & Gesund / Gesundheit / Schlechtes Bauchgefühl? Was deine Bauchschmerzen wirklich bedeuten

© Getty Images
Fit & Gesund

Schlechtes Bauchgefühl? Was deine Bauchschmerzen wirklich bedeuten

von gofeminin Veröffentlicht am 20. November 2019

Krämpfe, Grummeln, Blähbauch – mit Bauchschmerzen kämpfen die meisten von uns. Doch nicht immer stecken ernsthafte Erkrankungen hinter den Beschwerden. Wir verraten, woher eure Bauchschmerzen kommen können und wie ihr sie zuverlässig lindert.

Redensarten wie "das bereitet mir Bauchschmerzen" oder "ich habe ein schlechtes Bauchgefühl" kommen nicht von ungefähr. Denn unser Bauch ist eng mit unserer Psyche verbunden. Bei Stress, Kummer oder Nervosität meldet sich unser Verdauungstrakt. Die Folge: Übelkeit, Bauchkrämpfe oder Durchfall.

Wenn auch euer Bauch einfach nicht zur Ruhe kommt, dann seid ihr hier richtig. Wir verraten euch die häufigsten Gründe für Bauchschmerzen und wie ihr sie schonend in den Griff bekommt.

#1 Stress schlägt auf den Magen (und den Darm)

Egal ob es das lang ersehnte erste Date ist, das Vorstellungsgespräch oder das entscheidende Meeting im Job, Anlässe wie diese machen uns einfach nervös. Wir haben einen trockenen Mund, schwitzen und dann grummelt auch noch der Bauch verräterisch. Nicht selten müssen wir sogar hektisch eine Toilette aufsuchen, weil unser Darm verrückt spielt. Kurz gesagt: Wir haben Stress!

Doch warum versetzt Stress unseren Bauch in einen Ausnahmezustand? Der Grund ist eine Fehlkommunikation zwischen unserem Gehirn und unserem Bauchhirn. Damit ist das Nervensystem gemeint, dass den Magen-Darm-Trakt steuert. 100 Millionen Nervenzellen sorgen dafür, dass die Organe optimal arbeiten und die Verdauung reibungslos funktioniert. Das Bauchhirn, auch enterisches Nervensystem oder "Little Brain" genannt, arbeitet sogar eigenständig vom Gehirn.

Haben wir Stress, kippt das fein justierte System unseres Magen-Darm-Trakt jedoch aus der Balance. Denn dann sendet unser Gehirn Störsignale in Form von Stressreizen an das Bauchhirn. Dazu kommt, dass Stresshormone unseren Körper in den Fight-or-Flight-Modus (Kampf-oder-Flucht-Modus) versetzen. Statt ordentlich zu verdauen, konzentriert sich der Körper jetzt auf andere Dinge, wie die Atmung oder die Muskulatur. Die Verdauung wird vernachlässigt. Die Folge: Bauchgrummeln, Krämpfe, Blähungen und im schlimmsten Fall sogar Durchfall oder Erbrechen.

Was hilft gegen den Stressbauch?

Um stressbedingte Bauchschmerzen in den Griff zu bekommen, ist es also wichtig, die Ursache der Beschwerden, also den Stress zu bekämpfen. Der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg dahin ist zu erkennen, was den Stress in euch auslöst. Nur dann könnt ihr bewusst gegensteuern und etwas an eurer Situation ändern.

Ihr sucht nach Sofort-Maßnahmen, die euch in stressigen Situationen Linderung verschaffen? Dann versucht es mit simplen Atemübungen. Sucht euch dafür einen ruhigen Ort und atmet zehnmal langsam und tief ein und aus. Schon das hilft, euren Herzschlag und eure Atemfrequenz zu beruhigen. Schiebt bei dieser Übung die stressauslösenden Gedanken bewusst beiseite und gönnt eurem Kopf eine Pause.

Um das Stressniveau dauerhaft zu senken, solltet ihr diese bewussten Entspannungspausen fest in euren Alltag einbauen. Auch ruhiger Ausdauersport, wie Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen, ist ein bewährter Stresskiller. Ebenfalls super, um Stress dauerhaft zu reduzieren ist Yoga. Damit bekämpft ihr die Ursache für eure stressbedingten Bauchschmerzen und haltet euch nebenbei fit.

Tipp: Gegen die Symptome des gestressten Bauchs können sanfte Hausmittel wie zum Beispiel Fenchel-Anis-Kümmel- oder Kamillentee helfen. Diese Kräuter haben eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt.

Auch frei verkäufliche Arzneimittel wie Iberogast® (aus der Apotheke) nutzen diese Heilpflanzenkraft und können bei stressbedingten Bauchbeschwerden Linderung verschaffen. Iberogast basiert auf einer Kombination aus verschiedenen Heilpflanzen, die sich gegenseitig ergänzen und an mehreren Stellen des Verdauungstrakts gleichzeitig ansetzen. So können die unterschiedlichsten Ursachen für Magen- und Darmbeschwerden gleichzeitig behandelt werden.

