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Winterhochzeit: So sagt ihr in der kalten Jahreszeit wunderschön "Ja"

von Inga Back Veröffentlicht am 30. Januar 2020
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© Getty Images

Heiraten im Winter ist etwas ganz Besonderes. Wir sagen euch, worauf es bei der Traumhochzeit bei eisigen Temperaturen ankommt – und was die wenigsten bedenken.

Der Winter ist nicht nur eine besinnliche, sondern auch eine wunderschöne Jahreszeit. Die Natur zeigt sich von ihrer außergewöhnlichen Seite – vor allem dann, wenn es schneit. Alle blicken auf das Jahr zurück oder erwarten voller Freude das nächste.

In dieser Zeit zu heiraten kann für eine ganz außergewöhnliche Hochzeit sorgen. Da die eigene Hochzeit in jedem Fall einzigartig und unvergesslich sein soll, passen Winter und Hochzeiten eigentlich perfekt zusammen. Warum also nicht die Traumhochzeit in den Winter legen?

Festlich und gemütlich: Die Winterhochzeit hat viele Vorteile

Obwohl der Gedanke einigen Bräuten erst einmal abwegig erscheint, bietet die kalte Jahreszeit viele Vorteile. Ihr müsst es nicht allen anderen gleich tun und im Sommer heiraten! Bei einer Winterhochzeit bekommt ihr eine wahnsinnig romantische Stimmung und viele Vergünstigungen.

Vorteile der Winterhochzeit: bezauberndes Ambiente

Je kälter und dunkler es draußen wird, umso schöner, gemütlicher und edler könnt ihr es euch und euren Gästen herrichten. Selbst wenn ihr nicht mit dem idealen Winterwetter aus Schnee und Sonnenschein gesegnet werdet und das Wetter stattdessen matschgrau ist. Innen könnt ihr es euch wunderschön machen!

Mit winterlicher Dekoration, Unmengen an Kerzen und kuscheligen Gastgeschenken wird eure Winterhochzeit zum echten Highlight.

Vorteile der Winterhochzeit: die Wettergarantie

Nur weil ihr im Winter heiratet, ist das noch kein Garant für Schnee. Genauso wenig wie Sonnenschein garantiert ist, wenn ihr im August heiratet. Es kann immer regnen und ungemütlich werden. Bei einer Winterhochzeit habt ihr jedoch den massiven Vorteil, dass ihr euch bereits auf einen Tag drinnen einstellt. So gibt es kein Zittern, ob das Wetter hält, wie es bei einer Sommer-Trauung im Freien der Fall ist.

Die Sommerhochzeiten im Freien werden immer so in den Himmel gelobt. Dabei kann es erstens auch einfach regnen oder zu kalt sein, dann fühlen sich eure Gäste im Freien ganz bestimmt nicht wohl. Es kann aber auch zu heiß sein. Es gibt nichts Schlimmeres bei einer Trauung als eine Dreiviertelstunde in der prallen Sonne bei brütender Hitze zu sitzen.

Bei der Winterhochzeit wisst ihr wenigstens genau, worauf ihr euch einlasst und ihr müsst nicht spontan nach einer Ausweich-Location suchen. Eure Feier findet, wie gewünscht, bei knisterndem Kaminfeuer, Lichtermeer und romantischen Klängen statt.

Vorteile der Winterhochzeit: mehr Möglichkeiten

Bei einer Hochzeit im Winter habt ihr einen weiteren, riesigen Vorteil gegenüber allen Brautpaaren, die sich in den Sommermonaten trauen lassen: Ihr habt die große Auswahl bei den Dienstleistern und eurem Wunschtermin. Die Standesämter haben mehr Termine frei, die Locations sind nicht ausgebucht und auch Dienstleister wie DJs oder Fotografen sind in der Regel noch frei verfügbar.

​​Hinzu kommt, dass wahrscheinlich mehr Gäste für eure Winterhochzeit zusagen. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, ob eure Freunde und Familien noch auf drei weiteren Hochzeiten eingeladen sind oder dann bereits im Urlaub sind.

