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Unglücklich im Job? DAS ist laut Zwei-Faktor-Geheimnis der wahre Grund

von Tanja Koch Veröffentlicht am 5. November 2018
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Rund 70 Prozent der Beschäftigen in Deutschland sind laut dem Beratungsunternehmen Gallup mit ihrem Job unzufrieden. Woran genau das liegt, wissen viele aber nicht. Gehörst auch du zu dieser Gruppe? Mit der Zwei-Faktor-Theorie kannst du herausfinden, welche Aspekte deiner Arbeit dich belasten.

Wer seinen Job nicht mag, der soll sich einen neuen suchen. So leicht sich das sagt und so logisch das klingt: Die meisten Menschen haben Angst, vom Regen in die Traufe zu wechseln. Der Grund dafür ist, dass sie nicht genau wissen, was das Problem an ihrer jetzigen Anstellung ist. Und wer weiß schon, wie der neue Job wäre?

Ganze Ratgeber wurden darüber geschrieben, dass Menschen unglücklich sind, weil ihnen nicht klar ist, was sie sich wünschen. "Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will" zum Beispiel dreht sich darum, wie Menschen wieder Zugang zu ihren Träumen und Bedürfnissen finden.

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Wenn auch du häufig über einen Jobwechsel nachdenkst, musst du aber nicht unbedingt ein ganzes Selbsthilfebuch durchlesen. Mit der Zwei-Faktor-Theorie kannst du jetzt sofort ganz easy herausfinden, was dich an deiner Arbeit unglücklich macht und wonach du den Personaler unbedingt fragen solltest, wenn du dir einen neuen Job suchst.

Das hat es mit der Zwei-Faktor-Theorie auf sich

Die Zwei-Faktor-Theorie gehört zu den bekanntesten ​Motivationstheorien. Sie teilt die verschiedenen Aspekte des Berufslebens in zwei Kategorien auf: Motivatoren und Hygienefaktoren. Die Aspekte stellte der Arbeitswissenschaftler und Psychologe Frederick Herzberg 1959 nach seiner Studie über Arbeitszufriedenheit auf.

Eigentlich sind alle Punkte als gemeingültig anzusehen. Doch wir wissen: Jeder Mensch ist anders. Deshalb solltest du beim Durchlesen aufschreiben, welche Aspekte dir sehr und welche nicht so wichtig sind. So kannst du noch genauer analysieren, was dich an deinem Job unglücklich macht. Inwiefern er den jeweiligen Punkt erfüllt, solltest du natürlich ebenfalls notieren.

Ein praktisches Bullet Journal, in dem du Ziele und Wünsche notieren kannst , gibt es hier bei Amazon.

Unglücklich im Job, weil Motivatoren abwesend sind

Bei den Motivatoren geht es eher um Punkte, die den Arbeitsinhalt und die Tätigkeit betreffen. Sollte deine Unzufriedenheit nicht mit deiner Stelle, sondern mit dem Beruf zu tun haben, wird sich das also bei diesen Aspekten auswirken:

  • Arbeitsleistung
  • Erfolg
  • Anerkennung
  • Arbeitsinhalte
  • Verantwortung
  • Aufstieg und Beförderung
  • Wachstum

Unglücklich im Job, weil Hygienefaktoren fehlen

Als Hygienefaktoren bezeichnet die Zwei-Faktor-Theorie alle Aspekte, die mit dem Unternehmen, den Arbeitsbedingungen, dem Klima und deinen Vorgesetzten zu tun hat:

  • Gehalt und geldwerte Vorteile (Firmenwagen oder Monatsticket für Nahverkehr)
  • Personalpolitik
  • Arbeitsbedingungen
  • Sicherheit der Arbeitsstelle
  • Einfluss auf das Privatleben
  • Führungsstil
  • Beziehung zu Kollegen und Chefs

Das passiert, wenn dein Job diese Punkte nicht erfüllt

Wenn Motivatoren und Hygienefaktoren nicht (ausreichend) erfüllt sind, hat das auf die Zufriedenheit verschiedene Auswirkungen: Eine geringe Motivation und Beschwerden. Mit Motivation ist der Antrieb gemeint, einen guten Job zu machen und produktiv zu sein. Beispiele für Beschwerden sind finanzielle oder gesundheitliche Probleme.

Es gibt vier verschiedene Situationen:

  • Bei einer hohen Hygiene und vielen Motivatoren hast du wenige Beschwerden und bist hoch motiviert.
  • Bei einer hohen Hygiene und wenigen Motivatoren hast du wenige Beschwerden, bist aber nicht motiviert.
  • Bei einer geringen Hygiene und vielen Motivatoren bist du stark motiviert, hast aber viele Beschwerden.
  • Bei einer geringen Hygiene und wenigen Motivatoren hast du viele Beschwerden und bist wenig motiviert. Bei dieser Situation ist es am wahrscheinlichsten, dass du über einen Jobwechsel nachdenkst.

Warum du jetzt nicht Hals über Kopf kündigen solltest

Du bist die Punkte alle durchgegangen und verstehst nun, warum du mit deinem Job unglücklich bist? Dann solltest du jetzt nicht überstürzt kündigen. Bedenke, dass es noch andere wichtige Faktoren geben kann, die du vielleicht ausblendest oder verdrängst. Bist du trotz geringer Motivation auf dein Gehalt angewiesen, weil du eine Familie ernährst? Hast du sowieso vor, nächstes Jahr umzuziehen und dir einen neuen Job zu suchen? Hast du unrealistisch hohe Erwartungen, die in deiner Branche oder dem aktuellen Arbeitsmarkt gar nicht existieren? Schlafe noch einmal eine Nacht drüber und spreche mit deinem Partner, deinen Eltern oder einem Job-Coach.

Wenn du dich dafür entscheidest, zu bleiben, kannst du versuchen, deine Situation in der jetzigen Stelle zu verbessern. Vielleicht kannst du eine Gehaltserhöhung fordern, deinen Arbeitsplatz angenehmer gestalten oder um Aufgaben mit mehr Verantwortung bitten.

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Wenn du dir allerdings sicher bist, dann mache dich auf die Suche nach einem besseren Job und freue dich auf einen Neuanfang!

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