#2 Auch Kummer lässt den Bauch rebellieren

Nicht nur Stress in Form von Arbeitsbelastung oder Nervosität kann zu Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen führen. Auch psysische Belastungen wie Trauer oder Liebeskummer stören die Balance im Magen-Darm-Trakt. Denn auch hier schüttet der Körper verstärkt Stresshormone aus. Der Herzschlag beschleunigt sich, die Atmung geht schneller. Der Körper befindet sich quasi im Überlebensmodus, die Verdauung ist da zweitrangig.

Viele Kummergeplagte bekommen außerdem keinen Bissen herunter. Der Magen streikt, man hat keinen Appetit. Trotzdem sollte man nicht gänzlich aufs Essen verzichten. Eine leichte, gesunde Kost mit vielen Vitaminen gibt dem Körper die Energie, die er braucht, ohne den Darm allzu sehr zu belasten.

Die gute Nachricht: Auch bei psychischen Belastungen können Sport und Ablenkung helfen. Geht an die frische Luft, powert euch aus, trefft Freunde! Ihr bekommt dadurch einen freien Kopf und konzentriert euch nicht mehr zu 100 Prozent auf die negativen Gedanken. Das tut nicht nur eurer Seele gut, sondern auch eurem Bauch.

#3 Zu schnelles Essen sorgt für Bauchweh

Wenn ihr häufig mit einem Blähbauch und Krämpfen zu tun habt, euer Arzt aber keine körperliche Ursache findet, solltet ihr neben eurem Stresslevel auch euer Essverhalten unter die Lupe nehmen. Das Problem: Haben wir viel zu tun, nehmen wir uns oft zu wenig Zeit fürs Essen. Wir verputzen unsere Mahlzeit lieber schnell nebenbei. Dabei merken wir kaum, was wir da eigentlich in uns hinein schaufeln.

Die Folge des überhasteten Essens sind ein Blähbauch und Verdauungsprobleme. Denn: Schlingen wir unser Essen herunter, ohne es gründlich zu kauen, schlucken wir neben einer Menge Luft auch unzerkaute Nahrungsstücke herunter.

Dabei ist das Kauen essentiell wichtig: Es hat nicht nur die Aufgabe die Nahrung mechanisch zu zerkleinern, sondern ist auch Teil der (Vor-)Verdauung. Nehmen wir uns zu wenig Zeit für unser Essen dankt es unser Körper also mit einem aufgeblähten Bauch und Krämpfen.

Indem ihr euch für eure Mahlzeit ausreichend Zeit nehmt (mindestens 20 Minuten!) und euch auf das Essen konzentriert, beugt ihr nicht nur Bauchschmerzen vor, sondern ihr esst auch nicht über euren Hunger hinaus. Es kann schon helfen, wenn ihr euch vornehmt, nicht mehr hektisch im Gehen oder vor dem Computer zu essen, sondern euch bewusst Zeit nehmt und eure Mahlzeit am Tisch verspeist.

#4 Fettiges belastet den Bauch

Neben dem richtigen Timing beim Essen spielt aber auch das, was auf den Teller kommt, eine große Rolle, wenn es darum geht, Bauchprobleme zu vermeiden. Auch bei gesunden Menschen, ohne Erkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien, sorgen bestimmte Mahlzeiten für ein, im wahrsten Sinne des Wortes, "ungutes Bauchgefühl". Dazu gehören vor allem sehr fettige Gerichte wie die klassische Weihnachtsgans oder Curry Wurst mit Pommes.

Fettiges Essen ist schwer verdaulich und besonders der Magen hat mit den reichhaltigen Mahlzeiten zu kämpfen. Anders, als zum Beispiel bei Kohlenhydraten oder Proteinen, dauert die Verdauung von Fett nämlich länger, die Nahrung bleibt länger im Magen. Dadurch wird mehr Magensäure produziert, die die Magenschleimhaut angreift und zu Reizungen führen kann. Wir merken das in Form von stechenden Bauchschmerzen oder Völlegefühl.

Interessant ist, dass viele von uns gerade in stressigen Zeiten Heißhunger auf Fettiges haben. Doch ihr solltet dem Drang widerstehen. Denn am Ende fühlt ihr euch hinterher schlechter als davor. Greift statt zu Fast Food lieber zu gesunden, ballaststoffreichen Gerichten mit viel Gemüse und Vitaminen.

Unser Tipp: Seid aufgeschlossen und findet durch Probieren von verschiedenen Rezepten heraus, welches "gesunde Essen" euch gut tut, schmeckt und glücklich macht. Dann stimmt am Ende auch das Bauchgefühl!

Lesetipp auf Onmeda.de: Reizmagen: 5 Tipps gegen Stress im Magen

Pflichttext:
Iberogast®. Zur Behandlung von funktionellen und motilitätsbedingten Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizmagen- und Reizdarmsyndrom sowie zur unterstützenden Behandlung der Beschwerden bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Diese Erkrankungen äußern sich vorwiegend in Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Magen-Darm-Krämpfen, Übelkeit und Sodbrennen. Das Arzneimittel enthält 31,0 Vol.-% Alkohol.

Stand: 09/2018. Bayer Vital GmbH, Kaiser-Wilhelm-Allee 70, 51373 Leverkusen, Deutschland.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

von gofeminin