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8 Tipps und Ideen für eine nachhaltige Hochzeit

von Inga Back Veröffentlicht am 14. Juli 2019
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Wenn man an eine nachhaltige Hochzeit denkt, tauchen Bilder von veganen Büffets und Papp-Strohhalmen vor unserem inneren Auge auf. Dabei sind es viel unscheinbarere Dinge, mit denen Hochzeiten unsere Umwelt belasten können. Wir zeigen euch acht Wege, um eure Hochzeit nachhaltig zu gestalten, über die ihr garantiert noch nicht nachgedacht habt.

Papierstrohhalme pappen schon nach etwa zwei Zügen eklig an den Lippen. Veganes Essen kann sehr lecker sein, ist es oft aber nicht und eine nachhaltige Location zu finden, kann durchaus schwierig sein. So kompliziert muss das Planen einer nachhaltigen Hochzeit aber gar nicht sein.

Es gibt schon ein paar einfache Dinge, die einen großen Unterschied für unsere Umwelt machen.

1. Wählt eine Location in der Nähe

Wer auf Nachhaltigkeit wert legt, muss tatsächlich schon bei der Auswahl der Hochzeitslocation anfangen. Dabei geht es nicht darum, in einem Bio-Hof zu feiern. Es geht hauptsächlich um die Anreise der Gäste. Dies ist vermutlich einer der kritischsten Faktoren bei der nachhaltigen Hochzeitsplanung.

Wenn ihr und eure Familie in Hamburg wohnt, ist eine Hochzeit in Österreich nicht die umweltfreundlichste Alternative. Alle eure Gäste hätten eine weite Anreise, ob mit Auto, Zug oder Flugzeug. Dies ist ein Punkt, der oft vergessen wird, aber bei 100 Gästen würdet ihr einiges an CO2-Emissionen für unsere Umwelt einsparen, wenn ihr in eurer Heimat feiern würdet.

Wählt also am besten eine Location, die nah am Wohnort der meisten Gäste liegt. Damit macht ihr ganz nebenbei auch eure Gäste sehr glücklich. Die meisten freuen sich, wenn sie keine weite Anreise in Kauf nehmen müssen, um mit euch zu feiern. Letztlich ist es für sie nämlich nicht nur ein Bequemlichkeits- sondern auch ein Kostenfaktor.

3. Umweltfreundliche Gastgeschenke

Ein Punkt, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, sind die Gastgeschenke. Inzwischen findet man diese auf nahezu jeder Hochzeit und oft sind es Süßigkeiten, die in Plastiktütchen oder Reagenzgläsern aus Kunststoff verpackt wurden. Manchmal dienen die Namensschilder auch als Gastgeschenke. Der Ansatz ist natürlich gut, denn man reduziert die Anzahl der Produkte: Statt Namenskarten und Gastgeschenken gibt es nur ein Goodie, das beides ist. Meistens sind diese besonderen Namensschilder aber auch aus Kunststoff.

Eine einfache und schöne Alternative sind kleine Topfpflanzen, die die Gäste mit nach Hause nehmen können. Wenn man auf die Töpfe die Namen schreibt, dienen diese auch gleich als Platzkärtchen.
Ihr könnt auch auf die DIY-Variante zurückgreifen und Plätzchen backen, auf die ihr die Namen der Gäste schreibt. Oder ihr stellt eigene Samenbomben als Platzkarten her. Wenn ihr die Samen-Platzkarten selber macht, könnt ihr mit der Auswahl der Samen sogar gleich doppelt etwas Gutes tun. Nehmt zum Beispiel bienenfreundliche Blumensamen.

Hier könnt ihr Konfettiherzen, die gleichzeitig Samenbomben sind, direkt bei Amazon bestellen – einfach beschriften und fertig sind dezente Platzkärtchen, die später blühen.

3. Reduziert Papeterie

Ein weiterer Schritt, um eure Hochzeit nachhaltiger zu gestalten, ist ein bewussterer Umgang mit Papeterie. Braucht ihr wirklich Save-the-Date-Karten oder reicht es, wenn eure Gäste das Datum der Hochzeit (so wie früher) über die Einladung erfahren? Tut es im Zweifel auch eine digitale Save-the-Date-Einladung? So würden auch erneute Transport-Emissionen vermieden werden. Ganz zu schweigen von den Emissionen bei der Produktion von Magneten, Dosen oder allen möglichen anderen Produkten, die heutzutage zu Save-the-Dates umfunktioniert werden. Denn mal ehrlich: Die meisten Gäste werden diese liebevoll ausgesuchten Erinnerungen wegwerfen.

Ähnliches gilt für Programme oder Menüs: Reicht vielleicht auch ein Schild oder eine Tafel, an der alle Gäste vorbeigehen, statt ausgedruckten Papieren auf jedem Tisch?

Aber auch bei der Einladung gibt es Raum für nachhaltige Optionen. Setzt zum Beispiel auf recyceltes Papier oder ökologische Drucke. Manche Hersteller nehmen auch an ökologischen Programmen teil und pflanzen Bäume für eine bestimmte Anzahl an Verkäufen oder spenden Erlöse.

