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Krebs vorbeugen: 12 Regeln zur Krebsprävention

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 15. Oktober 2019

Der Europäische Kodex zur Krebsprävention empfiehlt 12 Regeln, mit denen jeder einzelne Mensch die Chance hat, das eigene Risiko einer Krebserkrankung möglichst niedrig zu halten.

Bereits in den 1980er Jahren erhielten Krebsexperten von der damaligen Europäischen Gemeinschaft (heute EU) den Auftrag, den sogenannten Europäischen Kodex zur Krebsprävention zu erstellen, schreibt die Deutsche Krebsgesellschaft zur Entstehung.

Inzwischen sind im Kodex 12 Regeln festgeschrieben (Stand 2019), durch die jeder Mensch die Chance haben soll, das persönliche Krebsrisiko zu senken. Unter dem Dach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird der Kodex regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Allerdings bezieht sich das nur auf bestimmte Krebsarten, die beispielsweise durch Umwelteinflüsse und/oder Lebensgewohnheiten mitverursacht werden.

Der Europäische Kodex zur Krebsprävention schlägt folgende Maßnahmen vor, um das Krebsrisiko zu senken:

1. Rauche nicht. Und verzichte auf jeglichen Konsum von Tabakprodukten.

2. Halte dein Zuhause und deinen Arbeitsplatz rauchfrei.
Dass Rauchen schädlich ist, sollte inzwischen jedem bekannt sein. Doch was genau das Rauchen und passiv Rauchen in unserem Körper anrichtet, ist den wenigsten richtig bewusst. Denn der Tabakkonsum wirkt nicht nur direkt auf die Atemwege. Das enthaltene Nikotin beeinflusst viele weitere Prozesse im Körper. Mehr dazu, erfährst du im Video.

3. Achte auf ein gesundes Körpergewicht und halte es. Denn auch Übergewicht steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen.

Tipp: Bei Onmeda.de kannst du deinen BMI (Body-Mass-Index) berechnen.

4. Bewege dich täglich und vermeide so oft es geht, Tätigkeiten im Sitzen zu erledigen.
Lies hier die besten Tipps, wie du locker 10.000 Schritte pro Tag schaffst.

5. Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Iss viel frisches Gemüse und Obst und bereite deine Mahlzeiten selbst zu, damit du weißt, was du isst.

Trinke hauptsächlich Wasser und trinke möglichst wenig gesüßte, kalorienreiche Getränke. Außerdem solltest du möglichst selten verarbeitetes Fleisch, rotes Fleisch und salzige Gerichte essen.

Lesetipp: Gesunde Ernährung: Diese 10 Tipps sollten wirklich ALLE kennen

6. Trinke möglichst wenig Alkohol. Zumindest solltest du den Konsum deutlich einschränken. Um das Krebsrisiko so gering wie möglich zu halten, wäre es natürlich am besten, überhaupt keinen Alkohol zu trinken.

7. Vermeide zu viel Sonne und verwende immer einen ausreichenden Sonnenschutz. Achte besonders darauf, dass deine Kinder nicht zu viel Sonne abbekommen und sie immer geschützt sind. Sonnenbaden solltest du unbedingt vermeiden.

Hier erfährst du, wie du auch ohne Sonnenbad gebräunte Haut bekommst: 4 Methoden für braune Beine ohne Sonne.

8. Schütze dich vor allem auch am Arbeitsplatz vor krebserregenden Stoffen. Halte dich dabei an die Vorgaben zum Arbeitsschutz und befolge die Gesundheits- und Sicherheitsanweisungen. Gleiches gilt für Hobbyhandwerker. Sie sollten sich über mögliche Gefahren informieren und das Belastungsrisiko möglichst gering halten.

9. Halte die Radonbelastung in deinem Zuhause möglichst gering. Finde heraus, ob du in deinem Haushalt Strahlung von natürlich hohen Radonwerten ausgesetzt bist. Ergreife wenn nötig Maßnahmen, um den Radonspiegel zu senken.

10. Für Frauen gilt:
Ein Baby zu bekommen und auch das Stillen kann das Risiko für Brustkrebs senken. Daher ist es für Frauen ratsam zu stillen, wenn es denn möglich ist.

Eine Hormonersatztherapie (HRT) in den Wechseljahren kann das Krebsrisiko für bestimmte Krebsarten erhöhen. Deshalb ist es wichtig, mit dem behandelnden Arzt gut abzuwägen, ob eine HRT wirklich notwendig und sinnvoll ist.

11. Bei der Entstehung von Krebs können auch bestimmte Viren, Parasiten und Bakterien im Spiel sein. Daher ist es wichtig, dass deine Kinder bestimmte Impfungen erhalten. Babys sollten beispielsweise eine Hepatitis B Impfung bekommen, zum Schutz vor Leberkrebs. Und für Mädchen ist eine Impfung gegen Humanes Papillomavirus (HPV) sinnvoll, um das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu senken.

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12. Denke daran, selbst regelmäßig vorzusorgen und alle angebotenen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen. Denn je früher eine mögliche Krebserkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungs- bzw. Heilungschancen.

Lesetipp bei Onmeda.de: Wann stehen welche Vorsorgeuntersuchungen an?

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