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Hochzeitsrede: Tipps für die perfekte Ansprache

von Carolin Hartmann Erstellt am 9. September 2021

Eine Hochzeitsrede gehört zu einer Hochzeit dazu. Egal, ob sie vom Brautpaar selbst, vom Brautvater, der Brautmutter oder von den Trauzeugen vorgetragen wird, die feierliche Ansprache ist immer etwas Besonderes. Doch worauf sollte man bei seiner Rede achten?

Aufregung, Emotionen oder fehlende Worte – bei der Hochzeitsrede kann alles zusammenkommen. Doch wie meistert man den großen Auftritt vor der Verwandtschaft und den Freunden souverän und ohne Patzer? Schließlich sind alle Augen in diesem besonderen Moment auf einen gerichtet und die passenden Worte für den schönsten Tag im Leben sind nicht immer leicht zu finden. Damit die Hochzeitsrede gut in Erinnerung bleibt, haben wir die wichtigsten Tipps für die Ansprache für euch zusammengestellt.

Die Tradition der Hochzeitsrede

Hochzeitsreden sind schon lange traditioneller Bestandteil einer Hochzeitsfeier. Der genaue Ursprung ist zwar nicht bekannt, aber man geht davon aus, dass schon die alten Ägypter solche Ansprachen gehalten haben. Wer auch immer damit angefangen hat, der Brauch, dem Brautpaar mit einer Hochzeitsrede alles Gute zu wünschen oder seine Gäste willkommen zu heißen und zu danken, hat sich bis heute durchgesetzt.

Bräutigam, Braut, Trauzeugen oder Eltern? Wer hält die Hochzeitsrede?

Wer die Hochzeitsrede hält, bleibt heutzutage dem Brautpaar und der Festgesellschaft selbst überlassen. Während früher professionelle Redner oder Rhetoriker die Ansprache für das Brautpaar auf der Hochzeit gehalten haben, wird die Rede heute vor allem vom Brautpaar selbst oder von nahen Verwandten, Trauzeugen oder Freunden gehalten.

Üblicherweise hält in einer gemischtgeschlechtlichen Ehe der Bräutigam die Hochzeitsrede, um die Gäste willkommen zu heißen, ihnen für ihr Erscheinen zu danken und das Buffet zu eröffnen. Er kann aber auch ein paar persönliche Worte an seine frisch Vermählte richten und so für tolle Gänsehautmomente sorgen. Natürlich kann diesen Part auch die Partnerin übernehme. Heutzutage kann sich das Brautpaar in der Regel sowohl bei einer gemischt- als auch bei einer gleichgeschlechtlichen Ehe aussuchen, wer die Hochzeitsrede hält.

Aber auch die Rede der Brauteltern, egal ob Vater oder Mutter, kann emotional werden. In der Hochzeitsrede richten die Eltern die Worte traditionell an das Schwiegerkind und seine Verwandtschaft und heißen sie herzlich willkommen in der neuen Familie. Die Rede der Trauzeugen kann dagegen auch etwas lustiger angelegt sein. Da Trauzeuge oder Trauzeugin das Brautpaar meist sehr gut kennt und schon viel mit ihnen erlebt hat, kann die ein oder andere spaßige Geschichte ans Tageslicht kommen und für Lacher auf der Hochzeitsfeier sorgen. Hier sollte man jedoch aufpassen, dass es nicht zu peinlich oder unangenehm für das Brautpaar wird.

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Hochzeitsrede vorbereiten: Die richtigen Worte finden

Egal, wer eine Hochzeitsrede hält, es ist immer ein ganz besonderer Moment für die Person. Man sollte sich daher gut darauf vorbereiten, um die richtigen Worte zu finden und nicht planlos auf der Hochzeitsfeier zu stehen. Doch das ist oft einfacher gesagt als getan. Während einige keine Probleme haben, darauf loszureden, brauchen andere etwas Vorbereitung. Wichtig ist, dass die Hochzeitsrede das Brautpaar glücklich macht.

Bereitet euch daher vor der Hochzeit gut auf die Ansprache vor. Überlegt euch, was ihr dem Brautpaar mitgeben wollt oder was ihr ihnen schon immer einmal sagen wolltet. Schreibt diese Stichpunkte gerne auf und übt die Hochzeitsrede zu Hause. Gerne auch vor dem Partner, der Partnerin (natürlich nicht, wenn ihr als Braut oder Bräutigam die Rede halten wollt) oder vor dem Spiegel. Dabei kommt es nicht darauf an, dass ihr die Rede völlig fehlerfrei und ohne Stottern und Versprechern vortragt. Für die Emotionen ist es nur wichtig, dass ihr die richtigen Worte findet. Fehler können passieren und machen die Hochzeitsrede viel authentischer.

