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Ständig Wadenkrämpfe? Magnesiummangel und seine typischen Symptome

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 7. März 2015

Lebenswichtig für den Körper: Magnesium gehört zu den Mineralstoffen, die wir täglich mit der Nahrung aufnehmen sollten. Ein Magnesiummangel hat ganz typische Symptome - die, nicht beachtet - ernste Probleme für unsere Gesundheit bedeuten können.

Autsch, das tut weh! Wer nachts schon mal von einem Krampf in Fuß oder Wade geweckt wurde, weiß, wie unangenehm das ist. Doch der Krampf ist nicht nur schmerzhaft, er ist auch ein Zeichen für einen möglichen Magnesiummangel. Wadenkrämpfe sind klassische Symptome. Leidet ihr regelmäßig darunter, solltet ihr das mal vom Arzt untersuchen lassen. Denn Magnesium ist ein sehr wichtiger Mineralstoff. Bekommt der Körper dauerhaft zu wenig davon, können Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes begünstigt werden.

So viel Magnesium braucht der Körper

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einer erwachsenen Frau 300 Milligramm Magnesium pro Tag mit der Nahrung aufzunehmen. Das geht eigentlich ganz leicht, denn der Mineralstoff steckt in vielen leckeren Lebensmitteln. Der Bedarf steigt, wenn ihr regelmäßig schweißtreibenden Sport macht, ihr die Pille nehmt oder Medikamente wie Glukokortikoide. Achtet in diesen Fällen verstärkt auf Anzeichen für einen Magnesiummangel und nehmt Symptome wie Wadenkrämpfe ernst.

Darum ist Magnesium so wichtig für unseren Körper

Magnesium gehört zu den Mineralstoffen, die man zwar kennt, aber eher unterschätzt. Da es nicht das Immunsystem stärkt wie Vitamin C, kann es ja nicht so wichtig sein ... Stimmt aber nicht! Magnesium ist tatsächlich superwichtig, denn es ist am Energiestoffwechsel sowie am Nervensystem beteiligt und dadurch bedingt an unserer Muskelleistung. Davon abgesehen braucht unser Körper Magnesium zur Bildung von Knochen, über 300 Enzymen und Eiweiß.

Magnesiummangel: Das sind typische Symptome

Magnesiummangel zieht oft typische Symptome wie Wadenkrämpfe nach sich. Allerdings äußert sich ein Mangel nicht immer in körperlichen Beschwerden. Ein weiteres Problem: Viele der möglichen Beschwerden können eine Reihe von anderen Ursachen haben. Der Wadenkrampf kann beispielsweise eine Folge von falschem Schuhwerk und einer dadurch bedingten Überlastung der Muskeln sein und muss nicht zwingend eine Folge von Magnesiummangel sein. Beobachtet euren Körper trotzdem vorsichtig, wenn eines dieser Symptome regelmäßig auftritt:

  • Muskel- und Wadenkrämpfe
  • Nervosität
  • innere Unruhe
  • Schwindel
  • Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und/oder Migräne
  • Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen

Mit diesen Lebensmitteln beugt ihr einem Magnesiummangel vor

Damit es gar nicht erst zu einem Magnesiummangel kommt, solltet ihr ein bisschen auf eure Ernährung achten. Wer jedoch regelmäßig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse isst, ist meist gut mit Magnesium versorgt. Fleisch, Fisch, die meisten Obst- und Gemüsesorten sowie Kartoffeln und Mineralwasser sind ebenfalls ganz gute Magnesiumlieferanten.

Magnesiumreiche Lebensmittel:

Vollkornbrot © iStock

Magnesiummangel mit Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugen?

Es liegt nahe: Leiden wir an einem Magnesiummangel, besorgen wir uns in der Drogerie oder der Apotheke einfach ein Magnesiumpräparat und alles ist wieder im Lot. Besser ist es jedoch, wenn ihr euren Bedarf über Lebensmittel deckt. Darüber könnt ihr nicht zu viel Magnesium aufnehmen. Manche Nahrungsergänzungsmittel sind dagegen sehr hoch dosiert, sodass der Körper mit dem Magnesium aus der Nahrung stark überversorgt ist. Das kann zu harmlosem Durchfall führen, bei Menschen mit Nierenproblemen jedoch ernste Folgen haben. Die Einnahme von hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln sollte deswegen am besten mit einem Arzt abgesprochen werden.

Quellen:

von Diane Buckstegge

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