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DAS solltest du wissen, wenn du Schmerzmittel nimmst

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 8. November 2018

Der Kopf tut weh, der Rücken schmerzt oder ein Zahn pocht: Gegen all diese Wehwehchen helfen Schmerzmittel. Die gibt's ohne Rezept in jeder Apotheke. Doch welches Schmerzmittel nimmt man wofür? Oder gibt es keine Unterschiede?

Kopfschmerzen sind echt unangenehm. Damit man möglichst schnell wieder schmerzfrei ist, greifen die meisten zur Tablette. Schließlich gibt es Schmerzmittel freiverkäuflich für kleines Geld in jeder Apotheke. Bleibt nur die Frage: Für welchen Wirkstoff entscheide ich mich? Den Klassiker Acetylsalicylsäure (ASS) oder lieber Paracetamol oder Ibuprofen? Die meisten haben nur ein Präparat im Medikamentenschrank und verwenden das bei Kopfschmerzen, genauso wie bei Zahn- oder Rückenschmerzen sowie gegen Fieber. Das ist allerdings keine gute Idee! Es gibt nämlich große Unterschiede bei den Schmerzmitteln, die ihr unbedingt kennen solltet.

Der Klassiker: ASS

Der echte Allrounder unter den Schmerzmitteln ist der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, kurz ASS. Er hilft bei Kopfschmerzen, man kann eine Tablette aber auch gegen Rückenschmerzen nehmen, genau wie bei Regelschmerzen. Und: Ist man erkältet, helfen die kleinen weißen Tabletten dabei, dass das Fieber schneller sinkt.

Was viele nicht wissen: ASS hat eine blutverdünnende Wirkung. Zahnschmerzen sollten aus diesem Grund nicht damit betäubt werden, falls eine größere Zahnbehandlung nötig ist. Kinder unter 12 Jahren, Schwangere sowie ältere Menschen sollten Medikamente mit ASS nicht nehmen. Sprecht am besten mit eurem Arzt, wenn ihr unsicher seid.

Und: Medikamente mit dem Wirkstoff ASS können den Magen-Darm-Trakt angreifen und zu Geschwüren führen.

Wieder im Trend: Ibuprofen

Mindestens ebenso gut wie der Wirkstoff ASS ist Ibuprofen. Ihr könnt es genauso gegen Schmerzen aller Art nehmen, aber auch um Entzündungen zu lindern oder Fieber zu senken. Hier gilt jedoch ebenfalls: Schwangere sollten lieber die Finger davon lassen und die Tabletten nur nach Rücksprache mit dem Arzt nehmen. Für Kinder gibt es spezielle Kinderpräparate.

Allerdings haben auch Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen Nebenwirkungen. Sie greifen den Magen-Darm-Trakt an und können wie der Wirkstoff ASS bei längerer Einnahme zu Geschwüren führen.

Das milde Schmerzmittel: Paracetamol

Paracetamol gilt als der harmloseste Wirkstoff von Schmerzmitteln, den man sogar während der Schwangerschaft nach Rücksprache mit dem Arzt nehmen darf. Seine schmerzlindernde Wirkung ist allerdings etwas schlechter als die von Ibuprofen und ASS. Und: Paracetamol solltet ihr nur bei Beschwerden verwenden, denen keine Entzündung zugrunde liegt. Die lindert der Wirkstoff nämlich nicht. In solchen Fällen ist Ibuprofen die bessere Wahl. Leidet ihr dagegen an einer Erkältung, ist Paracetamol eine gute Alternative.

Allerdings auch eine mit Nebenwirkungen. Der Wirkstoff greift zwar Magen und Darm nicht an, kann aber die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigen. Haltet euch außerdem genau an die Einnahmeempfehlungen. Eine zu hoch genommene Dosis kann schwerwiegende Konsequenzen haben.

Lesetipp: Medikamente: Was ist erlaubt während der Schwangerschaft?

Tipps für die Einnahme von Schmerzmitteln

Auch wenn es Schmerzmittel ohne Rezept in der Apotheke gibt, solltet ihr sie mit Bedacht nehmen. Haltet euch am besten an die folgenden Tipps:

  • Probiert zur Schmerzbekämpfung als allererstes ein Hausmittel: z.B. Teufelskralle bei Rückenschmerzen oder Pestwurz und Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen.
  • Startet mit niedrigen Dosierungen.
  • Bevorzugt Medikamente mit nur einem Wirkstoff.
  • Vermeidet Medikamente, die Koffein enthalten.
  • Nehmt die Tablette immer mit viel Wasser ein.
  • Nehmt die Tablette mit einer Mahlzeit ein.

HINWEIS: Zu Risiken und Nebenwirkungen von Arzneien lest die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragt euren Arzt oder Apotheker.

Quellen & Informationen:

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