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Mehr trinken: 5 Tricks, die zum Wasser trinken motivieren

von Nicole Molitor Erstellt am 16. August 2020
Mehr trinken: 5 Tricks, die zum Wasser trinken motivieren© Getty Images/iStock

Wasser ist gesund, dir aber zu langweilig? Hier erfährst du, wie du auch ohne Durst mehr trinken kannst – und Wasser trinken zur Gewohnheit wird.

Anderthalb bis zwei Liter Wasser sollte jeder von uns täglich im Durchschnitt trinken (abhängig vom Wetter und individuellen Faktoren wie Alter und Gewicht), so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Acht Gläser Wasser klingt eigentlich nicht nach viel. Trotzdem schaffen es die wenigsten, die empfohlene Wassermenge zu sich zu nehmen.

In einer neuen Studie, die Ende Mai 2020 im Auftrag von waterdrop durchgeführt wurde, hat man 1.054 Deutsche von 16–64 Jahren nach ihren Trinkgewohnheiten und Einstellungen zu (Leitungs-)Wasser befragt. Dabei kam heraus, dass nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) den täglichen Wasserbedarf durch Leitungswasser deckt – mit steigendem Alter sogar noch weniger.

Die Gründe dafür reichen von fehlendem Durstgefühl bis zu einem langweiligen oder unangenehmen Geschmack des Leitungswassers durch schlechte Wasserleitungen. Jeder Zehnte gab sogar an, schlichtweg zu vergessen, regelmäßig (Wasser) zu trinken.

Ziemlich verheerend, wenn man bedenkt, dass der menschliche Körper zu 60–65 Prozent aus Wasser besteht und ohne Wasser nicht richtig funktionieren kann.

Mehr dazu: DAS passiert, wenn du täglich 8 Gläser trinkst!

Warum sollte man mehr Wasser trinken?

Auf Platz 1 der Durstlöscher zeichnet sich bei der Studie Kaffee ab. Leitungswasser belegt nur Rang drei, noch hinter abgefülltem Mineralwasser. Immerhin erfreulich, dass wir Deutschen mehr Wasser als ungesunde Softdrinks und gesüßte Säfte trinken. Denn nur Wasser ist komplett kalorienfrei.

Trotzdem verwundert die Tendenz zu Mineralwasser in Plastikflaschen (Männer kaufen übrigens mehr Einwegflaschen als Frauen). Schließlich ist Wasser aus dem Hahn kostenlos, immer verfügbar und nachhaltig. Die CO2-Belastung durch Abfüllen und Transport des abgefüllten Wassers ist 600 (!) mal höher als beim Kranwasser. Vom 100 mal höheren Preis ganz zu schweigen.

Zudem ist die Trinkwasserqualität in Deutschland überall sehr gut, so die Verbraucherzentrale. Tatsächlich sorgen sich laut der Studie aber auch nur 12 Prozent der Befragten um veraltete Rohrleitungen und nur 7 Prozent um bakterielle Verunreinigungen im Leitungswasser. Entsprechendes Umdenken würde nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt freuen.

Zu den Vorteilen von Leitungswasser erfährst du hier mehr bei Onmeda.

So schaffst du es, mehr zu trinken

Letztlich ist es egal, ob du Wasser aus dem Hahn oder aus der Flasche trinkst. Die Hauptsache ist, dass du auf die für dich nötige Trinkwassermenge kommst. Weil das aber leichter gesagt als getan ist, wenn man im Stress ist oder kein Durstgefühl hat, haben wir fünf einfache Tricks gesammelt, die dir dabei helfen, mehr zu trinken.

Dabei gilt: Die empfohlene Wassermenge von rund zwei Litern erstreckt sich auf den ganzen Tag. Du hast also jede Menge Zeit, auf deine acht Gläser zu kommen. "Vortrinken", um eine Wasserreserve für schlechte Zeiten anzulegen, funktioniert übrigens nicht.