Falls euch gar nichts für die Hochzeitsrede einfällt, kommen hier ein paar Themen und Ideen, die ihr an das Brautpaar richten könnt:

  • Was verbindet euch mit dem Brautpaar?
  • Was für Wünsche möchtet ihr ihnen mit auf dem Weg geben?
  • Die Kennenlern-Geschichte von Braut und Bräutigam.
  • Warum gehören die beiden unbedingt zusammen?
  • Besondere Momente im Leben des Paares hervorheben.
  • Was habt ihr schon Tolles mit den beiden erlebt?
  • Was macht deine frisch Vermählte oder dein frisch Vermählter aus? Was liebst du an ihm?


Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Themen für eine perfekte Hochzeitsrede. Wichtig ist: Sie sollte aus dem Herzen kommen.

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Der richtige Zeitpunkt für eine Hochzeitsrede

Generell ist nicht vorgeschrieben, wer wann die Hochzeitsrede halten soll. Ihr solltet euch aber vorab absprechen, wer eine Rede halten möchte und dann die Zeitpunkte gut koordinieren, damit sich die Ansprachen über den Abend gut verteilen.

Heutzutage hat sich folgende Reihenfolge bewährt: Nachdem das Brautpaar die Glückwünsche und Geschenke der Gäste entgegengenommen haben und alle auf ihren Plätzen sitzen, folgt die offizielle Begrüßung durch das Brautpaar. Je nach Ablauf der Hochzeitsfeier wird meist auch direkt das Buffet eröffnet. Nach der Vorspeise kommen dann meist die Brauteltern zu Wort. Anschließend Trauzeugen, andere Familienmitglieder oder enge Freunde. Wichtig dabei: Lasst immer etwas Zeit zwischen den Hochzeitsansprachen verstreichen.

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Den Höhepunkt bildet die Hochzeitsrede des Brautpaares. Hier kann noch mal allen gedankt werden oder das Braut und Bräutigam richten eine persönliche Liebeserklärung an seine Partnerin oder seinen Partner.

Natürlich bleibt es jeder Hochzeitsgesellschaft selbst überlassen, wer wann reden möchte. Die aufgeführte Reihenfolge kann jedoch als Leitfaden genutzt werden.

Wie lange sollte die Hochzeitsansprache sein?

Ansprachen können manchmal ganz schön lang sein. Und wenn sie so lang sind, besteht die Gefahr, dass die Gäste einem irgendwann nicht mehr zuhören. Das gilt auch für Hochzeitsreden. Sie sollten ebenfalls nicht zu lang sein. Aber was heißt schon zu lang. Als Faustregel gilt: Die Ansprache auf der Hochzeitsfeier sollte zwischen zwei und maximal sieben Minuten dauern. Länger als zehn Minuten wird dagegen schon anstrengend. Auch, wenn die Rede noch so interessant ist.

Ihr solltet daher schnell zum Punkt kommen und nicht lange drum herumreden. Auf zeitfüllende Floskeln solltet ihr auch verzichten. Die kann man nämlich irgendwann nicht mehr hören. Ist die Hochzeitsrede dagegen persönlich und emotional gestaltet, hat der Gast auch viel mehr Lust zuzuhören.

Tipp: Möchtet ihr eine Hochzeitsansprache zwischen den verschiedenen Gängen halten, solltet ihr euch kurz halten. Hungrige Gäste mag nämlich keiner.

Der große Moment: Tipps gegen Lampenfieber

Ist der große Zeitpunkt für die Hochzeitsrede gekommen, ist das für viele besonders aufregend. Sie haben Angst, dass sie den Faden verlieren, zu sehr ins Stottern geraten oder einfach einen kompletten Blackout haben. Aber das Schöne an Hochzeitsreden ist ja: Sie müssen nicht perfekt sein.

