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So erstellt ihr die perfekte Gästeliste für eure Hochzeit

von Inga Back Veröffentlicht am 17. Februar 2019
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Am liebsten möchte man alle dabei haben, doch die Location bietet nicht so viel Platz und das Budget ist auch begrenzt. Die Gästeliste ist darum ein viel diskutierter Punkt zwischen Brautpaaren - und auch Schwiegereltern. Wir zeigen euch, wie ihr in nur acht Schritten die perfekte Gästeliste erstellt.

Kaum ein Punkt bei der Hochzeitsplanung ist so schwierig, wie die Entscheidung über die Gästeliste. Schließlich gibt es zwei Familien und viele Freunde zu berücksichtigen, aber oft nur begrenztes Budget und Plätze.

Zudem reden nicht nur Braut und Bräutigam mit, sondern auch die Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und auch Menschen, von denen ihr es nicht erwartet hättet.

Wenn es um die Gästeliste geht, hat plötzlich jeder eine Meinung. Wir verraten euch, wie ihr trotzdem in nur acht Schritten eine Gästeliste erstellt, mit der ihr am Ende glücklich seid.

1. Notiert alle Menschen, die ihr gerne einladen würdet

Der erste Schritt beim Erstellen der Gästeliste für eure Hochzeit ist zweifelsohne, alle Menschen aufzuschreiben, die ihr gerne dabei hättet. Fangt an, munter lustig alle aufzuschreiben und macht erst einmal keine Abstriche. Zum Reduzieren kommen wir später. Jetzt geht es erst einmal darum, dass ihr niemanden vergesst.

Notiert also ruhig nicht nur diejenigen, die ihr wirklich einladen möchtet, sondern auch diejenigen, die ihr glaubt einladen zu müssen. Als Faustregel wird die Gästeliste gedrittelt. Das bedeutet: Ein Drittel für die Familie der Braut, ein Drittel für die Familie des Bräutigams und ein Drittel für Freunde, Kollegen und Bekannte. Sobald ihr damit fertig seid, habt ihr eine maximale Gästeanzahl, mit der ihr arbeiten könnt.

2. Legt zuerst die A-Liste an

Im zweiten Schritt geht es darum, eine erste Vorauswahl zu treffen. Jetzt sortiert ihr die Gästeliste, die ihr soeben erstellt habt und schreibt die Menschen heraus, die ihr wirklich unbedingt an eurem großen Tag dabei haben wollt. Dies wird eure A-Liste, also die Menschen, die auf jeden Fall eine Einladung zu eurer Hochzeit bekommen werden. Im Normalfall besteht diese aus der engsten Familie und sehr guten Freunden des Brautpaares.

Um festzulegen, wer wirklich die Ehre verdient hat, auf der A-Liste zu stehen, solltet ihr aber nicht nur den Verwandschaftsstatus betrachten. Stellt euch eure Hochzeit vor dem inneren Auge vor. Sind diese Menschen dann da? Könnt ihr sie mit euch lachen, tanzen und Spaß haben sehen? Nur wenn ihr diese Fragen mit 'Ja' beantworten könnt, gehören diese Leute wirklich auf die A-Liste.

3. Jetzt folgen die Gruppen B und C

Sobald eure A-Liste feststeht, verteilt ihr die restlichen Gäste auf die Gruppen B und C. Auf der C-Liste sind also die Menschen, die ihr nur dann einladen werdet, wenn ihr noch Platz und Budget offen habt oder jemand absagt. Auf der B-Liste sind Menschen, die ihr einladen möchtet, sortiert nach Priorität.

Wenn euer Budget und eure Location es zulassen, dann wird die gesamte B-Liste eingeladen. Falls die Location nicht genügend Platz bietet, oder das Budget nicht ausreicht, werden die Personen am unteren Ende der B-Liste nicht mehr eingeladen.

4. Entscheidet euch für eure Location und euer Budget

Es gibt mit Sicherheit viele Menschen, die ihr einladen würdet, wenn ihr könntet, aber auch bei einer Hochzeit kommt der Zeitpunkt, ab dem man realistisch sein muss. Wenn ihr euch in eine Location verliebt habt, in der nur 75 Personen Platz finden, könnt ihr dort keine 150 Menschen hineinquetschen. Ihr werdet euch also entscheiden müssen, was euch wichtiger ist: die Location oder die restlichen Gäste.

Ähnlich sieht es beim Budget aus, denn die Gäste sind ein großer Kostenpunkt - und jeder einzelne Gast treibt diesen Punkt nach oben. Ja kleiner euer Budget ist, desto weniger Gäste werdet ihr tendenziell einladen können.

