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Xing-Profil optimieren: 8 Tipps für den perfekten Online-Auftritt

von Tanja Koch Veröffentlicht am 2. März 2019
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Das Xing-Profil ist dein rund um die Uhr von überall aus sichtbares Aushängeschild. Dank ihm kannst du neue Jobs ergattern oder mehr Ansehen bekommen. Mit diesen 8 Tipps kannst du es optimieren.

Für ein Xing-Profil gibt es viele Gründe. Knapp 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen die Karriere-Plattform für die Mitarbeitersuche, wie eine Studie von Statista ergab. Zudem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass ein Netzwerk aus beruflichen Kontakten bei der Karriere hilft.

Da Profile auf Karriere-Netzwerken 24/7 abrufbar sind, sollte dein Auftritt dort möglichst perfekt sein.

LinkedIn oder Xing: Welches Netzwerk solltest du nutzen?

Doch ist Xing überhaupt das beste Karrierenetzwerk? Oder soltest du dich besser bei LinkedIn anmelden? Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Im Vergleich zu den 20 Prozent bei Xing, gaben zwar nur 9 Prozent der Unternehmen in Deutschland an, bei LinkedIn nach Mitarbeitern zu suchen. Wer in einem internationalen Unternehmen arbeitet, in seinem Job Kontakt ins Ausland hat oder sich vorstellen kann, ins Ausland zu ziehen, für den ist ein (zusätzliches) Profil bei LinkedIn sinnvoll.

Xing-Profil optimieren Tipp 1: Mit diesen Angaben kannst du punkten

  • Ich biete / Ich suche

Diese beiden Felder auf dem Xing-Profil sind eine Übersicht darüber, was du kannst und warum du bei Xing bist. Unter "Ich biete" solltest du deine wichtigsten beruflichen Fähigkeiten angeben. Je konkreter, desto besser. Typische Schlüsselbegriffe, nach denen ein Recruiter vermutlich sucht, eignen sich hier besonders gut. Premium-Mitglieder können zusätzlich Top-Fähigkeiten benennen.

Unter "Ich suche" kannst du angeben, dass du neue Herausforderungen im Bereich XY suchst, dein Netzwerk ausbauen möchtest oder den Job wechseln möchtest. Sei auch hier möglichst konkret, solange du tatsächlich etwas suchst.

  • Berufserfahrung und Ausbildung

Diese Bereiche dürften eigentlich klar sein. Was viele hier aber falsch machen: Sie schreiben nur die Bezeichnung der Tätigkeit und das Unternehmen auf. Was den Recruiter aber interessiert, sind die Aufgaben, die du im Rahmen deiner Tätigkeit übernommen hast.

  • Organisationen und Interessen

Dieses Feld des Xing-Profils bietet eine Möglichkeit, Authentizität zu zeigen. Trotzdem solltest du darauf achten, wie die Angaben auf Recruiter wirken könnten, beispielsweise bei Mitgliedschaften in Parteien oder Risiko-Sportarten.

  • Portfolio

Diesen Bereich im Xing-Profil wirst du vermutlich nur benötigen, wenn du in einem kreativen Beruf tätig bist. Als Autorin, Fotografin oder Webdesignerin kannst du hier deine Arbeitsproben hochladen.

  • Visitenkarte und Kontaktdaten

Dieser Bereich befindet sich am oberen Ende des Profils. Meist steht dort dein Wohnort und die aktuelle Tätigkeit. Mit einem Klick auf die drei Punkte rechts gelangst du zu den Kontaktdaten. All diese Angaben kannst du in deinem eigenen Xing-Profil unter "Visitenkarte" anpassen.

Bedenke: In der Trefferliste der Xing-Suche und bei Google ist es das Erste, was Recruiter von dir sehen. Sorge dafür, dass beides immer aktuell ist.

Xing-Profil optimieren Tipp 2: Darauf solltest du beim Foto achten

Auf vielen Xing-Profilen ist ein typisches Social-Network-Foto zu sehen. Ein Selfie, ein Urlaubsschnappschuss oder ähnliches. Davon ist aber definitiv abzuraten.

Wie auch in der Bewerbung solltest du dich auf deinem Xing-Profil professionell und neutral geben. Gut geeignet ist ein klassisches Bewerbungsfoto oder ein Mitarbeiterfoto wie es auf Websites von Unternehmen zu finden ist.

Xing-Profil optimieren Tipp 3: Auch deine Kontaktliste ist interessant für Recruiter

Oft wird die Kontaktliste gar nicht als Teil des Xing-Profils gesehen. Allerdings schauen manche Recruiter auch hier nach. Deshalb lohnt es sich, dein Xing-Netzwerk aktiv zu erweitern und ab und an auszumisten.

