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Zika-Epidemie: Wie gefährlich ist das Virus für mich und mein Baby?

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 29. Januar 2016

Das Virus steht zur Zeit im Verdacht, schwere Fehlbildungen bei Embryos auszulösen. Wie groß ist die Gefahr für Deutschland?

Am Montag will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer Notfallsitzung darüber entscheiden, welche Maßnahmen gegen die rasante Ausbreitung des Zika-Virus ergriffen werden. Denn während es lange Zeit als harmlos galt, steht es nun im Verdacht, schwere Fehlbildungen des Schädels bei Embryos zu verursachen. Bereits in 20 Staaten in Mittel- und Südamerika grassiert das Virus. Auch in europäischen Ländern gibt es registrierte Fälle.

Bei einem gesunden Erwachsenen sind die Symptome einer Zika-Infektion gering. Gerade einmal 20 Prozent der Betroffenen weisen leichtes Fieber, Hautrötungen, Kopf- und Gliederschmerzen auf, alle anderen sind symptomfrei. Gefährlich kann die Infektion jedoch für Schwangere werden. Das Zika-Virus steht im Verdacht, Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) bei Embryos zu verursachen. Die geringe Kopfgröße geht einher mit einer geistigen Behinderung. Wie schwer der Grad der Behinderung ist, ist auch abhängig von sogenannten Begleitfehlentwicklungen.

Im Oktober gab es erste Berichte aus Brasilien, dass ungewöhnlich viele Babys mit zu kleinen Köpfen geboren wurden​. Schnell erhoben Ärzte den Verdacht, dass das Zika-Virus die Fehlbildung verursacht. Noch ist der Zusammenhang nicht sicher nachgewiesen, das Virus jedoch breitet sich zum Teil 'explosionsartig' aus.

Wie wird das Virus übertragen?

Hauptverantwortlich für die Übertragung des Virus sind Mücken, genauer die Gelbfiebermücke (beheimatet in den Tropen und Subtropen) und vermutlich auch die Asiatische Tigermücke (vorkommend in den süd- und südostasiatische Tropen und Subtropen). Wie die WHO mitteilte, kann aber auch eine Mensch zu Mensch Übertragung nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es gibt Hinweise, dass der Erreger über das Blut übertragen werden kann und auch in Samenflüssigkeit konnten die Viren nachgewiesen werden.

Was bedeutet das für uns in Deutschland?

Bisher gibt es sieben registrierte Fälle einer Zika-Infektion in europäischen Ländern, darunter auch Deutschland. Alle Reisenden haben sich jedoch im Ausland angesteckt. Weder die Gelbfiebermücke noch die Asiatische Tigermücke ist in unseren Breiten beheimatet.

Eine Infektion mit dem Zika-Virus birgt generell geringe Gefahren. Es ist also nicht davon auszugehen, dass es Reise- oder Handelsbeschränkungen seitens der WHO geben könnte. Schwangeren jedoch empfiehlt die WHO Reisen in betroffene Gebiete "möglichst zu vermeiden". Wer trotzdem reisen muss, sollte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Das Robert Koch Institut empfiehlt Insektenschutzmittel, lange, helle Kleidung und Moskitonetze.

Wer aus einem der betroffenen Gebiete zurückkehrt und innerhalb von drei Wochen grippeähnliche Symptome aufweist, sollte einen Arzt aufsuchen und auf die Reise hinweisen. Mit einem Bluttest kann ermittelt werden, ob eine Infektion vorliegt.

Weitere Informationen zum Zika-Virus findet ihr auf den folgenden Gesundheitsportalen:

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von Anne Walkowiak