An diesem Punkt eurer Gästelisten-Planung macht es also durchaus Sinn zu pausieren, sofern eure Location noch nicht feststeht. Mit eurer A- und B-Liste habt ihr einen groben Rahmen an Personen, die ihr gerne einladen möchtet. Nehmen wir an, dass eure A- und B-Liste zusammen 100 Personen ergeben, dann wisst ihr jetzt, dass ihr eine Location sucht, die 100 Menschen Platz bietet.

5. Die finale Gästeliste: Jetzt wird gekürzt

Sobald ihr eure Location gefunden habt, könnt ihr eure finale Gästeliste festlegen. Jetzt wisst ihr, wie viele Menschen ihr platztechnisch einladen könnt und mit hoher Wahrscheinlichkeit habt ihr jetzt auch ein Pro-Kopf-Budget. Wenn ihr jetzt also wisst, dass ihr 90 Personen einladen könnt, eure A-, B- und C-Listen aber 150 ergeben, dann müsst ihr kürzen.

Wen müsst ihr nicht unbedingt zur Hochzeit einladen?

Als erstes kürzt ihr eure C-Liste. Diese besteht für gewöhnlich aus Bekannten, Kollegen, Ex-Partnern und alten Schulfreunden. Auch entfernte Verwandte können auf dieser Liste stehen. Heutzutage gibt es wenige Regeln, wenn es um die Gästeliste geht, aber ein paar Dinge gilt es dennoch zu beachten:

Freunde eurer Eltern: Wenn eure Eltern euch finanziell bei der Hochzeit unterstützen, wäre es nur fair, wenn ihr ihnen auch zugesteht, dass sie wirklich gute Freunde einladen dürfen. Aber auch hier dürft ihr die Messlatte hoch setzen. Wenn ihr diese Freunde das letzte Mal vor zehn Jahren gesehen habt, müsst ihr sie auch nicht zu eurer Hochzeit einladen.

Entfernte Verwandtschaft: Bloß weil ihr denselben Nachnamen teilt, bedeutet das noch nicht, dass ihr diese Menschen auch automatisch zur Hochzeit einladen müsst. Ganz besonders dann nicht, wenn ihr euch sonst niemals seht. Wenn ihr also nur noch eine begrenzte Zahl an Menschen einladen könnt und euch zwischen Freunden und entfernten Verwandten entscheiden müsst, wählt eure Freunde.

Alte Freunde aus der Uni oder Schule: Eine Hochzeit ist kein Klassentreffen. Es geht darum die Liebe zwischen dir und deinem Partner zu feiern und nicht darum alte Bekannte wiederzutreffen. Wenn ihr alte Freunde wiedersehen möchtet, ist dafür auch nach der Hochzeit noch genügend Zeit.

Kollegen: Prinzipiell muss man niemanden von der Arbeit einladen. Wenn ihr euch allerdings auch privat trefft, oder es nur ein sehr kleines Team ist, dann kann es sehr schön und wertschätzend sein, wenn ihr eure Kollegen zur Hochzeit einladet. Als Faustregel gilt hier: Wenn es ein kleines Team ist, solltet ihr alle einladen, bei einem großen Team könnt ihr auch einzelne Kollegen herauspicken. Euer direkter Chef sollte aber in jedem Fall mit auf der Gästeliste stehen, sobald ihr auch nur eine Person von der Arbeit einladet.

Ex-Partner: Wenn es für Braut und Bräutigam wirklich in Ordnung ist und ihr diesen Ex-Partner beide bei eurer Hochzeit dabei haben wollt, dann könnt ihr diese Person einladen. Es gibt aber auf gar keinen Fall eine Regel, nach der ihr Ex-Partner einladen müsst. Auch dann nicht, wenn ihr nach wie vor denselben Freundeskreis teilt.

Nachbarn: Mag sein, dass ihr Tür an Tür wohnt und euch dadurch täglich seht. Vielleicht schenkt ihr euch auch jedes Jahr an Weihnachten Plätzchen und haltet Smalltalk über alles, was es so Neues in eurem Leben gibt. Im Endeffekt sind es jedoch nur die Menschen, die nebenan wohnen und es gibt keinen Grund ihnen ein Abendessen für 60 Euro gemeinsam mit euren Familien und Freunden zu spendieren.

