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Feines Haar, schlaffe Strähnen? So wird's eine üppige Mähne

von Heike Schmidt Veröffentlicht am 1. März 2014

Schönes Haar ist voll, glänzend und gesund. Soweit zur Theorie. Leider sieht die Realität oft anders aus. 40 Prozent der Frauen haben dünnes Haar, das kraftlos wirkt und anfällig ist für Spliss. Die gute Nachricht: Damit müssen sie sich nicht abfinden. Es gibt Mittel und Wege, dem Haar neue Kraft zu verleihen. Wir erklären, wie sich gesundes Haarwachstum unterstützen lässt.

Der Ursprung schöner Haare: Die Haarwurzel

Schönes Haar wurzelt sprichwörtlich in der Kopfhaut, denn dort sitzt die Haarwurzel. In ihr wird das Haar gebildet und über das Blut mit Nährstoffen versorgt. Auch über die Farbe und Dicke des Haares entscheiden die Vorgänge in dieser „Wachstumszentrale“. Ist die Haarwurzel gut mit allem versorgt, was sie braucht, können wir uns über eine prächtige Mähne freuen. Denn kräftiges Haar glänzt von ganz allein und ist relativ widerstandsfähig gegen Spliss oder Haarbruch. Das bedeutet, dass wir den Zustand unseres Haares von außen beeinflussen können, auch wenn seiner grundsätzlichen Beschaffenheit durch unsere Gene Grenzen gesetzt sind.

Doch was braucht unser Haar eigentlich konkret, um gesund und kräftig zu sein? Gesundes Haarwachstum fördert zum einen alles, was den Transport von Nährstoffen an die Haarwurzel anregt, sprich: Was die Durchblutung der Kopfhaut anregt, kommt der Qualität des Haares zugute. Kopfhautmassagen mit den Händen oder einer weichen Bürste fühlen sich also nicht nur toll an, sondern helfen der Versorgung der Haarwurzel auf die Sprünge. Aber auch Substanzen wie Taurin oder Koffein in Form von Haarwasser oder Haar-Seren auf die Kopfhaut aufgetragen haben diesen Effekt.

Was unser Haar zum Schönsein braucht

Eine gute Durchblutung allein reicht aber noch nicht. Es müssen ausreichend Nähr- und Vitalstoffe zu den Haarwurzeln befördert werden, zum Beispiel …

  • Aminosäuren: Diese Mini-Bausteine der Eiweiße braucht der Körper um Keratin zu bilden – den Stoff, aus dem unsere Haare zum Großteil bestehen. Besonders gut verwertbare Aminosäuren stecken in mageren Milchprodukten und fettarmem Fleisch.

  • Vitamine: UV-Licht, Rauchen, Stress – alle diese äußeren Einflüsse führen im Körper zur Bildung von aggressiven Sauerstoff-Molekülen, den so genannten Freien Radikalen. Leider schädigen diese – werden sie nicht vorher schachmatt gesetzt – die Körperzellen. Auch die Zellen der Haarwurzel sind betroffen. Wer also kräftiges Haar will, sollte die schädlichen äußeren Einflüsse abstellen.

    Weil das nicht immer ganz einfach ist, können wir mit Antioxidantien Freie Radikale ausbremsen.
    Die Radikalfänger sind vor allem in Form von Vitaminen (A, E, C) in Obst und Gemüse enthalten. Seit jüngster Zeit weiß man, dass sie auch in Lignane genannten Pflanzenstoffen stecken. Vor allem Leinsamen ist ein guter Lieferant von Lignanen.

  • Spurenelemente: Als wirksame Radikalfänger für die Haarzellen gelten auch die Spurenelemente Selen und Silicium.

  • Magnesium, B-Vitamine und Biotin: Diese Substanze kurbeln die Zellteilung in der Haarwurzel an und bringen damit die Bildung von neuen Haaren auf Trab. Vor allem Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte liefern diesen Vitalstoff-Mix frei Haus.

Vitalstoffmangel schwächt das Haarwachstum

Gemeinsam wirken all diese Substanzen wie eine Intensivkur von innen auf die Haarwurzel. Umgekehrt heißt das jedoch auch: Fehlen diese Substanzen dem Körper über einen längeren Zeitraum, leidet die Substanz unserer Haare. Sie werden brüchig, glanzlos und anfällig für Spliss – auch bei bester Pflege. Außerdem kann ein Mangel an haarwirksamen Substanzen dazu führen, dass unser Schopf immer lichter wird und neue Haare dünner nachwachsen. Eine Unterversorgung mit Vitalstoffen im Körper stellt sich oft schleichend ein. Ihre Folgen wirken auf das Haar aufgrund seines besonderen Wachstumszyklus‘ mit Verzögerung von zwei bis drei Monaten. Erst dann merken wir, dass unser Haar ein Problem hat.

Wer sicher gehen möchte, dass es seinem Haar rundum gut geht, sollte auf eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung achten und Negativ-Faktoren wie Rauchen, viel Sonne oder Stress vermeiden. Damit ist für eine prächtige Mähne schon viel getan.

Allerdings gibt es Phasen, in denen wir hier Abstriche machen müssen: Stress im Job lässt sich nicht immer vermeiden, ebenso wenig wie intensive UV-Strahlung. Außerdem können Hormonpräparate wie die Pille oder körperliche und seelische Erkrankungen dazu führen, dass die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen ins Trudeln gerät. Dann können Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirkstoffe speziell auf das Haarwachstum abgestimmt sind, das Defizit ausgleichen. Eine Tablette am Tag genügt meistens schon, damit die Vital-Balance der Haarwurzel wieder ins Lot kommt.

Der Ursprung schöner Haare: eine gesundes, gut versorgte Haarwurzel © Thinkstock
von Heike Schmidt

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