Ihr könnt auch überlegen, die Einladungen selbst euren Gästen zu überreichen, wenn ihr sie sowieso trefft. So spart ihr euch, die Einladungen per Post zu verschicken. Auch das sind kleine nachhaltige Schritte.

4. Vermeidet Einweggeschirr

Man verbindet Einweggeschirr eher mit einer Grillparty im Garten, aber auch bei einer klassischen Hochzeitsfeier im Restaurant oder Hotel wird noch sehr viel Einweggeschirr verwendet. Von den Plastikgläsern beim Sektempfang im Standesamt, über Strohhalme bei der Feier, bis hin zu Wegwerf-Spießchen bei den Appetizern – oft sind es kleine Momente, in denen wir gar nicht darüber nachdenken, dass dies der Umwelt schadet.

Aber auch hier gibt es umweltfreundliche Alternativen: Inzwischen gibt es biologisch abbaubare Wegwerf-Sektgläser, Strohhalme aus Glas oder Metall und kleine Schälchen aus Bambus oder Zuckerrohrfaser für Appetizer.

Hier könnt ihr biologisch abbaubare und kompostierbare Sektgläser direkt bei Amazon shoppen.

5. Augen auf beim Blumenkauf

Gerade bei der Blumendeko gibt es einiges, das man tun kann, um unserer Umwelt zu helfen. Ein effektiver Weg für eine ökologischere Feier ist es, auf Schnittblumen zu verzichten oder sie zu reduzieren. Topfpflanzen können ebenfalls eine wunderschöne Deko sein und ihr könnt sie wiederverwerten oder an eure Gäste verschenken. Einige Locations dekorieren von sich aus mit Topfpflanzen, sodass ihr keinerlei Anschaffungskosten habt und von der hauseigenen Deko mit profitieren könnt.

Wer den Gedanken auf Schnittblumen zu verzichten zu radikal findet, kann aber auch kleinere Schritte gehen: Verwendet zum Beispiel saisonale Blumen. Diese werden in der Regel unter umweltfreundlicheren Bedingungen gezüchtet und legen kürzere Transportwege zurück. Ein anderer wichtiger Faktor ist, dass ihr bei den Blumen auf einen lokalen Händler setzt. Online Schnittblumenhändler sind zwar häufig günstiger, aber alleine durch den Versand der Blumen auch schädlicher für die Umwelt.

Tipp: Nach vielen Hochzeiten werden die Blumen einfach entsorgt. Das ist jedoch viel zu schade! Verschenkt sie weiter, sodass andere ebenfalls eine Freude an ihnen haben. Nach der Royalen Hochzeit von Harry und Meghan wurde die Blumendeko an ein Londoner Hospiz gespendet – ebenfalls eine schöne Idee.

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6. Ökologisches Konfetti

Zuhause sammelt man Konfetti als Tischdeko vielleicht noch ein und verwendet es mehrfach. Bei einer Hochzeitsfeier mit 100 Gästen macht man das aber eher nicht. Das hübsche Konfetti wird also einfach entsorgt und ist im Prinzip unnötiger Plastikmüll. Denn genauso schön und noch dazu biologisch abbaubar sind getrocknete Blütenblätter als Konfetti. Ihr bekommt sie außerdem in allen erdenklichen Farben.

Ein weiterer Bonus: Je nachdem, auf welche getrockneten Blüten ihr setzt, duften diese auch noch herrlich. Lavendel oder andere Kräuter riechen gut und sehen schön aus.

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7. Macht das Brautkleid zum Erbstück

Nicht jede Braut kann auf ein Brautkleid setzen, das bereits ein Familienerbstück ist. Man kann aber auch sein neu gekauftes Kleid zum Erbstück machen. Stellt euch gegen den "Trash the Dress"-Trend, bei dem das Hochzeitskleid nach dem Tragen zerstört wird, sondern behaltet euer Kleid. Vielleicht habt ihr eines Tages eine Tochter, Enkelin, Nichte oder auch ein Patenkind, das sich sehr darüber freut.

Ihr könnt euer Kleid aber auch zum Erbstück machen, indem ihr es weiterverkauft. So kann sich noch eine weitere Frau darüber freuen und es wiederum selbst weitergeben.

8. Spendet für den guten Zweck

Statt klassischer Gastgeschenke könnt ihr auch im Namen eurer Gäste eine Spende für einen guten Zweck eurer Wahl machen. Ihr könnt auch 2–3 Projekte heraussuchen und euren Gästen die Wahl lassen, welches Projekt ihr in ihrem Namen unterstützen möchtet. So habt ihr auch gleich etwas Aufmerksamkeit für diese wohltätigen Organisationen und Zwecke geschaffen, die eure Gäste vielleicht noch gar nicht kannten.

Hochzeiten sind oft teuer, sodass viele Brautpaare sich Geld wünschen. Ihr könnt eure Gäste jedoch auch um eine Spende für den guten Zweck eurer Wahl bitten oder ihr spendet einen Teil des geschenkten Geldes.

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