Auch die preisliche Komponente spielt im Winter eine Rolle: Viele Dienstleistungen werden günstiger angeboten als im Sommer.

Vorteile der Winterhochzeit: entspannteres Planen

Dieser Punkt geht mit dem davor einher: Wenn ihr mehr Möglichkeiten habt, weil Dienstleister und Locations nicht ausgebucht sind, dann habt ihr auch weniger Planungsstress. Ihr müsst nicht 1,5 Jahre im Voraus bei eurer Wunschlocation buchen. Im Januar ist sie vielleicht regulär frei verfügbar.

Vorteile der Winterhochzeit: eine ganz besondere Feier

Im Sommer heiraten kann jeder – und es macht auch jeder. Deshalb sieht man bei Sommerhochzeiten auch immer wieder das Gleiche. Dieselben Blumen, dieselben Spiele, dieselbe Deko. Bei einer Winterhochzeit könnt ihr jedoch alles anders machen (und müsst ihr vielleicht auch).

Dazu kommt der entscheidende Vorteil, dass eure Dienstleister im Winter auch nicht so viel zu tun haben. Sie haben weniger Stress und so vergessen sie nichts, was ihr euch gewünscht habt und haben vielleicht auch mehr Spaß daran, sich mit euch etwas Besonderes einfallen zu lassen. Stellt euch auf eine Hochzeit der Extraklasse ein.

Nachteile der Winterhochzeit: Es wird kalt und eventuell glatt

Dass man sich bei einer Winterhochzeit auf Kälte einstellen muss, ist kein Geheimnis. Schnee trifft man heutzutage bei uns zwar eher selten an, aber Glätte oft. Für die Braut kann das bedeuten, dass sie auf hohe Schuhe verzichten muss.

Je nachdem, wo die Location ist, kann das für die Gäste auch bedeuten, dass sie eine erschwerte An- und Abreise haben. Im schlimmsten Fall können einige Gäste sogar spontan aufgrund von glatten Straßen gar nicht kommen.

Winterhochzeit: Darauf kommt's an!

Ihr habt richtig Lust bekommen, eure Liebe im Winter zu feiern und euer Versprechen für die Ewigkeit bei ungemütlichem Wetter abzugeben? Wir zeigen euch, worauf ihr bei eurer Hochzeit im Winter achten solltet und geben wichtige Tipps für eure Hochzeitsvorbereitungen.

Winterhochzeit = Weihnachts-Hochzeit?

Die Terminfrage ist auch bei einer Winterhochzeit sehr wichtig. Einfacher ist eine Feier im Januar oder Februar. Im Dezember sind viele im Weihnachtsstress. Geschenke müssen besorgt werden, diverse Einladungen für Weihnachtsfeiern stehen an und bei vielen ist vielleicht sogar ein Urlaub geplant. Eure Traumhochzeit soll schließlich nicht zwischen all den Weihnachtsterminen untergehen.

Weihnachten ist aber nicht nur eine Terminfrage. Wer in der Zeit von Ende November bis Anfang Januar heiraten möchte, muss sich damit auseinandersetzen, dass viele Locations weihnachtlich dekoriert sind. Wer mit rot, grün, silber oder gold so gar nichts anfangen kann, heiratet am besten erst dann, wenn der Weihnachtstrubel vorbei ist.

Die perfekte Winterhochzeits-Location

Die Location ist das A und O bei eurer Winterhochzeit. Im Winter wirken ländlichere Locations wie Scheunen, Gutshöfe, Mühlen, Burgen oder Schlösser mit viel Natur drumherum verwunschen und mystisch. ​Vor allem wenn Schnee fällt, entsteht hier sofort eine romantische und märchenhafte Atmosphäre.

Dann bergen solche Locations aber auch die Gefahr schlecht geräumter und glatter Straßen. Schaut euch also unbedingt auch die Wege an, wenn ihr eine Location besichtigt. Sind sie asphaltiert und breit? Sind sie kurvig und liegen an einem Berg oder im Wald? Was ist mit der Location selbst: Liegt dort Kopfsteinpflaster?