Macht den 1-Jahr-Test für alle Wackel-Kandidaten

Wenn ihr euch bei einer handvoll Gäste noch immer unsicher seid, ob ihr sie wirklich einladen sollt, kann der 1-Jahres-Test helfen. Fragt euch, ob ihr diese Leute im Laufe des letzten Jahres gesehen habt und ob ihr sie im Laufe des nächsten Jahres sehen werdet, auch wenn die Hochzeit nicht stattfinden würde. Ist die Antwort ein 'Nein', ist die Wahrscheinlichkeit auch recht hoch, dass ihr sie besser nicht einladen solltet.

Falls ihr trotzdem zweifelt, könnt ihr den Spieß auch einfach herumdrehen: Wärt ihr beleidigt, wenn sie euch nicht zu ihrer Hochzeit einladen würden? Wenn es für euch vollkommen in Ordnung wäre, kein Teil ihrer Hochzeit zu sein, dann ist es für sie mit Sicherheit genauso nachvollziehbar, dass sie nicht zu eurer eingeladen sind.

6. Erlaubt keine Begleitungen

Gerade wenn unter euren Freunden viele Singles sind, könnt ihr eure Gästezahl drastisch senken, wenn ihr keine Begleitungen erlaubt. Früher setzte man die Grenze bei unverheirateten Paaren. Da sich heutzutage jedoch viele Paare gegen den Trauschein entscheiden, solltet ihr die Grenze etwas lockerer fassen.

Paare, die sich sehr klar zueinander bekannt haben, indem sie sich beispielsweise verlobt haben, zusammengezogen sind oder seid vielen Jahren ein Paar sind, sollten beide eingeladen werden - auch dann, wenn ihr nur einen von beiden kennt.

Ist eine Beziehung ganz frisch, gibt es allerdings keine Verpflichtung den neuen Partner einzuladen, ganz besonders dann nicht, wenn ihr euch sicher seid, dass die neue Flamme eurer Schwägerin sowieso bald Vergangenheit ist.

7. Die große Frage: Kinder einladen - ja oder nein?

Ein weiterer Punkt, der nicht unbedingt ein großer Kostenfaktor ist, aber unter Umständen darüber entscheidet, ob bestimmte Gäste kommen werden oder nicht, ist die Frage, ob ihr Kinder einladet oder nicht. Es steht euch natürlich frei zu entscheiden, dass ihr eine Hochzeit ohne Kinder feiern möchtet - in diesem Fall kann es jedoch passieren, dass einige Gäste absagen, weil ihnen ein Babysitter fehlt.

Ihr könnt euch auch dazu entscheiden, nur Kinder aus der engsten Familie mit einzuladen. Es besteht auch die Möglichkeit bei Teenagern die Grenze zu ziehen, sodass Kinder unter 12 nicht erscheinen dürfen. In diesem Fall solltet ihr jedoch darauf achten, dass ihr die Gefühle jüngerer Geschwister verletzen könntet, wenn ihr die Grenze zu hart zieht und die 11 Jahre alte Schwester nicht einladet, die 13-Jährige aber kommen darf.

Wenn ihr sagt, dass Kinder nicht erwünscht sind, solltet ihr eure Gäste auch gleich behandeln. Das bedeutet: Wenn eure Freunde keine Kinder mitbringen dürfen, gilt dies für alle Freunde. Wenn ihr einigen Freunden erlaubt ihre Kinder mitzubringen und anderen nicht, wäre der Konflikt sonst fast schon garantiert.

8. Die finale Gästeliste

Wenn ihre eure Gästeliste so weit zusammengestrichen habt, bis sie endlich eurem Budget und eurer Location gerecht wird, habt ihr die finale Gästeliste. Etwa acht Monate vor der Hochzeit könnt ihr diese dann verschicken. Wenn ihr Save-the-dates rausschickt, dann sendet diese etwa acht Monate im Vorfeld ab und schickt die richtigen Einladungen etwa vier bis sechs Monate vor der Hochzeit ab.

Die meisten Menschen nehmen Hochzeitseinladungen wahr, dennoch gibt es etwa fünf bis zehn Prozent Absagen von Menschen, die wirklich gerne kommen würden, aber terminlich oder aus persönlichen Gründen einfach nicht können. Wenn ihr die Deadline für eine Zu- oder Absage früh genug setzt (etwa sechs bis acht Wochen nach Erhalt der Einladung), dann könnt ihr auch eine zweite Runde Einladungen verschicken, an die Nachrücker.

Haltet also eine Liste an Menschen bereit, die es nicht auf die erste Gästeliste geschafft haben, die ihr aber dennoch gerne dabei hättet. Es ist gut möglich, dass sich dieser Wunsch erfüllt.

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