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Horoskop

Mondkalender: So viel Einfluss hat der Himmelskörper auf uns

von Julia Windhövel Veröffentlicht am 21. März 2019

Der Mondkalender zeigt, welche Tage und Mondphasen für eure Vorhaben besonders günstig sind. Alles Quatsch, denkt ihr? Wir erklären euch, wie es funktioniert.

Der Mond ist nicht nur ein Himmelskörper, der von der Erde aus leicht zu beobachten ist; sein starker Einfluss auf das Leben auf der Erde ist belegt und unbestritten.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mond die Rotation der Erde stabilisiert und dadurch dafür sorgt, dass es überhaupt einigermaßen vorhersehbare Wetterwechsel auf der Erde gibt.

Auch die Gezeiten Ebbe und Flut werden vom Mond bestimmt, ebenso hat er Einfluss auf Klima, Tiere und Pflanzen. Und natürlich beeinflusst er auch uns Menschen ganz enorm. Deshalb sind Mondkalender, in denen man vom Einfluss des Mondes auf den Menschen ausgeht, weder Aberglaube noch Hokuspokus.

Der Wolf, der den Mond anheult, die Springflut, die aus einer bestimmten Sonnen-Mond-Erde-Konstellation entsteht und all jene Menschen, die bei Vollmond eine bestimmte Unruhe spüren und nachts nicht schlafen können - das alles zeigt: Der Mond hat einen recht starken Einfluss auf das Leben hier auf der Erde und jeder von uns ist damit schon mal in Berührung gekommen.

Und diesen starken Einfluss des Mondes auf uns können wir für unsere Zwecke nutzen - indem wir uns nach dem Mondkalender richten, indem wir bestimmte Dinge in bestimmten Mondphasen unterlassen oder eben unternehmen.

So ist der Mondkalender aufgebaut

Der Mond ist ein Himmelskörper, der sich uns beinahe jeden Abend zeigt, so wie die Sonne sich jeden Morgen zeigt. Deshalb lag es auf der Hand, dass man in früheren Zeiten mit seiner Hilfe Zeitspannen beschrieb und nach seinem Maß einen Kalender erstellte: Den Mondkalender.

Der Mondkalender umfasst ebenso wie der Sonnenkalender zwölf Monate, aber nur insgesamt 354 Tage. Bestimmend für den Kalender ist der jeweilige Mondstand, denn der Mond durchläuft verschiedene Mondphasen, also Vollmond, abnehmender Mond, Neumond, zunehmender Mond.

Die Aufteilung des Jahres in Monate, wie wir sie heute kennen, geht übrigens auf den Mondkalender zurück. Der Begriff Monat stammt aus dem älteren Lunarkalender, dessen Jahr aus zwölf Mond-Perioden (Lunationen) besteht.

Ein neuer Monat beginnt jeweils mit dem Tag des Neulichts, also wenn nach dem Neumond das erste Mal wieder eine schmale Sichel des Mondes am Himmel zu sehen ist.

Sonnenkalender vs. Mondkalender

Dennoch entschied man sich irgendwann für den Sonnenkalender (auch Solarkalender). Das Sonnenjahr ist mit seinen 365 1/4 Tagen etwas länger als das Mondkalender-Jahr und ist auf den Lauf der Erde um die Sonne ausgerichtet.

Dass man sich für den Sonnenkalender entschied, hat vor allem den Grund, dass er mit den vier Jahreszeiten korreliert, was beispielsweise für die Landwirtschaft von großer Bedeutung ist.

Ein Sonnenjahr hat ebenso wie der Mondkalender zwölf Monate, bezogen auf die zwölf Tierkreise, und geht auf den alten ägyptischen Kalender zurück, der pro Jahr zwölf Zeitabschnitte zu je 30 Tagen festlegte.