Wichtig: Gerade im Sommer ist es wichtig, viel zu trinken, weil der Körper mehr Flüssigkeit verliert. Bei Temperaturen über dreißig Grad dürfen es statt der gewohnten 2 Liter gerne 2,5 Liter bis 3 Liter Wasser sein. Um den erhöhten Wasserbedarf zu unterstützen, kannst du zusätzlich vermehrt wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Grapefruits oder (Wasser-)Melone essen.

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Im Video: So viel Wasser solltest DU täglich trinken

Video von Esther Pistorius

Lesestoff: Gesund leben: Die 10 besten Tipps, mit denen ihr eurem Körper was Gutes tut

1. Mach das Trinken zur Gewohnheit!

Oft reicht es schon, ein paar kleine Punkte im Tagesablauf zu ändern, um den Wasserhaushalt zu verbessern. Das fängt schon beim Aufstehen bzw. Schlafen gehen an.

Stell dir ein Glas Wasser auf den Nachttisch. Dann trinkst du auch wirklich, wenn du nachts Durst bekommst. Oder quälst du dich jedes Mal aus dem Bett, um dir in der Küche ein Glas Wasser zu holen, wenn du durstig bist? Siehst du.

Morgens startest du deinen Tag mit einem Glas Wasser – das immer noch neben dem Bett steht, sofern du es nicht in der Nacht getrunken hast. Schwupp, schon bist du erfrischt und hast mit einem 250-ml-Glas die erste deiner acht Wassereinheiten intus.

Gewöhne dir an, beim Essen zu trinken. Nebenbei unterstützt das deine Verdauung. Willst du abnehmen, kannst du auch vor dem Essen ein Glas Leitungswasser zu dir nehmen. Das füllt den Magen und bremst den Heißhunger.

Tipp: Ist der Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich das in Aggressionen niederschlagen. Die Wut verraucht oft, wenn man sie mit einem Glas Wasser löscht. Kein Witz, der Trick funktioniert in der Regel.

2. Mach das Trinken zum Erlebnis!

Auch Utensilien können dabei helfen, mehr zu trinken. Das beginnt schon bei der Glasform. Lieber zu bauchigen Gläsern als zu schmalen, hohen Trinkgefäßen greifen. Bei gleicher Füllmenge wirkt ein rundliches Glas kleiner und dadurch leichter zu bewältigen als ein großes Glas. Reine Psychologie!

Tipp: Das Glas ist immer ganz voll – gewöhne dir an, ein einmal geleertes Glas sofort wieder aufzufüllen. Um dein Trinkpensum nachvollziehen zu können, sind Trinkgläser mit Fassungsvermögen von genau 250 ml praktisch. Wenn du davon acht Stück getrunken hast, bist du am Ziel.

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Manch einer schwört darauf, mit Strohhalm mehr zu trinken. Denn das lenkt die Aufmerksamkeit aufs Trinken und macht einem bewusst, wie viel bzw. wenig man getrunken hat. Gerade wenn du sonst selten zum Strohhalm greifst, kannst du dir den Reiz des Ungewohnten zu Nutze machen.

In der waterdrop-Studie haben 22 Prozent der Befragten ausgesagt, dass sie eine schöne Nachfüllflasche zum Trinken motivieren könnte. Bei den 16- bis 24-Jährigen waren es sogar 41 (!) Prozent. Warum nicht also in eine dekorative Karaffe oder Trinkflasche investieren, wenn das dazu anspornt, mehr Wasser zu trinken.

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3. Mach das Trinken zur To-Do-List!

Manche Trinkflaschen sind nicht nur hübsch anzusehen, sie erinnern dich sogar (unterwegs) daran, mehr zu trinken. Dazu haben sie eine aufgezeichnete Trinkmarkierung mit Uhrzeiten. Die Skala teilt den Tag in 2 x 4 (= 8) Einheiten ein, sodass du pro Stunde angeregt wirst, ein Glas Wasser bzw. 250 ml Wasser zu trinken.