Keines dieser Kriterien muss ein Aus für diese Location bedeuten, aber ihr solltet euch zumindest bei der Planung darauf einstellen (und gegebenenfalls eure Gäste warnen).

Tipp: Bei Anfragen von Locations im Winter habt ihr oftmals den klaren Preisvorteil. Recherchiert gut und vergleicht Angebote. Hier sind Schnäppchen durchaus möglich.

Heiraten im Winter: raffinierte Hochzeitsdeko

Natürlich soll auch die Hochzeitsdeko zum winterlichen Motto passen. Am besten setzt ihr auf alles, was die Natur zu bieten hat: Tannenzapfen, Zweige, Nüsse, Gewürze und getrocknete Winterfrüchte eignen sich perfekt für euer Deko-Konzept. Aber auch frische und essbare Dekoration kommt bei einer Winterhochzeit sehr gut. Wie wäre es mit etwas Tannengrün, Granatäpfeln und Mandarinen als Tischdeko?

Bei einer Winterhochzeit könnt ihr auch auf Glanz und Glitzer setzen, ohne dass es kitschig wird! Kombiniert edles Gold mit Rot oder weicht vom warmen Farbkonzept ab und geht hinüber zu einer Winterlandschaft mit Silber, Weiß, Schneeflocken und Eiskristallen.

Einer der wichtigsten Punkte bei einer Winterhochzeit ist die Beleuchtung. Hier gilt: Nicht kleckern, sondern klotzen! Ihr dürft aus dem Vollen schöpfen. Von Teelichtern über Kerzenleuchter bis zu Fackeln für die Außenillumination ist alles willkommen. Je mehr Lichter ihr in der dunklen Jahreszeit nutzt, desto besser. Auch imposante Kronleuchter an den Decken sorgen sofort für einen edlen Eindruck.

Denkt bei einer Winterhochzeit auch an eure Gäste!

Ihr kennt eure Location und den Ablauf der Feier am besten. Bereitet eure Gäste also ruhig auf das vor, was sie erwartet. Warnt sie, wenn es Kopfsteinpflaster gibt, oder wenn sie erst einmal eine Stunde in einer kalten Kirche sitzen müssen.

Denkt außerdem auch für eure Gäste mit. Legt Decken aus für diejenigen, die nicht warm genug angezogen sind. Stellt draußen Heizpilze oder -öfen auf. Denkbar wäre auch Glühwein, heißer Kakao oder Punsch, um eure Gäste von innen zu wärmen. Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, Hauptsache ihr dekt auch an eure Gäste.

Heiraten im Winter: Die schönsten Brautkleider

Das Brautkleid bei einer Winterhochzeit kann genauso schön sein wie bei einer Sommerhochzeit. Alle Brautkleid-Designer bieten atemberaubende Modelle, die wintertauglich sind.

Dabei muss es auch nicht immer eine Variante mit langem Arm sein. Kurzarmkleider werden einfach mit den passenden Accessoires winterfest gestylt: Eine Stola, ein Fellkragen, ein breiter Schal, ein Bolero oder ein kleines Jäckchen sagen der Kälte den Kampf an. Unter dem Kleid könnt ihr wärmende Strumpfhosen und warme Schuhe tragen.

Besondere Highlights beim Winter-Brautkleid sind ein weicher (Kunst-)Pelzmuff, lange Handschuhe, Blumen im Haar oder ein glitzerndes Diadem. So hebt ihr euch garantiert von Sommerbräuten ab.

Winterhochzeit: Der passende Brautstrauß

Zum perfekten Brautkleid gehört selbstverständlich auch der passende Winter-Brautstrauß. Auch wenn man bei der Auswahl der Blumen die Saison beachten sollte, müsst ihr jetzt nicht auf Tannengrün und Amaryllis ausweichen, bloß weil ihr im Winter heiaretet.

Auch im Winter könnt ihr einen wunderschönen Brautstrauß mit Anemonen, Rosen und tollen Beeren stecken lassen. Dazu sieht Tannengrün klasse aus. Wer das nicht mag, kann ganz klassisch auf Eukalyptus oder Olivgrün ausweichen.

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Video von esther.pistorius

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