Kombination aus Mond- und Sonnenkalender

Aber der Mondkalender war damit nicht aus der Welt: Im antiken Athen gab es einen Mondkalender, der an das Sonnenjahr angeglichen war, also eine Kombination aus beiden. Auch der jüdische Kalender funktioniert auf diese Weise (man spricht von lunisolaren Kalendern, also von 'Luna' für Mond und 'Sol' für die Sonne). Er richtet sich nach den Mondphasen, um das Jahr jedoch an den Sonnenlauf anzugleichen, wird in regelmäigen Abständen ein Schaltmonat eingefügt.

Ebenso richtet sich das christliche Osterfest nach dem Mondkalender: Seit vielen Jahrhunderten findet Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond statt. Und bei den Buddhisten wird der Feiertag zur Geburt Buddhas jährlich mit dem Mondkalender bestimmt.

Die Bedeutung des Mondes in früheren Zeiten

Wo Mondkalender bestehen, die den Jahresrhythmus, die Festtage, die Feiertage und Zeremonien bestimmen, ist der Mond natürlich von großer Bedeutung. Auf der Himmelsscheibe von Nebra, einer 3700 bis 4100 Jahre alten kreisförmigen Bronzeplatte, ist der Himmel mit dem Mond zu sehen.

Und das Weltkulturerbe im Süden Englands Stonehenge, das in der Jungsteinzeit erbaut wurde, soll, so vermutet man, einmal als Mondobservatorium erbaut worden sein.

In vielen Kulturen war der Mond ein wichtiger Gott bzw. eine Göttin. Und bei den Kelten stehen der Mond und seine Veränderung aus Erdenperspektive beispielsweise für den Zyklus der Frau.

Die Bedeutung des Mondkalenders

Viele Menschen lassen sich noch heute vom Mond leiten, indem sie auf Mondkalender vertrauen. Sie glauben, dass der Mond einen starken Einfluss auf ihr Leben hat und richten ihr Tun auf den Mondkalender aus.

So gibt es viele Menschen, die überzeugt davon sind, dass besonders ihre Ruhephasen vom Vollmond gestört werden. Andere nutzen Mondkalender, um zu bestimmen, wann sie sich ihre Haare schneiden lassen oder Brot backen sollten.

Auch für Landwirte sind Mondkalender seit vielen Jahrhunderten von großer Bedeutung. Wann gesät wird und wann die Ernte eingeholt wird, ist natürlich immer auch eine Frage äußerer Umstände. Der Stand des Mondes ist dabei immer auch ein Omen.

In der frühen Neuzeit gab es sogar Gesetze, die festlegten, dass die Nutzholzgewinnung nur nach dem Mondkalender zu geschehen hat. Und auch die frühe Kräuter- und Heilkunde kam nicht ohne Mondkalender aus.

Grundsätzlich kann man sagen, dass der Mondkalender unsere Stimmung bestimmt, denn der Mond steht für die Gefühlswelt, die Intuition und die Seele. Das Sonnenstandshoroskop hingegen beschäftigt sich mit der Konstellation der Sonne zu den einzelnen Tierkreiszeichen und gibt Anhaltspunkte für Veränderungen, Entwicklungen und Prozesse.

Das kann der Mondkalender aussagen

Die im Mondkalender abgebildeten Zyklen sind der Rahmen, in dem sich bestimmte Erfahrungswerte abbilden lassen. Das heißt, der Mondkalender steht weniger für die magische Kraft des Mondes, als vielmehr für die Möglichkeit, uraltes Wissen zu nutzen und weiterzugeben.

In unserer Zeit, in der sich viele Menschen nach alten Werten zurück sehnen, werden Mondkalender immer beliebter. Sie können bei Diäten genutzt werden (Wann sollte ich eine Diät beginnen? Wann sollte ich welche Lebensmittel meiden?) oder sogar Termine für Amts- und Bittgänge vorschlagen.

Mondkalender regulieren die Hausarbeit und geben vor, wann man am besten welche Arbeit erledigen sollte. Und auch für die Liebe hält der Mondkalender Tipps bereit (Soll ich an einem Dienstag heiraten? Ist heute ein guter Tag für ein Treffen?). Es gibt kaum eine Angelegenheit oder Lebenslage, für die der Mondkalender keinen Tipp und Ratschlag bereit hält.

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von Julia Windhövel