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Caligraphy Cut: Ist DIESE Trendfrisur die Rettung für dünne Haare?

Ann-Kathrin Schöll
von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 4. September 2018
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Die neueste Trendfrisur heißt "Caligraphy Cut". Doch damit ist nicht etwa eine bestimmte Haarlänge gemeint, sondern die Art und Weise wie die Haare beim Friseur geschnitten werden. Angeblich soll der Caligraphy Cut plattes, dünnes Haar in eine voluminöse Traummähne verwandeln. Wir haben es getestet!

Glaubt man meiner Frisörin, habe ich 'sehr feines Haar'. Ich würde eher 'dünn und platt' dazu sagen. Und deshalb versuche ich alles, um etwas mehr Fülle auf meinen Kopf zu zaubern. Als ich mich dann vor kurzem auf der Suche nach Tipps für feines Haar durchs Netz geklickt habe, bin ich auf etwas Spannendes gestoßen: den Caligraphy Cut.

Was ist der Caligraphy Cut?

Unter dem kunstvoll klingenden Begriff versteht man eine neuartige Haarschneidetechnik. Die Haare werden nämlich nicht wie gewohnt mit einer Schere, sondern mit einem speziellen Messer geschnitten. Und das sieht ehrlich gesagt eher nach japanischer Küche als nach Friseur-Salon aus.

Doch dieses Messer soll ein wahres Wunder bewirken: Es soll aus müden, dünnen Stähnen eine voluminöse Mähne mit Sprungkraft zaubern. Grund dafür soll der schräge Winkel sein, in dem die Haare mit der Klinge abgeschnitten werden. Der sorgt dafür, dass sich die Oberfläche der Haarspitzen vergrößert. Das soll für Volumen sorgen, Spliss vorbeugen und außerdem ermöglichen, dass Pflegestoffe besser in die Haare eindringen können. Die Schneidetechnik soll die Frisur im Ganzen voller und fluffiger wirken lassen.

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Ein Beitrag geteilt von Calligraphy Cut (@calligraphycut) am Aug 26, 2017 um 10:49 PDT

Caligraphy Cut: Wo gibt's ihn und wie teuer ist er?

Als ich das gelesen hatte, MUSSTE ich den Caligraphy Cut testen. Doch schon da gab es die erste Schwierigkeit: Wer schneidet überhaupt einen Caligraphy Cut? Für diesen Haarschnitt brauchen Friseure nämlich ein spezielles Training. Das soll dafür sorgen, dass die Frisur am Ende nicht nach gerupftem Huhn, sondern nach glossy-glänzender Wow-Mähne aussieht.

Und da die spezielle Art des Haareschneidens länger dauert, als ein klassischer Scherenschnitt, kostet der Caligraphy Cut auch meistens mehr. In meinem Fall waren das 15 Euro extra. Ob euer Friseur die Technik anbietet, könnt ihr auf dessen Website erfahren (oder ihr ruft kurz an).

Caligraphy Cut: Meine (persönliche) Erfahrung

Ich habe also das Netz durchstöbert und tatsächlich einen Friseur in meiner Stadt gefunden, der den Caligraphy Cut anbietet. Erst mal muss man sagen: Es ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Haare werden in Partien abgeteilt, nach hinten oder oben genommen und dann in kurzen Bewegungen mit dem Caligraphy Cut Messer schräg abgeschnitten bzw. abgeraspelt. Das dauert etwas länger als mit der Schere.

Nachdem der ganze Kopf bearbeitet wurde, ging es ans Föhnen. Dann etwas Zupfen, etwas Wuscheln und ich muss sagen: Das Ergebnis sah super aus! Meine sonst so müden Haare wirkten durch den Caligraphy Cut viel voluminöser und insgesamt nicht so platt. Ich war happy... zumindest vorerst.

Das große ABER

Nachdem ich die Haare am übernächsten Tag zuhause gewaschen hatte, war ich nicht mehr ganz so begeistert von meiner neuen Trendfrisur. Denn ohne Profi-Hände, die mich in Form föhnten, sahen meine Haare leider etwas fetzig aus. Und damit meine ich nicht cool und rockig, sondern ziemlich ausgedünnt zu den Spitzen hin. Das liegt daran, dass die Spitzen beim Caligraphy Cut ja nicht alle auf einer Länge waagrecht abgeschnitten, sondern eben abgeschrägt werden, was das einzelne Haar zur Spitze hin dünner macht.

Mit etwas Schaumfestiger, den ich nach dem nächsten Waschen in die Haare knetete, wurde das Ergebnis aber schon deutlich besser. Trotzdem war und bin ich nicht 100% vom Caligraphy Cut überzeugt. Dass die Haare zwar fluffiger aussehen, kann ich bestätigen. Aber sie wirken eben auch etwas "abgefressen".

Ich weiß nicht, ob es an meinem Problemhaar lag, am Können der Frisörin oder am Caligraphy Cut selbst, aber mich hat die so angepriesene neue Trendfrisur nicht überzeugt. Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Denn glaubt man Profis, ist die Schneidetechnik DAS neue Ding. Am besten also selber testen!

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