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Es gibt auch spezielle Erinnerungs-Apps, die zum Einhalten deines Trinkpensums motivieren. Im Zuge des digitalen Minimalismus würden wir jedoch von überflüssigen Handy-Apps abraten. Du kannst genauso gut acht leere Wassergläser auf ein Blatt Papier zeichnen und pro Stunde ein getrunkenes Glas abhaken – nicht anders funktionieren viele Hydration-Apps.

Wenn du arbeitest oder unterwegs bist und die Zeit aus den Augen verlierst, kann dich eine einprogrammierte Handy-Memo ans regelmäßige Wasser trinken erinnern. Auch hierfür gibt es Apps. Der top bewertete "Wasser Trinkwecker" von der Leap Fitness Group ist personalisierbar und alarmiert dich wie ein Wecker, wenn es Zeit zum Trinken wird.

4. Mach das Trinken zur Challenge!

Es geht nichts über eine Erinnerungsstütze aus Fleisch und Blut – etwa durch einen Mitbewohner oder Arbeitskollegen. Am besten motiviert ihr euch gegenseitig dazu, mehr zu trinken. Oder du gehst noch einen Schritt weiter und machst eine Water-Challenge daraus.

Jeder, der mitmachen will, stellt sich eine 1-Liter-Wasserflasche auf den Tisch. Um die zu leeren, hat jeder von euch vier Stunden Zeit. Wer die Flasche als Erstes leer getrunken hat, ist der Gewinner des Tages. Dabei solltest du ehrlich zu dir selbst und deiner Konkurrenz sein.

Besonders gut funktioniert der Wettkampf, wenn du Sichtkontakt mit deinen "Mitspielern" hast. Zu sehen, wie die Flasche der anderen immer leerer wird, kann ein guter Ansporn sein, ebenfalls mehr zu trinken. Und das Beste: Du hebst die Messlatte höher und gewöhnst dich langfristig daran, mehr zu trinken.

5. Mach das Trinken zum Genuss!

Wenn du nur wegen des faden Geschmacks von Leitungswasser oder Mineralwasser zu wenig trinkst, lohnt es sich, das Wasser zu aromatisieren. Damit das Getränk nicht ungesund wird, solltest du unbedingt auf zuckerhaltige Sirups oder Säfte verzichten.

Von waterdrop gibt es kleine Pastillen, die aus reinen Frucht- und Pflanzenextrakten bestehen und sich wie eine Brausetablette im Wasser auflösen. Unser Favorit: Die Vibe-Drops mit dem Sommergeschmack von Physalis, Rosmarin und Pfefferminze.

Frisch, gesund und komplett ohne Verpackungsmüll ist selbstgemachtes Infused Water. Einfach das gewaschene Lieblingsobst klein schneiden und mit Wasser und frischen Kräutern mischen. Das Aromawasser braucht allerdings mindestens zwei Stunden, damit die Zutaten durchziehen können.

Tipp: Das Auge trinkt mit – damit die Fruchtstücke deines Infused Waters nicht unappetitlich im Glas herumtreiben und dich durch Ekel vom Trinken abhalten, kannst du direkt zu einer Flasche mit separiertem Fruchteinsatz greifen (hier bei Amazon)*.

Hast du zuhause sehr kalkhaltiges Wasser, können wir dir einen Wasserfilter ans Herz legen. Sprudelfans sparen sich das Kistenschleppen mithilfe eines SodaStreams. Aufgrund der Kohlensäure trinkt man jedoch tendenziell mehr stilles Wasser als Sprudelwasser. Aber auch hier darfst du dich gerne geschmacklich ausprobieren.

Tipp: Mehr Abwechslung kommt ebenfalls durch den Wechsel von heißen und kalten Getränken auf. Statt nur Leitungswasser zu trinken, kannst du zwischendurch gerne mal eine Tasse ungesüßten Tee oder selbstgemachten Eistee ohne Zucker trinken.

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