Gehören zu deinem Netzwerk wichtige Führungskräfte oder sogar bekannte Entscheidungsträger? Ist aus deinem Lebenslauf erkennbar, dass deine Kontaktliste aus früheren und aktuellen Kollegen besteht? Das würde ein positives Licht auf dich werfen.

Sind deine Kontakte hingegen alle in deinem Alter, jedoch aus extrem verschiedenen Branchen, so wirkt das, als hättest du viele private Kontakt in deinem Xing-Netzwerk. Eine extrem lange Liste verschiedenster Kontakte lässt Recruiter ebenfalls skeptisch werden. Bei Xing einfach wahllos Kontakte hinzufügen, die du gar nicht kennst, ist also keine gute Idee.

Xing-Profil optimieren Tipp 4: Aktiv sein und netzwerken

Doch wie sonst lässt sich das Xing-Netzwerk erweitern - auch ohne Veranstaltungen oder Jobwechsel? Ganz einfach: über aktives Beteiligen im Netzwerk. Trete in Gruppen ein und kommentiere und teile dort Beiträge.

Wie auch bei den Kontakten gilt: Qualität vor Quantität. Beteilige dich also nicht krampfhaft an Diskussionen, die dich gar nicht interessieren.

Xing-Profil optimieren Tipp 5: Links zu weiteren Online-Profilen

Eine unterschätzte Funktion ist das Verlinken weiterer Online-Profile mit Xing. Finden sich auf deinem Instagram-Profil nur private Fotos von Parties und Ähnlichem, solltest du von einer Verlinkung natürlich absehen.

Wer seine Social-Media-Profile der Branche anpasst, in der er tätig ist, der kann von der Verlinkung aber profitieren. Denn Recruiter können sich via Instagram und Twitter ein noch breiteres Bild von dir und deinem Portfolio machen.

Auch für die Auffindbarkeit der Profile bei Google sind die Verlinkungen praktisch. Xing-Profile schaffen es meist auf die vorderen Plätze. Verlinkst du nun etwa dein Twitter- mit deinem Xing-Profil, wird das Xing-Profil das Ranking deines Twitter-Profils bei Google verbessern.

Xing-Profil optimieren Tipp 6: Mit diesem Trick bekommst du noch mehr Jobangebote

Dein Xing-Profil ist bis ins Detail optimiert und trotzdem bekommst du keine Jobangebote? Dann hast du möglicherweise deine Karrierewünsche nicht angegeben. Du findest sie unter dem Stichwort Projobs.

Dort kannst du zunächst auswählen, ob nur Recruiter, deine Kontakte oder alle Xing-Mitglieder die Angaben sehen dürfen. Anschließend gibst du an, ob du auf Jobsuche, zwar nicht auf Jobsuche, aber offen für Angebote oder nicht an Angeboten interessiert bist.

Auch deine Gehaltsvorstellung kannst du angeben sowie deine Wunscharbeitgeber. Lediglich die Unternehmen selbst, nicht aber dein Xing-Netzwerk oder andere Recruiter erfahren von deinen Wunscharbeitgebern.

Xing-Profil optimieren Tipp 7: Xing Premium nutzen

Für den Anfang reicht ein kostenloses Xing-Profil völlig aus. Möchtest du das Netzwerken aber professionalisieren, lohnt sich ein Premium-Profil. Dann kannst du nämlich sehen, wer dein Profil besucht und wie die Person es gefunden hat. Googelt jemand etwa deinen Namen und klickt dann direkt auf dein Profil, wird bei Xing angezeigt "Google: Suche nach Martina Muster"

Zudem kannst du Nachrichten an Nicht-Kontakte schicken, Dateien anhängen und die erweiterte Suche in vollem Umfang nutzen. Auch dein Portfolio kannst du als Premium-Mitglied besser gestalten. Auf einem Basis-Profil kannst du nur ein Textfeld und drei Bilder oder PDF-Dateien einfügen. Auf einem Premium-Profil kannst du beliebig viele Textfelder, bis zu 30 Bilder oder PDF-Dateien und bis zu 15 Videos einfügen.

Xing-Profil optimieren Tipp 8: Privatsphäre-Einstellungen anpassen

Genau wie bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken solltest du dir auch bei deinem Xing-Profil Gedanken über Datenschutz und Privatsphäre machen. Nimm dir also einen Moment Zeit und entscheide über die folgenden Fragen:

Möchtest du, dass auch Nicht-Mitglieder dein Xing-Profil sehen dürfen? Möchtest du, dass dein Profil bei Suchmaschinen zu finden ist? Über welche Profiländerungen sollen deine Kontakte informiert werden? Soll deine Kontaktliste für jeden sichtbar sein?

In den Einstellungen deines Xing-Profils kannst du all das ganz easy anpassen.

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