Wenn ihr trotzdem etwas Lampenfieber habt, helfen euch die folgenden Tipps vielleicht weiter:

  • Sind auf der Hochzeit viele für euch fremde Gäste, könnt ihr euch vor der Ansprache mit vielen bekannt machen. Das sorgt dafür, dass ihr bei der Rede in möglichst bekannte Gesichter schaut.
  • Habt Zettel und Notizen frühzeitig parat und seid früh genug fertig, um mit der Hochzeitsrede zu beginnen. Wer in letzter Minute nämlich noch alles zusammensuchen muss, gerät nur noch mehr in Panik und Hektik.
  • Führt vor dem großen Auftritt ein paar kleine Entspannungsübungen durch: Lockert eure Gesichtsmuskulatur und lasst die Arme locker hin und her schwingen.
  • Bei leichtem Magengrummeln hilft ein großes Glas warmes Wasser, das man vor der Rede trinken kann.
  • Um den Puls direkt vor dem Auftritt zu senken, hilft es tief durchzuatmen und sich auf seine Atmung zu konzentrieren. Das hilft dabei, sich zu fokussieren.
  • Notiert euch die wichtigsten Punkte auf einem Zettel. Falls ihr einen Blackout habt, könnt ihr euch daran entlang hangeln.
  • Bei einer zittrigen Stimme könnt ihr kräftig durchhusten, etwas trinken und ein Lied dabei summen. Das soll die Stimme beruhigen.
  • Stellt euch die Gäste nackt vor. Dieser Trick wird auch von Theaterschauspielern immer wieder genutzt, um die Nervosität abzulegen und auch aus der eigenen Schulzeit kennt vielleicht der ein oder andere den Trick.


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Fünf Tipps zum Halten der feierlichen Rede

Damit eure Hochzeitsrede ein voller Erfolg wird und die Gäste auch Freude daran haben, sollte man einige Punkte beachten.

1. Sorgt für Aufmerksamkeit
Klassischerweise wird auf einer Hochzeitsfeier an einem Glas geklopft, um auf sich aufmerksam zu machen. Einige bevorzugen es aber auch sich vor den Gästen und dem Brautpaar aufzustellen und die Rede zu halten. Ebenso kann die Musikband auf den nächsten Hochzeitsredner aufmerksam machen. Ruhe sollte in allen Fällen schnell einkehren.

2. Stellt euch kurz vor
Da nicht alle Gäste den Redner unbedingt kennen, solltet ihr euch kurz vorstellen und erklären, in welcher Beziehung ihr zu dem Brautpaar steht.

3. Wählt einen spannenden Einstieg
Zitate oder Sprüche sind ein schöner Einstieg und können die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

4. Bezieht die Gäste mit ein und haltet Blickkontakt
Haltet zwischendurch Blickkontakt mit den Gästen oder dem Brautpaar und bezieht diese auch gern mit ein. So baut ihr eine Verbindung auf und Emotionen können besser transportiert werden. Auch kurze Pausen sind sinnvoll.

5. Punktet mit Humor
Natürlich sind viele Ansprachen auf Hochzeiten sehr emotional und lassen auch das ein oder andere Tränchen kullern. Trotzdem kann man auch mit humorvollen Elementen punkten. Lustige Sprüche oder witzige Geschichten, die man erlebt hat, gibt es sicher viele.

6. Vernünftiger Abschluss
Die Rede ist fast geschafft und es fehlt nur noch der Abschluss. Hier solltet ihr den obligatorischen Toast auf das Brautpaar nicht vergessen.

No-Gos bei der Hochzeitsrede

Wer sich auf eine Hochzeitsrede vorbereitet, sollte sich bewusst sein, dass es einige No-Gos gibt.

Peinliche Geschichten, die unter die Gürtellinie gehen:
Humor in Ansprachen ist zwar gewünscht, dieser sollte aber nicht auf Kosten des Brautpaares gehen. Prollige Sprüche oder intime Geständnisse oder Geschichten sollte man lieber bei der Hochzeitsfeierlichkeit für sich behalten. Das Brautpaar wird es euch danken.

Betrunken die Rede halten:
Zwar kann man sich für seinen großen Auftritt etwas Mut antrinken, man sollte es aber vor der Hochzeitsrede nicht übertreiben mit dem Alkohol. Torkelnd und lallend vor der Hochzeitsgesellschaft zu stehen geht nämlich gar nicht. Das kann nicht nur peinlich für euch werden, auch Braut und Bräutigam kann man damit verärgern.

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Die Hochzeitsrede ablesen:
Auch, wenn ihr euch eure Rede nicht merken könnt, stumpfes Ablesen vom Zettel solltet ihr vermeiden. Das wirkt sehr unnatürlich und lässt wenig Emotionen aufkommen. Besser ist es, wenn ihr euch gut vorbereitet und ihr euch die wichtigsten Stichpunkte aufschreibt. Natürlich könnt ihr gerne einen Blick auf euren Zettel werfen, versucht aber immer wieder Blickkontakt zum Brautpaar und zu den Gästen aufzunehmen.